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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hibler-Hysel, Band 9
Seite - 373 -
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Seite - 373 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hibler-Hysel, Band 9

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Huber 373 Huber ungeachtet eines lebhaften Kleingewehr feuers, welches der Feind von allen Sei ten unterhielt, durch die Stadt gegen die Muldabrücke. und schnitt nun allen feind lichen, in den Seitengassen aufgestellten Plänklern den Rückzug ab. An der Mulda angelangt, beschoß ihn und seine Abthei lung der Feind vom jenseitigen Ufer mit Kartatschen. Hub er. dieß nicht achtend, warf sich zugleich mit seinem tapferen Waffengefährten Johann Franz Kaspar Horn, nachherigen Freiherrn von der Mulda ^S. 297 d. Bds.^j mit seltener Entschlossenheit auf die Brücke, und so rasch, daß der Feind nicht mehr Zeit hatte, sie abzutragen. Im Sturme nahm er die Brücke, jagte die Besatzung aus der Vorstadt Alt-Penig und bemächtigte fich in der schnellen Ver» folgung auch der Anhöhe am jensei- tigen Mulda'Ufer, welche die ganze Gegend beherrschte. So ward in einer Stunde das wichtige Pmig mit der Brücke durch Hübe r's schöne Waffenthat genommen und das Corps Klenau's konnte ungehindert vorrücken. Im Capi- tel des Jahres 18t 3 wurde H. für seine Waffenthat mit dem Ritterkreuze des Maria Theresien-Ordens ausgezeichnet, und im Jahre 181? in den Freiherrn» stand mit dem Prädicate von Penig, nach dem Namen des Ortes seiner Hel> denthat, erhoben. Wenige Wochen vor seinem Tode erhielt H. das von Sr. Majestät gestiftete Militär.Dienstzeichen zweiter Classe. Hirtenfeld (I .) , Der Militar.Maria Thrre« sien'Orden und seine Mitglieder (Wien 1837, Staatsdruckerei, 4».) S. 1214 und 1749. — Oesterreichischer Soldatenfreund (Wien, 4".) 1830, Nr. 73, S. 327. — Oester» reichisch es Mi l i tär» Konversations» Lexikon (Wien 1830. gr. 8«.) Bd. I I I , S. 275 lHuber heißt daselbst Johann Paul; er selbst schrieb sich nur Paul und wird auch im FreiherrN'Diplom mit diesem einzelnen Taufnamen aufgeführt.) — Freiherrn- stands «Diplom vom 1. April 1817. — Wappen. Ein roth und blau der Länge nach getheilter Schild. Im rochen Frlde ein blank geharnischter Arm. welcher in seiner Hand ein zum Kampfe gerichtetes Schwert hält. Im blauen Felde steht auf grünem Grunde ein gezinnter Thurm mit geschlossenem Thore, welcher von einer Mauer mit schwarzen Mauer« strichen beseitet und mit einer linkswehenden weißen Fahne besteckt ist. Den Schild bedeckt die Freiherrnkrone, auf derselben ein in's Visir gestellter Turnierhelm, aus dessen Krone drei Straußenfedern, roth. silbern und blau, empor« wallen. Die Helmdecken sind rechts roth und silbern, links blau und silbern. Einige andere denkwürdige PersanendesNamens Hulier. Außer den bisher Angeführten sind noch erwähnenswert!): 1. Adam Huber von Riese nbach (geb. zu Mezeric in Mähren 3. März 1346, gest. 23. Juni 1«13). nn berühmter böhmischer Arzt, Leibarzt und Hofastronom des Kaisers Rudolph H., welcher auch mehrere bedeutende medicinische Werke seiner Zeit. u. A. He?^. Ha^aVi'2 „ü,LFimLQ äkiätQtiiz« und zugleich mit dem Dan. Ad. Weleslawin ^ait^'o^H «Vor- barinm" in's ^echische übersetzte. H. war auch Rector der Prager Hochschule (1612) und eines der thätigsten Glieder derselben. Er starb 77 Jahre alt Uoch er, Gelehrten« Lexikon. Bd. I I , S. 1742. — ^ o ^ a ^ a ^a«Hi«!«H>, Oo «aseularidu^ lidsi'a.üUN urtilim in ItokLinia ot Noravia latis tüom» moutariuL (pi-HFHo 1782, 8«.) x. 306 und 310. — Tomek (Wenzel Wladiwoj), Ge» schichte der Prager Universität (Prag 1849. G. Haase's Söhne. 8«.) S. 193. 196. 212. 222—22«, 2W, 233, 236. — l^ttft 2 saneta iQik(i «t NaraviUL sl?i'a.3g.6 1774, F. 0. Urava, «".) 9. 7U und 130. — Haibin ^o^«s?.^, üodomio. öoota, o^u« poLtkuinuni säitum notiäHuo iUuäti'Htuin ad NaMaLlL linear (l?i-QF 1776, ^ä. ÜÄF6N). I»8.r5 I I , x. 214. — Beschreibung der bisher bekannten böhmischen Privatmünzen und Medaillen. Herausgegeben von dem Vereine für Numis» matik zu Prag (Prag 1852. 40.) S. 199 u.f. lauf Tafel XVIII, Nr. 143. seine Denk. münzen).) — 2. Apronian Huber, Capi' tular des Beneoictinerstiftes Mehrerau in Vorarlberg, welcher im 18. Jahrhunderte lebte, im Jahre 1738 Prior des Conventes war und einen ausgedehnten Briefwechsel mit
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Hibler-Hysel, Band 9
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Hibler-Hysel
Band
9
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
518
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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