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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hibler-Hysel, Band 9
Seite - 375 -
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Huber 376 Zuber merkwürdige Reise zu Kaiser Karl im Unters, berg nackst Salzburg" (Salzburg 1787, 8".); ^Glaubensbekenntnis eines Christen gegen das Glaubensbekenntniß eines nach Wahr» heit Ringenden" (Salzburg 1786, 8«.). Auch schrieb er die zweiactige heroisch« komische Oper: „Das unterbrochene Opferfest" (Paffau 1797, später Frankfurt a. M. 1803, Simon. 8<>.), welche durch Winter's treffliche Com« Position viel bekannt geworden ist. Ferner ,) versuchte sich H. mit der Herausgabe zweier periodischen Schriften, u. z. zuerst erschien von ihm: „Der oberteutsche Freund der Wahrheit und Sittlichkeit". 6 Bdchn. (Salz< bürg 1787—l790); später „Der Kurier an der Donau" (Passau 1790 u. f.). ^Neues Archiv für Geschichte, Staatenkunde, Litera« tur und Kunst. Nedigirt von G. Megerle von Mühlfeld und Em. Th. Hohler (Wien. 4«.) 1829. S. 397. — Baader (Clemens Alois), Das gelehrte Baiern (Nürn» berg und Sulzbach <804. 4°.) Bd. I, Tp. 527. — Mensel (Ioh. Georg), Das gelehrte Teutschland (Lemgo 1783, Meyer. 8«) 3. Ausgabe, Theil I I I , S. 435. Meusel verwechselt hier den Oberösterreicher Franz Laver Hub er mit einem zweiten Schrift« steller gleichen Namens ssiehe diesen S. 369^ und schreibt dem Ersteren Schriften zu, die den Letzteren zum Verfasser Habens — 7. Hanns Huber, auch Hueber, ist ein jetzt lebender Maler in Salzburg, von dem im Jahre 183a in der Mai' und Iuniaus, stellung des „österreichischen Kunstvereines" mehrere Landschaften in „Oelminiatur", als: „Schloß auf der Höhe", — „Herbstabend am See", — „Winterabend am See", — „Mond- abend", — „Winterlandschaft". — „Abend, landschaft" (das Bild zu 20 f!.). ausgestellt gewesen. Der Ausstellungskatalog des Monats Mai (70. Ausstellung) nennt ihn Huber, jener des Monats Juni (71. Ausstellung) Hanns Hueber. — 8. Johann Hub er, ein Bildhauer in Innsbruck, der in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts lebte. Er war ein Schüler des Balthasar Wol l und verfertigte um 1773 in Gemeinschaft mit dem Bildhauer Urban Klieber das große Grabdenkmal des Landeshauptmannes Paris Grafen oon Wolkenstein» Trostburg, welches sich auf dem Friedhofe zu Innsbruck befindet. ^Tir, olisches Künstler»Lexikon (Innsbruck 1330, Fel. Rauch, 8».) S. 98. — Nagler (G. K. Dr.), Neues allgemeines Künstler-Lexikon (München l838. E. A.Fleisch. mann. 8".) Bd. VI , S. 340. — Tschischka (Franz), Kunst und Alterthum in dem österrei- chischen Kaiserstaate (Wien 1836. Fr. Beck, 8".) S. 143 und 3L6.) — 9. Johanna Huber, geb. zu Cnde des 18. Jahrhunderts, war eine Tochter der Sängerin Hub er, von der man behauptete, sie sei die Geliebte Schika» neder's. Johanna betrat auch die Bühne und kam nach Wien, wo sie in komischen Zocalrollen auf der Leopoldstädter Bühne auftrat und mit Schuster, Raimund, Korn theuer zu den Lieblingen des Pub» likums zählte. Sie trat in ihren besten Jahren und in der Glanzperiode ihrer Beliebtheit von der Bühne ab und heirathete einen Ungar. l^C astelli ( I . F.), Memoiren meines Lebens. Gefundenes und Empfundenes (Wien und Prag 1861. Kober). Bd. I, S. 262.) — 10. Kar l Joseph Hub er (gest. 12. Mal 1784), war Pfarrer zu Sindclburg und Dom« Herr zu Linz. Zur Zeit der Iosephinischen Kirchenreform bat sich H. durch seine ratio« nalistischen Predigten hervorgethan, insbeson» dere aber durch seine Predigt am Feste Johann des Täufers 1782 eine Polemik heraufbeschworen, in welcher Pater Fast die Hauptrolle spielte. I n der erwähnten Predigt handelte Huber über den „päpstlichenSegen" und sprach sich unter andern über denselben aus wie folgt: „Aller Menschensegen ist nichts mehr als eine bloße Fürbitte und ein gut» herziger Wunsch. Fürbitten, wünschen, geist» lich segnen, das kann jeder Priester in Kraft seiner Weihen, eben so kräftig als der Papst. Jeder Priester kann priesterlich segnen und, wenn er damit nicht zufrieden, sagen wollte, er habe einen mehr als priesterlichen, einen päpstlichen Segen auszutheilen, so hintergeht er euch eben so, wie jene, welche von dem Papst geweihte Sachen und besonders römi« sche Privilegien zu haben vorgeben. Kein Priester hat einen päpstlichen Segen aus» zutheilen, weil sein Priestersegen nach dem Verhältniß seiner und seines Volkes Ver< oienste immer die gleiche Wirkung wie der Segen des Papstes hat". Diese Predigt erschien im Drucke unter dem Titel: „Predigt am Festtage des heil. Johannes des Täufers, Schutzpatrons der Pfarre Sindelburg" (Wien 1782). Kaum erschienen, wurde die Predigt von der Gegenpartei auf das heftigste ange» fochten. Hub er erwiderte mit der Schrift: „Rechtfertigung meiner Iehre oon dem päpst- lichen Segen" (Nien 1753, s°.), nun aber war auch der Kampf eröffnet und Hub er
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Hibler-Hysel, Band 9
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Hibler-Hysel
Band
9
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
518
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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