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Hubmerhofer 379 Hudler
Feistriz. wo er sich angekauft, zurück
und lebte in stiller Abgeschiedenheit, er
den Kindern der Landleilte Unterricht im
Zesen und Schreiben, sie in weiblichen
Handarbeiten ertheilend. So lebten sie
dort lcinge Jahre und im Volke hießen
sie „Die heiligen Eheleute". Aus ihrer
Ehe stammte nur ein Sohn, Anton
Burkhard, spater gräflich Lodron'scher
Pfleger zu Gmünd, und erst dessen Sohn
Joseph Joachim, zuletzt k. k. Appel-
lationsrath zu Klagenfurt, erhielt von
Kaiser Franz I I . den Adel, von dem
sein Großvater durch einen Acl der Will»
kür und Ungerechtigkeit des eigenen Va-
ters ausgeschloffen worden war. Joseph
Joachim hatte das Prädicat von S on<
nenberg erhalten. Dieser Joseph ist
wahrscheinlich auch der Verfasser des
Werkes: „Prüfung aus der allgemeinen
Gerichts« und Concursordnung und den
nachgefolgten höchsten k. k. Rechtsverord«
nungen zum Unterricht und Nutzen der
Gerichtsbeamten und Ortsrichter . . . "
(Klagenfurt 1783. I . Kleinmayer. 8».).
Auch brach sich der wilde Sinn der Hub»
mershofer von Si lbernagel in ihren
Nachkommen. Einer ihrer Enkel. Ignaz
von Si lbernagel war ein Vater der
Armen, ein Wohlthater der Kirchen, hatte
im Schlöffe zu Ferlach, dessen Besitzer die
Si lbe rnagel waren, eine mit Heilig«
thümern reich geschmückte Kapelle errichtet
und die Curatie Weidisck gestiftet. Kaiser
Franz zeicknete den frommen Mann
durch die große goldene Civil'Verdienst»
medaille aus und erhob ihn spater in
den Freiherrnstand.
Car inth ia (Klagenfmcer Unterhaltungsblatt,
4«.) 1837, Nr. 2 u. 3: „Lebensbilder aus der
Vergangenheit. Johann Hubmershofer". Von
Hermann. ^E6 ergibt sich somit, daß die
Hubmerhofer von Sonnenberg (gea<
delt l790) und die Huebmershofer oon
Silbernagel (geadelt 1735) nur zwei Aeste eines und desselben Stammes sind. Hermann
in der eben citirten Quelle nennt den Obigen
Hubmershofer Johann, sein Enkel aber im
Majestälsgrsuche um Verleihung des Adels
ausdrücklich Anton, daher auch letzterer
Name beibehalten wurde.) — Ritterstands'
D ip lom des I osep h Ioachim Hubmer»
hofer Nitter von Sonnenberg vom 23.
December 1790; — dasselbe der Gebrüder
Johann Mar t in , Johann Adam, Johann
Valent in und Georg Gotthard Hueb-
mershoffen von Si lbernagel vom 1:>.
Februar 1738. — Wappen der Hudinechoser
von Soitucnberg. In Vlau ein hoher schroffer
Berg. über dessen Spitze die goldene Sonne
sich erhebt und an desscn Fuß aus grüner Erde
ein Nosrnstock mit drei Rosen, alles in natür«
lichec Farbe, heruorwächst. Auf dem Schilde
ruhen zwei zueinandergekehrte gekrönte Tur»
nierhelme; aus der Krone des rechten Helmes
erheben sich zwei blaue Flügel, denen die gol-
dene Sonne eingestellt ist, aus jener des linken
zwei silberne Büsselhorner, zwischen denen der
beschriebene Rosenstock mit den drei Rosen sich
erhebt. Die Helmdecken sind rechts und links
blau. rechts golden, links silbern unterlegt. —
Wappen der Huelimerstisffen voit Silhernagel.
Quadrirter Schild, l u. 4: in Gold ein hinter
einer eröffneten Berggrube emporsteigender
Knappe, mit schwarzer Kappe auf dem Kopfe,
in schwarzem Kleid mit gleichem Gürtel, vorn
mit silbernen Knöpfen, der in der linken gegen
die Vrust geneigten Hand einen eisernen Spreng»
Hammer, in der emporgehobenen rechten einen
silbernen Nagel an der Spitze emporhält; 2 u.
3: in Noth ein imf grünem Nasen nach innen
schreitender silberner Strauß, der einen golde-
nen Ring mit blauem Saphir im Schnabel
hält und auf dem Haupte eine goldene Krone
trägt. Auf dem Schilde ruht ein rechtsgekehrter
gekrönter Tumierhelm, aus dessen Krone zwi»
schen zwei offenen, die Sachsen nach innen
gekehrten, der rechte oben Gold und unten
schwarz, der linke oben roth und unten Silber,
quergetheilten Flügen der rechtsgekehrte ge»
krönte silberne Strauß von 2 und 3 heraus'
wächst. Die Helmdecken sind rechts golden
und schwarz, links silbern und roth.
Hudler, Anton (Musiker, geb. zu
Zwettlin Niederösterreich 7. März 1784,
Todesjahr unbekannt). War ein Schüler
Anton Edler's und wurde am 1. Jan-
ner 18i4 k. k. Hofpauker. Er bildete
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hibler-Hysel, Band 9
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Hibler-Hysel
- Band
- 9
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 518
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon