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auch seinen Sohn in seiner Kunst aus.
Dieser letztere vervollkommnete das I n
strument in sehr zweckmäßiger Weise. Er
brachte eine Vorrichtung an. mittelst wel»
cher es möglich ist, alle Schrauben der
Pauke mit Einem Zuge anzuziehen, wo
durch eine vollkommene reine Nmstim»
mung des Instrumentes augenblicklich
erzielt wird. Auch werden dadurch die
Felle ungemein geschont.
Allgemeine Wiener Musik > Zeitung,
herausn. von Aug. Schmidt. 1842. Nr. 29.
— Universal.Lerikon der Tonkunst. Aw
gefangen von Dr. Julius Schladebach, fort»
gesetzt von Eduard Bernsdorf (Dresden !8öi,
Schäfer, ar. 8°.) Bd. I I , S. 45?. - Gaßner
(F. S. Dr.). Universal<3erikon der Tonkunst.
Neue Handausgabe in einem Bande (Stutt«
gart 1849, Franz Köhler. Ler. 8".) S. 444. —
Schil l ina (G. Dl.), Das musikalische Europa
(Speyer 1842, F. C. Neidhardt. gr. 8".) S. 174
fnach diesem geb. 17. März 1784).
Hueber, Andreas Oswald, siehe
S. 384 in den Quellen Nr. 1.
r, Anton (gelehrter Piarist,
geb. zu Horn in Niederösterreich 4686,
gest. ebenda 16. September 1777). Trat
im Jahre 1714 in den Orden der from»
men Schulen, in welchem er den Satzun»
gen desselben gemäß Unterricht ertheilte.
Er versah das Lehramt an mehreren
Orten und stand dem Iosephinischen Col>
legium 9 Jahre als Rector vor. Auf
seine Vorstellung wurde die Trennung
der österreichischen Ordensprovinz der
Piaristen von der böhmischen durchge-
führt und er im Jahre 4748 erster Vor-
steher der ersteren. 9 Jahre versah er
die Stelle eines Provinzials und eben so
viele Collegien für fromme Schulen stif-
tete er in der neuen Provinz. Im Jahre
4760 wohnte er dem Generalcapitel sei»
nes Ordens in Rom bei und erwirkte die
Trennung der frommen Schulen des
schwäbischen Kreises von jenen in Böh- men und Oesterreich, so daß der schwä»
bische Kreis für eine besondere Ordens»
Provinz erklart und mit einem eigenen
Provinzial versehen wurde. H. schrieb
neben anderen Werken in lateinischer
Sprache eine Geschichte der österreichischen
Ordensprovinz der frommen Schulen, die
aber gleich den übrigen Arbeiten seiner
Feder Handschrift geblieben ist. H. er-
reichte das hohe Alter von 91 Jahren.
Schall er (Iaroslaus), Kurze Lebensbeschrei-
bungen jener verstorbenen gelehrten Männer
aus dem Orden der frommen Schulen, die
sich durch ihr Talent. . . ausgezeichnet haben
(Prag l7!)9. Franz Gerzabek. 8«.) S. 139.
Hueber, Blasius (Landmesser,
geb. zu Oberperfus in Tirol 4. Fe-
bruar 4733, gest. zu Inz ing 4. April
4844). Gleich seinem Lehrer, Peter
An ich M . I, S. 41), Bauerssohn, von
acht Kindern das jüngste, der, obgleich
bereits erwachsen, nur nothdürftige
Kenntnisse im Lesen und Schreiben besaß
und erst durch Anich's und des Jesuiten
Wein hart Unterricht eine bessere Bil-
dung erhielt. Anich hatte nämlich für
leine Arbeiten einen Gehilfen nöthig
gehabt und die Wahl war auf Hueber
gefallen. Als Anich im Juni 4763 mit
seinem Schüler H. die zur weitern Bear»
beitung seiner Karte nöthigen Vermeffun-
gen in der Gegend von Botzen fortsetzen
wollte, erlagen beide den schädlichen
Einflüssen des Klima's im Etschthale und
durch Krankheit ging für sie das Jahr
4763 verloren. Da die Kränklichkeit
Anich's nicht weichen wollte, setzte Hue-
ber im Mai 1766 allein die Vermessun-
gen im Etschthale fort und schon wenige
Monate später (4. September 4766)
starb Anich im Alter von 44 Jahren.
Die Hoffnung der Stände, eine Karte
Tirols zu erhalten, war durch Anich's
Tod vollends gesunken, als Hueber
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hibler-Hysel, Band 9
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Hibler-Hysel
- Band
- 9
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 518
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon