Seite - 382 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hibler-Hysel, Band 9
Bild der Seite - 382 -
Text der Seite - 382 -
Hueber 382 Hueber
Kirch ebner. Sie ist nach dem
stabe der großen tirolischen ausgeführt,
erschien aber erst im Jahre !783 im
Stiche unter dem Titel:
6/
276Z"; den Stich dieser
Karte hatte auch Mansfeld besorgt.
Der Vermessung von Vorarlberg folgte
jene der Landvogteien Ober» und Nieder»
schwaben. Im Iahie 1780 verfertigte
H. ein kleines Kärtchen von Tirol, wel-
ches durch seine Reichhaltigkeit und
Genauigkeit auch schätzbar ist. Dasselbe
ist nie abgesondert erschienen und befindet
sich dem Werke:
druc.^ 1780^i-2.ttn6i-, 8".), angeschlossen.
Spater wurde er zu verschiedenen Grenz-
berichtigungm, als zwischen Tirol und der
Grafschaft Werdenfels und zur Vermes-
sung von Feldern, Waldungen, auch
größerer Gebiete, als im Jahre 1792
der gräflich Wolken
stein'schen
Güter im
Vorarlbergischen, verwendet. Hueber's
chorographische Arbeiten zeichnen sich
durch Genauigkeit und Reinheit der
Darstellung aus. Als seine Karte von
Tirol im Jahre 1774 erschien, war
sie in wenig Jahren vergriffen und
stieg auf das Doppelte und Drei-
fache ihres anfänglichen Preises. Diese
mannigfachen Verdienste des schlichten Bauers blieben nicht unberücksichtigt.
Nicht allein wurde ihm ein lebens<
länglicher Gnadengehalt angewiesen, die
Kaiserin verlieh ihm auch mit Diplom
vom 20. December 1771 die Siegel-
Mäßigkeit und mit Allerh. Tntschließung
vom 13. April 1772 die goldene Ver-
dienstmedaille. Sein Bildniß wurde im
physikalischen Cabinete zu Innsbruck
aufgestellt. Hueber erreichte das hohe
Alter von 80 Jahren. Er war zweimal
verheirathet. um 1769 mit Magda-
lena Kremser, nach ihrem Tode, um
1790, mit Magdalena Raich, welch'
letztere ihn überlebte; aus beiden Ehen
besaß er 19 Kinder, von denen 11 noch
lebten, als erstarb. Ein Sohn Johann
wurde Maler ^s. d. S. 384 in den Quel»
len Nr. 4^, ein anderer, Magnus^ aus
erster Ehe, starb im April 1836 im Alter
von 83 Jahren und war der Letzte dieser
berühmten Oberperfuser Geodätenfamilie.
Magnus widmete sich der Kunst, die
sein Vater ausgeübt, und nahm mit
Anton Kirch ebner in den Jahren
1792 und 1793 die Markgrafschaft
Burgau in drei Mappen auf, welche dem
Oberamte Gunzbnrg übergeben wurden.
Sonst ließ er sich bei Theilungen und
Gütervermefsungen in seiner Heimat
verwenden svergl. über ihn: Volks» und
Schützenzeitung (Innsbruck, 4".) 1836,
Beilage stl) zu Nr. 31^. Ein Bruder
des Blasius, Andrä Hueber, war
ein geschickter Baumeister und starb
zu Kitzbühel in Tirol im Jahre 1808
svergl. Staff ler, Tirol, I, 873^.
Archiv für Geographie, Historie. Staats» und
Kriegskunst (Wien. 4°.) Jahrg. 18i6, Nr. 53.
36. 39, 6<», 63, «6. ?5, 76: „Lebensgrschichte
des Blasius Hurber", von Hofrath Andr. Alex.
dc Paul i . — Staf f ler (Ioh. Iac.), Das
deutsche Tirol und Vorarlberg, topographisch
mit geschichtlichen Bemerkungen (Innsbruck
!847, Fel. Rauch, 8".) Bd. I, S. 385, 353. —
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hibler-Hysel, Band 9
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Hibler-Hysel
- Band
- 9
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 518
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon