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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hibler-Hysel, Band 9
Seite - 385 -
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Sueber 383 Hueber im Jahre 1836: „Wildbad Gastein", beide Oelgemälde seiner Hand, zu sehen. sKata» log für 1835. S. 11. Nr. 37; sür 1836. S. 13, Nr. 80.^ — 6. Johann Naptist Hueber (Maler. qeft. zu Briren 1690). Ist aus Neustift bei Briren gebürtig, bildete sich in Nom nach Salvator Nosa und kehrte alsdann in seine Heimat zurück, wo er an verschiedenen Orten malte. Eine fehl- geschlagene Heirath veranlaßte ihn in dcn geistlichen Stand zu treten. H. wurde Dom« bcnefiziat zu Briren und starb als solcher. H. war Maler und Zeichner. Von seinen Gemälden befinden sich mehrere im Kloster« gange des Augustiner« Chorherrenstiftes zu Neustift bei Briren, welche die Tugenden der Canoniker vorstellen. Die neun Bilder in der Kirche zu Haselricd im Pustcrchale, Scenen aus dem Leben des Heiligen Johannes des Täufers, schreibt Anton Rösch man ihm zu. Sein Bild, die „Grabuorstellung". für die D.'Mkirchc zu Briren, welches von Künst> lern als ein herrliches Werk bezeichnet wurde, ward in Folge eines Verbotes von derglei« äien Vorstellungen uerliichtet. Die Kupfer- stichsammlung der Innsbrucker Gymnasial» biblioihek enthält zwei Blätter, deren erstes mit ^. N. I I . , das andere mit ^ok. Va.pt. liuedoi- äol., 13. Xilian soulx. bezeichnet ist. lTirolischcs K ünst ler< Lerik on (Inns. druck 1830, Felician Rauch. 8«.) S. 100. — Tschischka (Franz), Kunst und Alterthum in dem österreichischen Äaiserstaate (Wien 1830. Friedr. Beck, 8°.) S. I^U, 154. 155, 36«. — Die Künstler aller Zeiten und Völker. Begonnen von Prof. Franz Mül ler , fort« gesetzt von Or. Karl Klunzingcr (Sturt» gart 1837. Ebner und Seubert. ar. 8°) Bd. I I , S. 4li.) — 7. Joseph Nenedict Hueber. im Salzburgischen gebürtig, lebte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und trat 1799 zu Murau in Steiermark in fürst» lich Schwarz cnb ergischc Dienste. Ergab heraus: „Topographische Beschreibung der Landschaft Lungau im Fürstcnthume Salz^ bürg" (Salzburg 178«. mit 1 Kupf.. i>°.), welche früher noch in Lorenz Hübner's „Physikalischein Tagebuch für Freunde der Natur" (Jahrg. I I I , 1. und 2. Quartal) abgedruckt stand. ^Vaader (Element Alois Dr.), Das gelehrte Baiern (Nürnberg und Sulzbach 1504, Seidel. 4".) Erster (und ein« ziger) Band. Sp. 534. — Meusel (Ioh. Georg), Gelehrtes Teutschland. 3. Ausgabe, Bd. I I I , S. 764.) — 8. Joseph Christoph v. Wurzbach, biogr. Lexikon. IX. ^Gedi Hueber (Arzt, geb. zu Preßburg. Gebutts. jähr unbekannt, gest. um 1770). Dieser aus Preßburg gebürtige Deutschungar lebte als Arzt zu Regensburg und hat außer der „I)i8i>srt2.tio ina-u^ui-HÜs 6s auro vsFstaoili I>anliauiacl" (I-Ialks NaFäsdui^ 1733, 4".) noch mehrere Schriften anormm herausgege» ben, welche jedoch in keiner der unten ange« gebenm Quellen verzeichnet stehen. ^Baader (Clrment Alois). Das gelehrte Baiern (Nürn< bcrg und Sulzbach 1804, Seidel, 4«.) Erster (und einziger) Band, Sp. 534. — ^7-^,/ l 5.4/e^l'u^, ^Ibmoi-il», 11uu,3aroru.in 6t?i-ovin- d!>.Iiuni l>ci-iptiL Läitiä uotoruiu (Vieullao 1776, ^ut. I.c)6^ve, 8v.) I'oln. I I , 8. 170 sonach diesem heißt er Johann Christoph). — Bal lus (Paul v.), Preßburg und seine Umgebungen (Preßburg 1523, Schwaiger und Landes, l>o.) S. 175 ^nach diesem heißt er Joseph Christoph Hubcr). — Meu< sel ( I . G.), Lerikon der vom Jahre 1730 bis 1800 verstorbenen teutschen Schriftsteller (Leipzig lL06. Gerh. Fleischer d. j . , 50.) Bd. V I , S. 162.^ - 9. Mar ia Hueber (Ttifterin der Schulschwestrrn zu Briren in Tirol, geb. ebenda 22. Mai 1653, gest. 31. Juli 1703). Die Tochter eines Brirener Bürgers, die ihren Vater in frühester Kind« heit verlor. In erster Jugend bereits ent» wickelte sich in ihr eine besondere Hinneigung zur Askese, die mit dcn Jahren immer mehr zunahm. Als Kindesmagd arbeitete sie in Botzen, Innsbruck, Salzburg und unterzog sich mit beispielloser Geduld den beschwer» lichsten Diensten. So wurde sie auch in ihren Verzückungen, wie Beda Weber ver- sichert, schwebende Jungfrau (!). Nach Briren zurückgekehrt, pflegte sie ihre alte kranke Mutter und als diese fast hundertjährig. 1696, starb, fand sie bei der verwitweten Gräftn 'Enzenbcrg in Brin'n gastliche Aufnahme. Nun wurde sie mit dem ?. Isidor Kirnigl bekannt, der auf einer Reise in Italien in Nom einen Frauenverein kennen gelernt hatte, dessen Mitglieder unter einem Beichtvater aus dem Franziäl.'anerordcn stehend und als Drittordensschwestern in freiwilliger Ent< haltsamkeit zusammenlebend, sich damit ab« gaben, junge Mädchen in der Religion und Andacht zu unterrichten. Nach Briren zurück« gekchrt, theilte er. was c'.- gesehen, der Maria Hueber mit und munterte sie auf, einen ähnlichen Verein zu stiften. Mar ia unter« nahm es und hatte — im Lande Tirol — für ihr frommes Beginnen schwere Verfol< 2. Der. 1862.) 23
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Hibler-Hysel, Band 9
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Hibler-Hysel
Band
9
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
518
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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