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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hibler-Hysel, Band 9
Seite - 391 -
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Auebmer 39l Hübnev Westen flößen, cm der östlichen Seite der Höhe in die Thäler hinabzueilen. Es wäre noch Manches von den genialcu Anläufen und Ausführungen dieses schlich ten Bauers zu berichten, aber schon das Streben, möglichst klar zu werden, ließ uns die uns gezogenen Grenzen etwas überschreiten. So hat H. eine unwirth bare und von Bären, Wölfen. Luchsen und anderem reihenden Gethier bewohnte Wildniß urbar gemacht, in eine nutzbare wohnliche Gegend umgestaltet. Noch mehr, den in seinen Diensten stehenden Holzbauern widmete er auch seine Auf» merksamkeit. Wie er, hingen auch die meisten von ihnen der protestantischen Kirche an. Das nächste Pastorat Mitter- bach be'. Mariazell in Steiermark ist N Stunden von den Schwemmwerken entfernt und der Pastor nur im Stande, ein paar Mal im Jahre nach dem Naß- walde zu kommen. Da baute H., als er vermögend geworden war, mitten im Naßwalde — 240k Fuß über dem Meere — ein Bet» und Schulhaus und besoldete den Pfarrer aus eigenen Mitteln. Am Durchschlage stiftete er eine zweite Schule, wo er gleichfalls einen Lehrer auS eigenen Mitteln bestellte und dadurch ermöglichte, daß die Kinder der Holzknechte den nöthi» gen Unterricht erhielten, dessen theilhaftig zu werden Bauer Huebmer nicht so glücklich gewesen. Huebmer, ein Mann aus dem Volke und ein Wohlthäter des- selben — man nannte ihn allgemein nur den Vater der Gegend, in der er schuf — starb allgemein tief betrauert im Alter von 78 Jahren. Ein Stein auf seinem Grabe gibt Nachricht den spätesten Enkeln von seinem rastlosen. opfervollen und segensreichen Wirken. Donau «Zeitung (Wiener polit. Blatt, F»l.) Jahrg. iWli, Nr. «2. 67.. 70—72: „Georg Huebmer und seine Schöpfungen in den Ur< Wäldern Niederösterreichb". — I l lust r i r te^ Zeitung (Leipzig. I . I . Weber). Bd. V I I I (<847). S. 88: „Die Holzknechte in Nieder« österreich. I I . Ein Mann aus dem Volke" »int H,'s Porträt. Ansicht des H.'schen Durch- schlages bei Geschaid und seines großen Holz« aufzuges). — Raffelsberger, Geograph:» sches Lexikon deS Kaiserthums Oesterreich, Nd. IV, S. 1«?7, im Artikel Naßthal. - Oesterreichs Wa lha l la (uon Triml) (Wien i84i), A. Pichlrr's Witwe. 12«.) S. 8l und «0. — Meyer (I.), Das große Conuer- sations-Lerikon für die gebildeten Stände (Hild« burghausen, Bibliographisches Institut, gr.8".) I I I . Suppl. Band. S. 45«5. — Gallerte denkwürdige Persönlichkeiten der Gegenwart, stach Originalzeichnungen, Gemälden, Sta- tuen und Medaillen (Leipzig. I . I . Weber, Fol,) Bd. I , S. 40 ^uf Tafel XI.VI H.'s Porträt). — Porträt. Ein im Holzschnitt aus- geführtes, in der oben bezeichneten „Illustrir- tm Zeitung" — auch soll eme Radirung uon Stöber vorhanden sein. — Grabdenkmal. Seinen Grabhügel auf dein stillen schönen Friedhofe mitten im Naßwaldr deckt ein Stein mit folgender Inschrift: Ruhe sanft uon Dei- nes Tagwerks Last und vitze! > Ob auch Deine Hülle modert. > Bleibt doch Dein Name unver« grhlich und theuer Allen, > Denen Du Vater, Freund, Tröster und Rathgeber warst, l Un» aublöschlick in diesem Thale. Z Eingegraben in des Vergcö Tiefen, ! Geschrieben in den Wäl- dern rings umher > Und segnend dankend ruft einst noch der Enkel Stimme: l Hicr ruht Georg Huebmer. > Geboren den l t . April l7!»5, ! Gestorben den 20. März 1833. Hi'lblier, AlexanderFreiherr (Staats« mann, geb. zu Wien 26. November l8 l l ) . Die Studien beendete H. an der Wiener Hochschule, darauf besuchte er Italien, wo eben die Zustände sich wie- der bedenklich zu gestalten begannen, und trat. als er 4833 nach Wien zurückkehrte, n der Staatskanzlei in den Staatsdienst. H. wurde alsbald zu Arbeiten im Cabi« nete des Staatskanzlers verwendet, und erhielt seine erste Anstellung bei einer Gesandtschaft, als Graf Apponyi l837 nach Paris ging und H. dessen Gefolge beigegeben wurde. Nach einjährigem Auf« enthalte in Frankreich berief ihn Met»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Hibler-Hysel, Band 9
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Hibler-Hysel
Band
9
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
518
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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