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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hibler-Hysel, Band 9
Seite - 402 -
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Hügel 402 Hügel nym Karl Graf von Strengschwerdt gab er mehrere politische Flugschriften heraus, und zwar.- „Beurtheilung des Schreibens vom 30. September 1?93 an den Grafen von West phal vom Herzog von Braunschweig" (Regens bürg 1796, 8<>.); — „Commentar und Beur Heilung der Erklärung des Königs von Preu> ßen den 2. September 1795 an den fränkischen Kreis" (ebd. 1796. 8".); — „Prüfung des Gut. achtens, die Uebeigabe von Mannheim betref- fend" (Beyreuth 1796. gr. 8°.); — „Beurthei« lung der Note des Grafen von Görz vom 13. September 1795 an den Reichstag in Regens- burg" (Regensburg 1798, gr. 8«.). Hügel, Karl Alexander Freiherr (Re i- send er und Major in der k. k. Armee, geb. zu Regensburg 23. April 1796). Bruder des Vorigen, studirte 1811 in Heidelberg die Rechtswissenschaft und trat alsdann in die österreichische Armee. Als Hauptmann zog er mit derselben in Paris ein, wurde dann der Gesandtschaft beigegeben, welche den König von Schwe» den zur Abdankung überreden sollte, bei welcher Gelegenheit er die drei nordischen Königreiche bereiste. Später kam er in das 5. HuSzaren-Regiment und mit die» sem zu der in Süditalien befindlichen Armee, darauf nach Südfrankreich, wo er den Posten eines Platzcommandanten zu Arles und Tarascon versah. Im Jahre 1821 nahm er an der Expedition nach Neapel Theil und blieb daselbst als Attache der österreichischen Gesandtschaft bis zum Jahre 1824. I n diesem Jahre trat er aus der Armee und widmete sich in Wien ausschließlich dem Studium der Naturwissenschaften und den Vorberei- tungen zu einer großen wissenschaftlichen Reise durch Europa nach Ostindien. 1830 trat er seine Reise an und begab sich nach England, von dort nach Frankreich, wo er in Toulon am 2. Mai 1831 mit dem .französischen Kriegsschiffe d'Assas abfuhr und nach kurzem Aufenthalte in Griechen- land und Kreta am 11. Juni in Alexan« drien anlangte. Von da fuhr er mit einem englischen Kauffahrer nach Cypern, schlug dann, lim Palmyra aufzusuchen, über Antiochien und Homs den Weg in die Wüste ein. Obgleich in diesen Gegen- den die Cholera wüthete, ließ sich H. nicht abschlecken, besuchte die Ruinen von Baalbeck, bestieg den Libanon und durchzog das Thal Beschorräs, wo ihn und seinen Diener die Cholera befiel. Letzterer erlag der Seuche. Erst nach mehreren Wochen war er, obwohl von der Krankheit noch erschöpft, im Stande seine Reise fortzusetzen und schiffte sich nach Beirut ein. Nach mehreren Fahrten durch Syrien und Palästina begab er sich endlich über Suez und Aden an den eigentlichen Zielpunct seiner Fahrt, nach Oftindien. Im Jahre 1832 traf er in Bombay ein. Von da begann er seine Forschungen im ehemaligen Mahratten^ reiche. Die eingetretene Regenzeit und das indische Waldsteber, von dem er befallen wurde, endlich die Verwundung durch einen großen Hund veranlaßten ihn, seinen Reiseplan zu andern, und die vor« gehabte nördliche Richtung aufgebend, schlug er die südliche ein. Er durchzog nun den größten Theil von Dekan, be< suchte das an alten Denkmalern über« reiche Bejavur, ging nach Goa, bereiste Mysore, bestieg die blauen Berge (Nil- Gerri), wanderte über Koimbattur nach der Küste Malabar, dann nach Kotschin, Travankore nach dem Cap Comorin und dem durch die Perlensischerei berühmten Tutticorin und nach Ceylon. Nach einem ünfmonatlichen Aufenthalte auf dieser Insel, die er nach allen Seiten durch» forschte, begab er sich nach der Küste Koromandel, von wo aus er Tranquebar, Pondichery, Karikal und Madras be> reiste. Von Madras aus befuhr er im October 1833, einen Antrag deS Capi«
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Hibler-Hysel, Band 9
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Hibler-Hysel
Band
9
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
518
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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