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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hibler-Hysel, Band 9
Seite - 405 -
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Mf 405 Hürth geübten Methode. Alle Pariser Blatter sprachen auf das Günstigste von diesem Ereignisse. Das ministerielle Organ „I^a Oliart« ä? 1830" vom 4. November 1836 aber meldet über diese Thatsache: «I^'ex- lg. ^snsion 8t. Viotor. ^ou3^ au dout i vitk par 06 nouv63.il pro- äe oet böpi-it novät^nr." Vortheilhafte Anerbieten, in Paris zu bleiben, schlug H. aus und kehrte 1837 wieder nach Wien zurück, wo er seine Schrift: „Ncne Methode für Multipliziren, NiMiren, Gnnürirrn. Nach deZZrn unlängst zn Pari3 erschienenem VerKe: „l,o culcul 83N8 cllilfrez", leichtfnZZlich bear- bnw" (Wien 1837, Heubuer, 8«.). her- ausgab. Unablässig bemüht, seine Me- thode zu vervollkommnen und zu veralt» gemeinern, fand er auch in Wien bei hochgestellten Personen Gehör und erhielt die Erlaubniß, nach zwei von.dem schön- sten Erfolge begleiteten Proben an der k. k. Universität über seiae abgekürzte Rechnungsmethl?de außerordentliche Vor- träge zu halten. Im Jahre 1839 eröff» nete er dieselben und unterrichtete meh» vere Cafsen« und Buchhaltungsbeamte in seiner Methode mit so günstigem Erfolge, daß dieselben nach 36 Vorlesungen selbst schwierige Rechnungen mit größerer Ver- läßlichkeit und in diel kürzerer Zeit zu lösen im Stande waren, als dieß nach den bisher üblichen Methoden der Fall war. Bis zum Jahre 1843 hielt H. seine Vorträge, im Laufe des letztgenannten Jahres mußte er sie Krankheit halber unterbrechen, um sie nie wieder aufzuneh» men, da er noch im Herbste dieses Jahres im Alter von 34 Jahren starb. H. war zum Theile ein Opfer seiner rastlosen An» strengungen geworden. Außer den bereits angeführten Werken hat H. noch heraus- gegeben: „Versuch einer 5y5tematiZchrn Vepich- nnng nnt> ij5ntMrrnlig genealogischer Verhält- ms5r" (Wien 1842. Mechitariften, 3er.8o.) — und „Nie Aechrnknnst nach neuen nnd Kür- znen Mrchllden nebst deren Anwendung unstatt der Uugarithmen, zur Zchnrllen Auflösung 5llwllhl kommerzieller cilZ auch iinanzieller, 'öKanminZcher, Statistischer u. m. a. AechnungsM'gkben, die bisher mit Wt'e der Ungarithmen aufgelöst um- den mussten". 2 Bände (Wien 184t, F. Ulrich, 8a.). I n Handschrift hinterließ er eine vollständige Bearbeitung seiner neuen Methode, wesentlich verbessert und den Münz.. Maß- und Gewichtssystemen der deutschen Bundesstaaten angepaßt. Wiener Zeitung l844. Nr. 8. — Neuer Nekrolog der Deutschen (Weimar, B. F. Voigt, kl. 80.) Jahrg. XXI (l843), S. 929. Hürth, Theobald (Musiker, geb. zu Land au 3. December 1793). Zeigte früh großes Talent für die Musik und bildete sich anfänglich im Flötenspiele, spater in jenem des Fagotts aus, worin er es zu solcher Vollendung brachte, daß er die Stelle eines ersten Fagottisten bei dem großherzoglich hessischen Hoftheater zu Mainz übernahm, 1818 begab er sich auf Klinstreisen, auf welchen er in den ersten Hauptstädten des Continents sich hören ließ und sehr gefiel. Im Jahre 1823 wurde er als erster Fagottist am Wiener Hof-Operntheater angestellt, 1833 Mitglied der Hofcapelle. und 1838 Pro- feffor des Fagotts am Wiener Conserva- torium der Musik. Seit Jahren ist H. mit der Ausarbeitung einer auf einen sechsjäh- rigen Lehrcurs berechneten Fagottschule be^ schaftigt. die zur Zeit noch Handschrift ist. Monatschrift für Theater und Musik. Heraus« gegeben vun Joseph Klemm (Wien, Wallis» hausser. 4«.) Jahrg. I (1855), S. 264 schreibt ihn unrichtig Hürt statt Hürth).
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Hibler-Hysel, Band 9
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Hibler-Hysel
Band
9
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
518
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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