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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hibler-Hysel, Band 9
Seite - 408 -
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Hüttenbrenner 408 Mttenbrenner Oertlichkeit, an welche sie gebannt sind, zu Grunde. An Hüttenbrenner, den Schüler Salieri 's, den Freund Beet- hoven's, in dessen Armen dieser musi« kalische Titane (26. März 1827. Nach- mittag 3 Uhr) stme Seele aushauchte*). Franz Schubert's. Aßmayr's, Gyro- wetz' u. A.. muß die Zukunft zahlen, was die Vergangenheit verschuldete. H üt- tenbrenner's Genius ist in musikali- schen Kreisen mannigfach gewürdigt wor» den. Während ihn die philharmonischen Gesellschaften in Kram, Kärnthen und Croatien, dann die Musikvereine in Gratz, Marburg und Ischl in ihren Kreis auf- genommen, hat ihn der deutsche Natio- nalverein für Musik und ihre Wissenschaft zu seinem Ehrenmitglied? ernannt. Ueber Anselm'S H. Familienverhältnisse siehe das Nähere in den Quellen. Uni Versal« 3 erikon der Tonkunst. Angefan» gen von Dr. Iul. Schladebach, fortgesetzt von Eduard Bernsdorf (Dresden, Schäfer, Ler. ö".) Bd. I I , S. 46t. — Gaßner F. S. I^r.), Universal «Lexikon der Tonkunst. Neue Handausgabe in einem Bande (Stutt» gart 1849. Franz Köhler, Ler. 8".) S. 448. — Allgemeiner musikalischer Anzeiger (Wien, Tob. Haslinger, s".) 1. Jahrgang (1829). F. 127; 2. Jahrg. (l830), S. 10. — Schil l ing (G. vr . ) . Das musikalische Europa (Speycr 1842. F. C. Neiohard, gr. 8".) 3. l?S. — Theater« Zei tung, herausg. von Adolph Bäuerle (Nien. 4".) 1835. Nr. 131; — Dieselbe, 1837, Nr. 163. — Oestcrreichische National» Encyklopädie von Gr äffer und Czi kann (Wien 1833. 8°.) Bd. V l , Supplement. S. 489. — Der Aufmerksame (Gratzer Unterhaltungsblatt, 4«.) Jahrg. 1823, Nr. 74 ftber H.'s Requiem in OuaoN). — Hoi« ni ay r's Oesterreichisches Archiv für Geschichte *) In einem an Herrn W. Thayer, Ton. künftler aus Boston, gerichteten Schreiben Hüitenbrenner'S, datirt: Hallerschloß bei Gratz 20. August 1860. welches Herausgeber dieses Lexikons einzusehen Gelegenheit hatte, befinden sich interessante Details über Beet» hoven's Tod. u. s. w. (Wien. 4".) 1823. Nr. 101 und 102, S. 630: „Das Todtenamt. Phantasie von C. G. v. 3." ^Dieses Phantasiespiel wurde durch ein Requiem Hüttenbren» ner's. am 16. Juni 1823 in der Kirche der barmherzigen Brüder zu Gratz aufgeführt, veranlaßt. Ich glaube nicht zu irren, wenn ich dm Ritter von Leitn er für den Ver> fasser halte, wenigstens deutet die Chiffer (5. G. v L. auf ihn hin.) — Ueber Hütten- lirenner's Familie. Anselm H. war mit einer Tochter des russischen Staatsrathes von Sichler ocrheirathet. Aus dieser Ehe leben drei Söhne und sechs Töchter. Von ersteren leben zwei Peter und Paul als pensionirte Hauptleute des Infanterie»Regi- ments König der Belgirr in Gratz; der dritte ist kais. Beamter daselbst. Von den Töchtern sind zwei an Hauptleute der kais. Armee ver» heirathet, eine an den Regimentsarzt Cackner, die vierte an den Bankier Novak in Gratz, zwei sind noch unvermält. Von Anselm's Geschwistern war Heinrich Professor der Rechte und belletristischer Schriftsteller, seiner Zeit ein fleißiger Mitarbeiter von B äuerl e's „Theater«Zeitung", eine Schwester war an den Major und Ritter des Maria Theresien» Ordens. Nartin Teimer Freiherrn von Wittml, eine zweite an den jüngst verstorbenen General'Major Andreas von ftichler verhei, rathet. Noch ein Bruder Anselm's, Joseph, lebt in Wien als pensionirter Adjunct des Staatsministeriums und diesem verdankt Herausgeber dieses Lenkons mehrere Einzel- heiten und das Verzeichniß von Anselm's Compositionen in der obigen Skizze. — In französischen und englischen Werken wird Hüttenbrenner öfter Hütten Brenner genannt. Einem größereu musikalisch «kriti- schen Aufsatze, betitelt: „Mozart. Beethoven, Hüttenbrenner und Schubert". entnehmen wir folgende musikalische Charakteristik Hüt- ten brenne r's: „H. ist, heißt es darin, gelehrter Musiker, ist Meister im Contra» punkt und in der Instrumentation; aber er ist nicht nur ein ausgezeichneter Harmo» niker, sondern auch ein von der wahren Weihe der Tonmuse beseelter Melodik er, ein Beherrscher der Cantilene. Zeugniß von seiner reichen Phantasie gibt insbesondere sein in Deutschland nun so seltenes Impro» visationstalent auf dem Pianoforte und auf der Orgel". — Als interessante Einzelheit sei hier bemerkt, daß. als am 7. März 182? der Sänger Vog l zum ersten Male
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Hibler-Hysel, Band 9
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Hibler-Hysel
Band
9
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
518
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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