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Schüler des trefflichen Cellisten I . Zim<
mermann und selbst ausgezeichneter Cellist,
der mit einer großen Kunstfertigkeit im Spiel
einen zarten angenehmen Ton und citier
seelenvollrn Vortrag, besonders im Adagio
verband. H. begann als erster Violoncellist
beim Theater in Pesth und ging zwei Jahre
später als solcher an jenes in Lemberg. Nach
einer im Jahre !820 nach Polen und Ruß
land unternommenen Kunstreise, folgte e>
j822 einem Rufe nach Prag als Professo,
des Violoncello an dem dortigen Conseroatv'
rium. Auch war H. Solospieler im kön
stand. Theater daselbst. Ausgezeichnet als
Lehrer, hat 5). mehrere tüchtige Schüler
gebildet, und besaß als Quartcttspieler einen
ausgezeichneten Nuf. Leider starb er in
kräftigen Alter von 46 Jahren Ob er auch
componirt hat, ist nicht bekannt. ^Allge
meine Wiener Musik.Z eitung 1842,
Nr. 2. — Gaßner (F. S. Dr.), Universal
Lexikon der Tonkunst. Neue Handausgabe
in einem Bande (Stuttgart 1849, Franz
Köhler. Ler. 8") S. 44«.)
Huff von Klllttersdorff, Karl Freiherr
sFeldmarschall < Lieutenant und
Ritter des Maria Theresien>Ordens, geb.
zu Na ms lau im preuß. Regierungs-
bezirke Breslau 1734. gest. zu Brunn
23. September l798). 16 Jahre alt.
erhielt er eine Fähnrichsstelle. Beim Aus-
bruche des siebenjährigen Krieges war er
Hauptmann und that wahrend desselben
Adjutantendienste, zuerst bei dem Prinzen
von Lothringen, dann beim Feldmar-
schall Daun. AlsOlmütz belagert wurde,
1738, schlich stch H. viermal mit gehei-
men mündlichen Auftragen durch die
feindlichen Posten in die Festung, fand
einen Weg, auf welchem eine 10l)0Mann
große Verstärkung in die Festung geseht
werden konnte und wohnte später der
Belagerung bei. bis sie von dem Könige
Friedrich I I . aufgehoben wurde, nach-
dem Daun dem Könige am 30. Juni den
großen preußischen Convoi bei Domstadl
weggenommen hatte. Huff ruckte zum
Major vor. Am 28. August 1760 brach der Prinz Heinrich plötzlich sein Lager bei
Görlitz ab. Es galt zu erfahren, was der
Prinz vorhabe, denn man vermuthete, er
wolle sein Corps mit jenem des Königs
vereinigen. Huff trug sich freiwillig an,
diesen Marsch zu recognosciren, und stieß
mit einer kleinen Abtheilung von 130
Reitern auf den Gegner, der nichts
geringeres vorhatte, als in forcirten
Märschen unsere Stellung zu umgehen.
Indem H. bei dieser Gelegenheit einen
Feldjäger mit Depeschen vom Könige
einbrachte und 63 preußische Reiter
überfiel und gefangen nahm, gab er
mit seiner Beute dem Feldmarschall die
Nachricht von seiner Entdeckung, worauf
Daun durch Abänderung seines Mar»
sches eine vortheilhaftere Stellung nahm
und die Absichten des Prinzen Heinrich
vereitelte. Als endlich im letzten Feldzuge
des siebenjährigen Krieges (l762) König
Friedrich Schweidnitz blockirte, das
unter Befehl des Generals O'Kelly bei
Burkersdorf stehende Corps zu vertreiben
'uchte und es auch wirklich schon so stark
bedrängte, daß Daun dem Corps Befehl
gab, sich mit Einbruch der Nacht zur
Hauptarmee zurückzuziehen, bewerkstel»
ligte H. diese Vereinigung ohne den
geringsten Verlust, indem er bei einer aus
reien Stücken unternommenen Reeogno»
'cirung entdeckte, daß der Feind auf
dem bei dem Schlöffe Köiugstein vorbei»
ührenden Wege bei Nachtzeit seine
Posten einzog, wornach auf diesem Wege
O'Kelly's Corps zur Hauptarmee stieß.
Für diese Waffenthaten wurde Huff
in der 9. Promotion (am 2t. Novem»
ber 1763) mit dem Ritterkreuze des
Maria Theresien>Ordens ausgezeichnet.
Am 13. März 1766 wurde H. von dem
großen Generalstabe in das I.Infanterie«
Regiment übersetzt, in welchem er am
24.December 1768 zum Oberstlieutenant,
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hibler-Hysel, Band 9
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Hibler-Hysel
- Band
- 9
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 518
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon