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Humbracht 418 Zumburg
war er in den Freiherrnstand erhoben
worden.
Hirten feld (I.), Der Militär«Maria There-
sieN'Orden und seine Mitglieder (Wien 1837.
Hof. und Staatsdruckerei. 4«.) S. 93, 1729.
— Oesterreichisches Militär<Conver<
sations'Lerikon (Wien 1830, gr. 8°.)
Bd. I I I , S. 283. — Freiherrnstands'
Diplom vom Jahre 1765. — «Zur Senca-
logie der Freiherrn von Snmdracht. Die
Hum bracht sind ein altes aus Rhein-
Hessen stammendes, ehedem in Frankfurt a. M.
ansäßiges, Adelsgeschlecht. Schon t430 wurde
ihm von Kaiser Sigismund Adel und
Wappen erneuert. Zu Anfang des 14. Jahr«
Hunderts finden wir es in Frankfurt a. M. und
wurde es gewöhnlich nach seiner Besitzung
„zum Schönstein" genannt. Zur Zeit blüht
es in zwei Speciallinien, wovon die ältere
in Oesterreich und PreuĂźen, die jĂĽngere seit
1765 freiherrlich in Oesterreich angesessen ist.
Die allere Linie stammt uon Friedrich
Max (gest. 1764). der frĂĽher kais. Oberst,
später Brigadier der Republik Genua war.
Der Stammvater der Mlgcrc« ist Hiero-
nymus August (gest. 1739). Bruder des
Friedrich Mar und fĂĽrstl. Waldcck'scher
Stallmeister. Sein Sohn ist der Oberst
Alexander August Ehristian ssiehe die
obige Lebensskizze^Z, der 1766 als Major mit
seinem Bruder Gottfried Eitel öudwig,
nachmaliger kais. Feldmarschall-Lieutenant,
in den Freiherrnstand erhoben wurde. Der
heutige Stand der Familie ist folgender:
Acltere Speciallinie. Oestrrreichischer Zweig:
Freiherr Ludwig Kar l (geb. 6. April 1786).
Enkel des obigen Friedrich Mar und
Sohn des Freiherrn Kar l Georg (gest.
1. September 1816). kais. Majors, aus dessen
Ehe mit DosephĂĽ gebornen von 5prmg zu
3l. Anna und Felsen heimb. Freiherr Ludwig
Karl (gest. 14. September 1862) war Senior
der Familie, Lehensträger des freiherrlich von
Humbracht'schen Antheils an dem Lehen
Alt«Stralenberg im Gebiete der freien Stadt
Frankfurt; k. k. pens. Gubernialrath und
Prooinzialdelegat zu Treviso. Aus seiner
Ehe mit AloisiĂĽ gebornen von Walther zu
Heröstenburg (geb. 5. December 1793, uer»
mält 21. Februar 1819, gest. S. November
1837) stammen zwei Töchter und ein Sohn;
Letzterer ist der Freiherr Otto Joseph
(geb. 11. Juni 1827), k. k. Kreiscommissär
derzeit zu Innsbruck in Tirol; Erstere sind: Gmma Theresia (geb. 20. Mai 1824) und
Ida Margaretha (geb. 29. Juni 1826),
vermalt (seit 29. April 1843) mit Angelo
Nitter von Varea Toscan, Deputirten bei der
Centralcongregation zu Venedig. Am 30. Sept.
1860 starb der Bruder des Freiherrn Karl
Ludwig, der Freiherr Kar l Sebastian
Friedrich (geb. 11. Juni 1789), k. k. Haupt'
mann in Penston Zu 2inZ; von einem zweiten
Bruder. Freiherrn Friedrich Ernst (geb.
5. Juli 1783. gest. 11. Mai 1830). lebt eine
Tochter. Iosepha (geb. 27. November 1827).
— Ueber den in Preußen ansäßigen Zweig
dieser älteren Speciallinie siehe das Gothaische
genealogische Taschenbuch der Freiherrlichen
Häuser auf das Jahr 1561, S. 329. —
JĂĽngere Speciallinie. Diese pflanzte des
Freiherrn und Obersten Alexander August
Christian's Bruder, der Feldmarschall'Lieu-
tenant Gottl ieb Ei tel Ludwig (gest.
4. December 1822), fort. Das- Haupt der»
selben ist Zur Zeit dessen Sohn Freiherr
Damian Ludwig Kar l Wilhelm (geb.
28. Mai 1787). aus dessen Ehe mit Apollonla
gebornen Rlobusser (gest. 1835) nur eine
Tochter, Friederike (geb. 1523). vorhanden
ist. Jüngst starben zwei Schwestern des Frei»
Herrn Damian Ludwig Karl Wilhelm,
u. z. Mar ia Johanna (geb. 15. Juli 1788.
gest. 28. Sept. 1861) und Grneftino Friede-
rike (geb. 29. Juni 1793. gest. 7. April 136l).
sKneschke(GrnstLudw.vr.). DieWappender
deutschen freiherrlichen und adeligen Familien
(Leipzig 1336, I . O. Weigel, 8«.) Bd. IH,
S.223.— Gothaisches genealogisches
Taschenbuch der freiherrlichen Häuser auf
das Jahr I8«l), S 364; l8l>I. S. 328; 1862,
5. 96 l; 1863. S. IX, 425 u. 1 l)76.) — Wappen.
Im rothen Schilde eine aus dem obern linken
Seitenrande des Schildes hervorkommende
rechts gekehrte Pranke eines silbernen Löwen,
welche einen nach oben und rechts gewendeten
goldenen Schlüssel aufrecht und etwas schräg«
rechts hält. Auf dem Schilde steht ein gekrön-
ter Helm. aus dessen Krone ein rechtssehender
silberner Löwe aufwächst, welcher in der Vor-
derpranke einen Schlüssel wie im Schilde hält.
Die Helmdecken sind roth und silbern.
HllĂĽlburg, Johann Nepomuk Ritter
von (Arzt, geb. zu StraĂźburg am
30.Iuli1731, gest. zuWien am21.No-
vember 1793). Trat nach beendetem me.
dicinischen Studium in die Praxis, ward
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hibler-Hysel, Band 9
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Hibler-Hysel
- Band
- 9
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 518
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon