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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hibler-Hysel, Band 9
Seite - 429 -
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Sunyovsky 429 Sunyovsky die berühmtesten Aerzte und Heilanstalten der Halbinsel kennen. Nach seiner Rück« kehr ernannte ihn der Kaiser zum k. k. LeibchirurguS. Nun blieb er in Wien als Arzt und Lehrer thätig. Als Fachschrift, steller veröffentlichte H. mehrere Werke und trat zuerst mit einer Uebersehung: „Grlnnternng ürr chimrgiZchen Lehrsätze de5 Hippotnlltes W5 dem Italikilischen des Bernhard <5lngn" (Wien 1777, Gräffer, 8o.). vor das gelehrte Publikum; nun folgten: „Mediciimch-chirurgische Neabachtungen über die neuere Geschichte der Chirurgie in den K. k. Staaten" (Wien 1783. ebd.. 8".); — „Medirinisch'chirnrgiZche Neoliachtungen nnt den Ansen dmch Gngland und Frankreich" (Wien 1783, ebd., 8".); — „Anweisungen zn chirur- gizchen Operationen" (Wien 1783, vierte Auflage 1808, gr. 8".); — „Teller die Püichtrn eines Wundarztes. Zlus dem Englischen de2 Zllriander Hamiltan übersetzt" (Wien 1790, Schaumburg, gr. 8v<). und mit seinem Freunde Johann A. Schmidt begann er die Herausgabe der „NilMthrk der neuesten medirimsch-chirargischen Nteratnr" (Wien 1791—1793. Blumauer. gr. 8".). welche mit deS 4. Bandes 1. Stück zu erscheinen aufhörte. Auch war er fleißiger Mitarbeiter an der Ienaischen Literatur« und Wiener Real«Zeitung, verließ aber spater ganz daS schriftstellerische Gebiet. In Handschrift find seine „ Grknlirunaen in der Ohirnrgie" und „Nellullchtnngen über die Spitäler HtulienZ" verblieben. Als Opera« teur war er ausgezeichnet und im Ganzen glücklich, aber ein paar Operationen, ungeachtet welcher die Operirten nicht zu retten waren, hatten ihn ängstlich gemacht und er wich später in zweifelhaften Fallen allen über Leben und Tod entscheidenden großen Operationen aus. Seine Charak« teristik als Mensch liefert in geistvoller Weise sein Freund und Fachcollege Schmidt in der dem Hndenkm Hun- czovsky's gewidmeten Rede. Der Tod ereilte ihn im schönsten Mannesalter von 46 Jahren, u. z. starb er in seinem Berufe an den Folgen einer Fingerverlehung. die er sich bei einer chirurgischen Operation zugezogen hatte. I n seinem Nachlaffe befanden sich kostbare Sammlungen von selbst verfertigten Präparaten, von Bü- chern, Mineralien, und da er ein großer Freund der Kunst war, von Gemälden und Kupferstichen. Schmidt (Ioh. Adam). Rede zum Andenken des k. k. Raths und Professors Hunczovsky (Wien, 1798). — Schlichtegroll (Fried« rich), Nekrolog auf das Jahr 1793 (Gotha 1803, Iustus Perthes, kl. 8".) Neunter Jahr« gang, 2. Vd. S. 299, — Oesterreichische National 'Encyklopädie. herausg. von Gräffer und Czikann (Wien 1833, 8".) Bd. I I , S. 666. — Hecker ( I . F. C.Dr.). Geschichte der neueren Heilkunde (Berlin i839. Enslin. s°.) S. 349. — E. M. Oet- tinger in seiner „LioUoArapkie bio^i-kpiii' yus« (LruxellLä 1834, stiZuou, I^ex. s".), S. 791. gibt den 25. Mai 4752 als H.'s Geburtstag an. — Oesterreichische Biedermanns-Chronik. Ein Gegenstück zum Fantasien» und Prediger-Almanach (Frei» heitsburg Mademie in Linz) 1783.8".) S. W4. — Salzdurger medi cinisch » chirur» gische Zeitung, redigirt von Harten» keil, 1798, Juni. — Ersch und Gruber, Allgemeine Encyklopädie der Wissenschaften und Künste, I I . Section. 12. Theil, S. 46. — Meusel (Johann Georg), Lexikon der uom Jahre 173U bis 1800 verstorbenen teut» schen Schriftsteller (Leipzig 1806. Gerh. Fleischer. 8°.) Bd. VI, S. 179. — Allge. gemeiner literarischer Anzeiger 18W, S. 1990.— Porträt. H. Füger i»., F. Wren t ««. 1792 (Schwärzt.. Fol.). — Aus Sun- yovskn'5 Lelien. Während seines Aufenthaltes in London wohnte H. einer öffentlichen Criniinaloerhandlung bei. Ein 1?jähriges Mädchen wurde des vorsätzlichen Kindes» mordes beschuldigt. eS war ihr nämlich im siebenten Monate ihrer Schwangerschaft wäh» rend einer Diarrhöe die Frucht entgangen; diese wurde dann vor ihr selbst todt aus dem Nachtstuhle hervorgezogen und versteckt. Einer der Geschwornen, den sich das Mädchen, die des TodeSurtheils schon gewärtig war, zu
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Hibler-Hysel, Band 9
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Hibler-Hysel
Band
9
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
518
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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