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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hibler-Hysel, Band 9
Seite - 432 -
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Hunfatvy 432 Zunfaivy auf eigene Kosten wissenschaftliche Reisen nach Deutschland und der Schweiz. Im Jahre 1842 wurde er Professor der Rechte am Collegium zu Käsmark, welche Stelle er bis zum Jahre 1848 bekleidete. Im Jahre 1848 zum Abgeord- neten eines Bezirkes des Zipser Comita» tes für den ungarischen Landtag gewählt, gab er nunmehr seine Lehrkanzel auf und blieb Mitglied der Nationalversamm- lung, bis dieselbe durch die kriegerischen Zeitereignisse gezwungen in alle Winde zerstob. Was seine Wirksamkeit als Depw tirter betrifft, so nennt ihn Levit« schnigg in seinem Werke: „Kossuth und seine Bannerschaft", in welchem er Hunfalvy's parlamentarische Thätig- keit ausführlich charaktcrisirt: „Den ein» zigen Volksvertreter im echten Sinne dieses Wortes". Seit 1849 wohnte H. in Pesth und beschäftigte sich ausschließ- lich mit literarischen Arbeiten. Dieselben bestehen aus publicistischen Aufsähen, Abhandlungen national« ökonomischen, geschichtlichen, philosophischen und lingui- stischen Inhalts; sind theils selbstständig erschienen, theils in gelehrten Fachwerken abgedruckt. Erstere sind: „Z/a^a?'e-a^<5 </s H^sF^e^s/Tm ilö>^n?/6ck", d. i. Die ungarischen Wechsel» und Handelsgesetze" ( 1843); — „^anockae ^ 6 ^ " , d. i. Ansprache an die Schulen (1847); — „^ öö>c»'H «m^a.?- es Fn« ssM 69^6- /tasonNaHH", d. i. Vergleichung der tür. kischen, magyarischen und sinnischen Wör> ter (Pesth 1883); — ^ 6 ^?-a") d. i. F'iN' nische Leststücke für jene. die sich mit dem Studium der sinnischen Sprache beschäftigen (Pesth 1862). Von seinen in Fachblättern erschienenen Abhandlun. gen sind anzuführen im „ seine „I>i62äHi leveiok, SW.", d. i. Dresdener Briefe, Rhapsodien, u. s. w. (1841); — «^u^äiäsL^ ^ 1 - 16W2686", d. i. Charakteristik des Thuky- dides (1842); — in den Schriften der Kisfaludy'Gesellschaft: „^.i-iLtotelsL köl- täs26t6«, d. i. Die Poetik des Aristoteles (1842) — und in den Schriften der ungarischen Akademie „Lokmann'S Fa« beln, aus dem Arabischen übersetzt". Die beiden magyarischen Zeitungen: „?68ti HirlÄp« und „?65ti Naxio" enthalten publicistische und national > ökonomische Aufsätze von H. Seit 1833 begann H. die Herausgabe der philologischen Zeit» schrift: „NaA^ar n^elvöLsst", h^ j . Magyarische Sprachwissenschaft, von der jährlich sechs Hefte ausgegeben werden und welche bis zur Zeit erscheint; obwohl auch andere magyarische Sprach« forscher an dieser Zeitschrift mitarbeiten, ist denn doch der Mehrtheil der darin ent. haltenen strengwiffenschaftlichen Aufsätze aus Hunfalvy's Feder. An der bei Gmich in Pesth im Jahre 1854 begon« nenen, unter dem Titel: „kön^vtarg. Ü6116N 63 KorQki«) d. i. Bibliothek der griechischen und römischen Classiker, erschei« nenden ungarischen Uebersetzung der alten Classiker im Vereine mit Ungarns nam» haftesten Schriftstellern betheiligt, eröff- nete er diese Sammlung mit der Ueber» setzung des Plato. Bereits im Jahre 1841 hat ihn die ungarische Akademie, im fol» genden Jahre die Kisfaludy.Gesellschaft zum Mitgliede ernannt. Gegenwärtig soll H. an der Bibliothek der ungarischen Akademie bedienstet sein. — Paul 's Bruder Johann (geb. 1820 zu Nagy- Szälok in der Zips) besuchte die Schu« len zu Käs mark. Misko lcz und Eperies und beendete seine Ausbildung auf aus- wartigen Hochschulen, zu Berlin und Tübingen. Nach seiner Rückkehr in die Heimat versah er einige Zeit ein Lehr»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Hibler-Hysel, Band 9
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Hibler-Hysel
Band
9
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
518
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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