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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hibler-Hysel, Band 9
Seite - 439 -
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Seite - 439 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hibler-Hysel, Band 9

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Hurban 439 Ourka und die Capitulation Görgey's, find bekannt. Im März erschien H. an der Spitze einer ansehnlichen Deputation, Abgesandte aus verschiedenen Comitaten Ungarns und darunter Kuzmäny, Stur und Zach, in Olmütz, wo er mit denselben am 20. März eine Audienz bei Sr. Majestät dem Kaiser hatte und die Bitte um Anerkennung der slova» tischen Nationalität vorbrachte. Noch folgten einige stürmische Ereignisse, in welchen H. eine Rolle spielte, endlich übergab er in Gemeinschaft mit Daniel Borik und Stur am 22. August 1849 dem Minister Bach ein Promemoria, worin die Grundzüge zu einer Ver» faffung für die Slovaken verzeichnet waren. Nachdem endlich die ungarischen Wirren beigelegt waren und die Ver- hältnifse es gestatteten, kehrte auch H. zu seiner Gemeinde in Hluboka, als deren Pfarrer er neuerdings bestätigt worden war, am 7. Juni 1850 zurück. Die ihm angebotene, nach Johann K o 5lä. r's Tode erledigte Predigerstelle in Pesth nahm H. nicht an; denn der feindselige Einfluß der wenngleich auf dem Schlachtfelde erlegenen Koffuthischen Partei war noch nicht gebrochen und konnte ihm nur sein priesterliches Amt verleiden. Bald darauf wurden schwere Anklagen und Beschuldigungen, sein Verhalten in den Jahren 1848 und 1849 betreffend, gegen H. erhoben, er sogar vom Amte suspen- dirt und in Untersuchung gezogen; aber im September 1850 erklärte das Gericht H. für schuldlos und er wurde am 4. November d. I . wieder in Amt und Würden eingesetzt. Seit dieser Zeit lebt H. ausschließlich seinem Berufe und literarischen Arbeiten. Im April 1831 begann er wieder die Herausgabe der periodischen zu Skalic ausgegebenen Schrift: „slovonsHs poklaäi na veäi, a Iitoiatnru«, d. i. Slavische Schätze für Wissenschaft, Kunst und Literatur, welche bereits in den Jahren 1846 und 1847 erschienen, durch die stürmischen Zeitereignisse des Jahres 1848 aber unterbrochen worden war. In neuerer Zeit — im August 1861 — unternahm H. eine Reise nach Deutsch, land, um der in jenen Tagen- zu Han« nover abgehaltenen Generalversamm« lung des Gustav Adolph«Vereines bei» zuwohnen. Die Umtriebe Hurban's und Compagnie und das Schattenreich der Slovakei nebst einigen Bemerkungen über die Palacty'sche Gleichberechtigung der Nationalitäten. Vom deutschen Michel aus der prasumtiven Slovakei (Wien 4850, Carl Gerold u. Sohn, kl.8«). — Hltte^söe^, Tapssui slovinöelc noviQär5lcF 2 koiiv6rLaöiii, d. i. Taschenwörterbuch für Conoersation (Prag 1880, Pospisil, kl. 8".) Theil I, S. 696. Hlltka, Friedrich Franz (Sänger und Tonsetzer, geb. zu Merklin in Böhmen 23. Februar 1762, gest. zu Berlin in der Nacht vom 9./10. De- cember 1803). Der Sohn eines Schul« Meisters; schon dieser, wie deffen jün« gerer Bruder Franz, beide leibeigene Müllerssöhne, hatten sich durch ihre musikalische Virtuosität emancipirt. Der Sohn Friedrich Franz sang mehrere Jahre in Prag in der Kreuzherrenkirche als Altist und während er daS Altstädter Gymnasium fleißig besuchte, bildete er sich unter Biaggio'S Leitung immer mehr im Gesänge aus. Als seine Stimme später mutirte, übte er sich im Tenor» singen. 1784 betrat er in Leipzig bei der Bondinischen Truppe zum ersten Male die Bühne, kam 1788 als Kammersänger zu dem Prinzen Heinrich zu Schwebt, spielte aber zugleich die ersten Liebhaber» rollen im Singspiel. Nun folgte er einem Rufe als churfürstlicher Kammersänger
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Hibler-Hysel, Band 9
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Hibler-Hysel
Band
9
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
518
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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