Seite - 441 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hibler-Hysel, Band 9
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kl. 8«.) Theil II) S. 55. — Dlab acz (Gott«
ftiedIoh.), Allgemeines historisches Künstler
Lexikon für Böhmen . . . (Prag 1815, Gottlieb
Haase, 4«.) Bd. I , Sp. 678 Mß t daselbst
einfach Franz und ist nach diesem bereits 1803
gestorben). — Neue Annalen der Literatur
des österreichischen Kaiserthumes (Wien, Doll,
4«.) I. Jahrg. (1807), Bd. I, Intelligenzblatt
des Monats Februar, Sp. 70. — Gerber
(Ernst Ludwig), Neues historisch'biographi«
sches Lexikon der Tonkünstler (Leipzig 1812,
Kühnel. gr. 80.) Bd. I I , Sp. 748. — Uni.
versa l 'Lerikon der Tonkunst. Angefangen
von Dr. Iul. Schladebach, fortgesetzt von
Eduard Bernödorf (Dresden, Am. Schäfer,
gr. 8«.) Bd. I I , S. 468. — Oesterreichi-
scher Zusch au er, herausgegeben von I . S.
Ebersberg (Wien, gr. 8".) Jahrg. 1838.
Bd. I I I , S. 960 l^ nach diesem geb. 8. August
1761). — Ersch und Grub er, Allgemeine
Encyklopädie der Wissenschaften und Künste,
I I . Section. 12. Theil, S. 154.
ßurkitwicz, Johann (ruthenischer
Schriftsteller, geb. zu Strzytki im
Somborer Kreise Galiziens 46. Jänner
1798). Sohn des griechisch-katholischen
Pfarrers zu Strzytki; nach beendeter
Normalclasse besuchte er 4809 das Gym>
nasium zu Sambor. 1818 schickte ihn
sein Vater nach Lemberg und nun began«
nen für H. die schweren Lehrjahre. Sein
Vater, der eine zahlreiche Familie zu
ernähren hatte, konnte den Sohn nicht
unterstützen und um also die Studien
fortsetzen zu können, ließ sich H. hie und
da von Zeit zu Zeit als Diurnist ver>
wenden. Hatte er ein Jahr als solcher
geschrieben, so sehte ihn das Ersparte
in den Stand, ein Jahr zu studiren,
nebenbei ertheilte er noch kleinen Kindern
Unterricht. So war es ihm gelungen,
1819 die philosophischen Studien zu
beendigen, worauf er bei der galizischen
Staatsbuchhaltung als unentgeldlichcr
Prakticaur eintrat und in stufenweiser
Vorrückung es bis 1848 zum Rechnungs-
rathe brachte. Die Muße seiner amtlichen
Thätigkeit verwendete H. mit einem bemerkenswerthen Eifer zu humanistischen
Zwecken für denVolksstamm. dessen Sohn
er war. DaS Stauropigmianische Institut
ist ein von der griechisch-katholischen Geist,
lichkeit in Lemberg geleitetes, zur För.
derung humaner und geistiger Zwecke
der ruthenischen Bevölkerung Galiziens
bestimmtes Institut. I n dieses trat H.
1829 als Mitglied ein, warf das bis-
herige patriarchalische, für die Ent>
Wickelung des Vereins wenig from«
mende Rechnungswesen um, führte eine
geordnete Caffe«, Bück» und Verschleiß«
Verwaltung ein, leitete persönlich meh-
rere Jahre den Bücherverschleiß, die
Buchdruckerei und steigerte nach allen
Richtungen und vornehmlich nach der
pekuniären die Ergebnisse deS Institutes.
Als sich im Jahre 1848 in Lemberg
neben anderen legalen und revolutionären
Genossenschaften auch der ruthenische
Nationalrath bildete, trat H. als Mitglied
in denselben ein und stellte am 17. Mai
1848 den Antrag zur Bildung der
K2.U0KI, ruLka iQktioa.) eines Vereines,
der durch Verbreitung gemeinnütziger
und wohlfeiler Bücher die Hebung der
ruthenischen Sprache und Literatur be«
zweckte. Aehnliche Vereine zur För«
derung des geistigen Elements der
slavischen Volksstämme im Kaiserstaate
hatten bereits in Prag, Ofen und A'gram
sich gebildet. H.'s Antrag wurde ange«
nommen und der Verein trat in's Leben.
Wie im Stauropiginianischen Institute
übernahm H. auch bei der ruska matiaa
das Rechnungswesen, er verstand es,
Institut und Verein durch Verknüpfung
der wechselseitigen Interessen einander
nahe zu rücken und war für die Hebung
der Natioa so thätig, daß dieselbe, die
bei ihrem Entstehen auch nicht über
die kleinste Summe zu verfügen hatte,
in wenigen Jahren (1833) ein Vermögen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hibler-Hysel, Band 9
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Hibler-Hysel
- Band
- 9
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 518
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon