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449 Arssär
hatte ihn schon 4836 mit dem Nischani
Iftihar in Brillanten ausgezeichnet.
WeiĂź von Starken fels (Victor), Die k. k.
orientalische Akademie zu Wien (Wien 1839,
C. Gerold). S. 70. — Oesterr ei chi scher
Zuschauer, Herausa, von I . S- Ebers-
berg (Wien. gr. 8<>.) Jahrg. 1837. Bd. I I ,
S. 772. — Noch sind mehrere Ungarn des
Namens Huszar in einer und der anderen
Weise mehr oder wenigerdenkwĂĽrdig.- 1. Eolo-
man (Kälmän) H., ungarischer Edelmann,
der am 9. Juli 1800 zu Böny im Raaber
Comitate starb und durch sein Testament
sich selbst das schönste Denkmal im Herzen
seines Volkes gescht hat. I n Punct 5 deö.
selben heißt es: „Nachdem eö das größte
Verbrechen eines ehrenhaften Menschen wäre,
seiner Religion und der nationalen Institu«
tionen seines Vaterlandes zu vergessen.- so
vermache ich der Papaer reformirten Haupt-
schule 20.000 ft.; dem Fonde dcr ungarischen
Akademie 10.000 fi.,- dem Pensionsfonde des
„ Pesther ungarischen Nationalthcaters 10.000 fl.;
dem Fonde des Bönyer reformirten Eonven«
teö endlich 10.000 fl. ö. W." Ueberdieß
wies H. die erforderliche Summe an zum
Ankaufe eines Hauses, in welchem die Armen
der Ortschaft Böny unentgeldlich untergebracht
werden sollen. sPester Lloyd 1860. Nr. 1«l,
in der Rubrik „Tagesnmigkeiten".) —
2. David Hussär, welcher im 16. Jahrhun-
dert lebte, verfaĂźte die erste ungarische
Nebersetzung des Heidelberger Catechismus,
eines bereits höchst seltenen Büchleins. Da
der darin vorherrschende Szalader Dialect
Vielen nicht zusagte, veranstaltete Franz
Sz uräszi im Jahre 1604 eine neue Ueber-
tragung. — 3. Gallus H., der von Mehreren
fĂĽr den Vater des obigen David gehalten
wird, ist einer der ersten, welche die prote«
stantische Kirche in Ungarn eingefĂĽhrt. Er
soll Superintendent zu Drbreczin, dann zu
Ovar und Papa gewesen sein. Am lcht-
genannten Orte orrichtete er auf Kosten des
Edelmannes Törük von Gnnigh eine Dru-
ckerei, welche viele Jahre bestand. Von ihm
sind folgende Schriften: „Vpiütola aä Nul-
lin^Li'Uin I'j'ol. i'lFUi'lnum, in Mk inoQ5tliiu,
IIunFarikS clolinGHvit ätatum 1577"; —
„Osorüta, 1Iert2isFL2öIö2i6n8i5 8^no6i XI>
art,iculi8 cc>m^r6^6U22." (1377). H. ist auch
der Verfasser des noch jetzt gebräuchlichen
Liedes: „Ivöu^örä^iünlc 2,2 lätoimek s^eut
I.e^6u6^/. ." s^Ueber David und Gal lus:
u. Wurzbach, biogr. Lexikon. IX. ^Ged Ersch und Gruber, Allgemeine Encyklopä»
die der Wissenschaften und KĂĽnste, I I . Sert.
12. Theil, S. 201. — ^o?>ck^l,- ^?6Hitt^,
Ăś>Ihmoria. NnnF^rorum et ^i-oviueiaUuiii
äLlixtiZ eäitiZ uotoruui (Visnuao 1776, ^..
I.c)6>v6, 80.) Lom. I I , p. t8o.^ — 4. Jul ius
H. (geb. zu Tereske im Neogrnder Comitate
23. Februar 1838, gest. 18. Juni 1858), ent.
stammt einer alten katholischen Adelsfamilie
Ungarns. Sein Vater Kar l war Landtags«
Abgeordneter und ein vortrefflicher Redner, die
Mutter Mar ia eine geborne Terstyänszky.
Ju l ius studirte anfänglich in Pesth, besuchte
später das polytechnische Institut in Wien,
mußte aber seiner schwächlichen Gesundheit
wegen bald wieder nach Pesth zurĂĽckkehren.
Im Alter von 14 Jahren trat er im «H'6ls7-
lutai'" anonym mit dem ersten Gedichte auf,
aus welchem schöne poetische Begabung sprach;
diesem folgten bald mehrere unter seinem
Namen. Selbstständig erschienen von ihm:
„LeLsbi^ei", d. i. Erzählungen (Pesth 1837),
worin sich ein anmuthiges Erzählertalent kund
gibt. Aber schon im folgenden Jahre raffte
ihn, den erst 19jährigen, der Tod hin. ^l löl-
37 tu tär , d.i. Damen-Courier, 1858. Nr. 146.
N6i>oäik 22 6i5öt Kis3622it6 kütot. (57ÜM
O « nl' 0 l«6 ^6.25«/, d.i. Ungarisch eSchriftsteller.
Sammlung von Lebensbeschreibungen. Zweiter,
den ersten ergänzender Theil. Herausg. von
Ios. D anielik (Pesth 1856. Gustav Emich.
8".) S. 118. — _V«F?/ 5/uan), KIü3^roi-82ä8
Li»Älääa.i o2im,oi'6k!csl 65 1s82:li'ma,2:i5i täd-
läkkal, d. i. Die ungarischen Familien mit
Wappen und Stammtafeln (Pesth 1859,
Moriz Ruth, gr. 8«.) Vd. V I , S. 201, mit
Abbildung des Wappens und mit der Stamm-
tafel, die bis Mart in H. in's Jahr 1591
zurückreicht.) — 5. Kar l H. (geb. zu Kethely
im Gisenburger ConĂĽtate 26. April 1824), Sohn
eines Schullehrers, der die Schulen zu Szoiw
bathely und Tata besuchte und 1841 zu Stuhl'
weissenburg in's bischöfliche Seminar eintrat.
l847 erhielt er die h. Weihen und trat in die
Seelsorge, die er bis 1834 zu Kaloz, GyĂĽr,
Plizmänd, Val und Weissenburg ausübte. Im
letztgenannten Jahre wurdo er Katechet zu
Stuhlweissenburg und 1855 Notär des päpst-
lichen Stuhles. H. ist cin fleiĂźiger Mitarbeiter
der kirchlichen Blätter „Nsiisio" und „Kato-
Nkus nsMp«, und seine Aufsätze behandeln
vornehmlich den Unterricht und das Erzie-
hungswesen. AuĂźerdem gab er mehrere selbst-
ständige Werke heraus, als: „T
20. Dec. 1862.) 29
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hibler-Hysel, Band 9
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Hibler-Hysel
- Band
- 9
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 518
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon