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ß esäst" , d. i. Kir<
chenreden durch Geschichten beleuchtet. 6 Bde.
(1854);— „Nnils!cl2i>ok", d. i. Denkblät»
ter (1835, mit Vild.) und im Jahre 1s>',7
eine ungarische Ueberschung der Predigten
des berühmten Kirchenredners Porto Maurizio
Leonard, ^ k s ^ r i r o k . Hiütra^-^H-
tsmöu^. Mäsoäüc, 22 6i3öt^is3s52itö kötst.
<3^'ts 2?anls/l^ ^^«s/, d. i. Ungarische
Schriftsteller. Sammlung von Lebensbeschrei-
bungen. Zweiter, den ersten ergänzender Band
(Pesth 1838. Gyarmath, 8°.) S. H9.^ j
Huszti, Andreas (Geschichtsfor-
scher, Geburtsjahr unbekannt, gest.
1735). Ein Siebmbürger. besuchte er
die Schulen zu Enyed und Klausenburg
und begab
sich dann in's Ausland, wo er
zu Frankfurt a. O. unter Heineccius
dem Rechtsftudium oblag. I n sein Vater«
land zurückgekehrt, wurde er Professor
der Rechte und Politik am Gymnasium
zu Klausenburg und war, wie Schul er
von Libloy ihn nennt, „der erste Pro»
feffor siebenbürgischer Rechte". Seines
ungeregelten Lebenswandels wegen siel
er unter die Censur des siebenbürgischen
protestantischen Ministeriums; als er sich
aber nicht besserte und in der Synode
auf geschehene Vorladung nicht erschienen
war, wurde er 1742 seines Amtes entseht
und durch eine Sentenz der General«
synode aus der Gemeinschaft der helveti«
schen Confessionsverwandten ausgestoßen.
Nun ergab er sich vollends dem Trunke
und fristete sein Dasein durch genea-
logische Arbeiten, welche er für den Adel
Siebenbürgens ausführte. Später trat
er auch zur katholischen Kirche über und
wurde vigestoi OaMuli ^1d2-^u1iaoen-
613; aber auch der Religionswechfel half
ihm wenig und es brachten ihn Trunkenheit
und liederlicher Lebenswandel um sein Amt.
Indem er nun eine zeitlang von der Gnade
deS Adels, dessen Höfe und Schlöffer er
besuchte, gelebt hatte, starb er in Armuth
und Elend. H. war ein fähiger Kopf, der, wenn erCharakter gehabt und sich
nicht dem
Laster des Trunkes ergeben hatte, manches
Ersprießliches hatte leisten können. Seine
im Drucke erschienenen Schriften sind:
1727, 40.); —
. ad
1720). ein für die Literaturgeschichte.
Biographik und Geschichte der helvetischen
Konfession in Ungarn, vornehmlich aber
in Siebenbürgen, noch geschätztes Werk;
(Oidinii 1742, 4".), welches
Werk Horänyi nennt: „0M3 sgrö-
.FN8.HU.6 diFHHlli 1g.uä.k". In
Handschrift hinterließ er:
ei novas T'sö )
welches von SamuelDiönes in unga-
rischer Bearbeitung unter dem Titel:
() 62 U) Oaoig. 22 3.2
1791) 80.) erschienen ist, und
welche gleichfalls schätzbare Materialien
enthalten und dem Cl. Pray bei seinen
Annalen der ungarischen Könige nicht
unwesentliche Dienste geleistet haben.
(Vieunas 1776, , 8<>.) loiu. I I , x. 186.
Icötet, d. i. Ungarische Schriftsteller. Sammlung
von Lebensbeschreibungen. Zweiter, den ersten
ergänzender Band (Pesth 1858. 8".) S. 119. —
Ersch und Grub er, Allgemeine Encyklopädie
der Wissenschaften und Künste. I I . Section,
12. Theil. S. 202. — Schuler von Libloy
(Friedrich), Kurzer Neberblick der Literatur»
geschichte Siebenbürgens. Sylvestergabe (Her-
mannstadt 1857, Georg v. Closius, 8v.) S. 91.
— Oesterreichische National.Encyklo«
pädie, herausg. von Gräffer und Czikann
(Wien 1833, so.) Bd. V I , Suppl. S. 495. —
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hibler-Hysel, Band 9
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Hibler-Hysel
- Band
- 9
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 518
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon