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im Nltttzillisch-prMizchen GeZichtZ-
pnnkte" (ebd. 1797, 8".); — „
Cummrntar nber öie üäwrrichiZchr
PharNllKllplle mit einem Ontmnrke ^u einem
gemeinnützigen verbesserten Nispensaturmm"
(Preßburg und Leipzig 1783, 8".); —
^Nähere Zlnslührung eine5 Gnwurl5 zn einem
uerbr55rrtrnNi5sien5llt»linm" (ebd. 1786, 8".).
und in dem von Schedius heraus»
gegebenen „Ungarischen Magazin" besin»
den sich seine Abhandlungen: „Versuch
über den Menschen in Ungarn nach seiner
physischen Beschaffenheit" (Bd. I, S. 1,
186. 283. 423)'. — „Der ungarische
Trappe", mit Kupf. (ebd. S. 496); —
„Der eingebildete Tod; ein Beitrag zur
experimentalen Seelmlehre" (Bd. IV,
S. 353).
SchediuZ, Zeitschrift von und für Ungarn,
Jahrg. li><^, Vd. I I I , Heft 4, S. 250. —
Ecsch und Grub er. Allgemeine Encyklopä»
die der Wissenschaften und Künste, I I . Sel.'t.
<2. Theil, Z. 203 ^nennt scinm Geburtsort
irrig Hußt statt Ruft und gibt den 50. März
falsch als Todestag an). — O esterreichischc
National 'Encyklopädic, herausg. uon
Gräffer und Czikann (Wien 183'^, 8".)
Bd. VI, Suppl. S. 495 l^ mit der irrigen An-
gabe des 30. Mai 1803 als Todestag). —
Baur (Samuel). Historisch-oiographisch-lite-
rarisches Handwörterbuch aller merkwürdigen
Personen, die in dem ersten Iahrzehend des
neunzehnten Jahrhunderts gestorben sind (Ulm
1816, Stettim, gr. 8°.) Bd. I, Sp. 662.
ßutt, Johann (Lustspieldichter,
geb. zu Wien 14. October 1774. gest.
ebenda 29. September 1809). Der Sohn
unbemittelter Eltern, der in Wien die
Studien beendete und dann in den
Staatsdienst trat. I n diesem, fern von
allem Ehrgeiz nach höheren Stellen,
wünschte er sich nur einen bescheidenen,
wenig verantwortlichen Posten, den er
auch als Kanzlist bei der k. k. Polizei»
Oberdirection in Wien fand, als welcher
er bereits im Alter von 33 Jahren starb. H. besaß ein feines dramatisches
Talent und würde, wenn ihn nicht der
Tod vor der Zeit ereilt hätte, noch man«
ches geleistet haben. So beschränkt sich
die Zahl seiner Arbeiten auf sechs kleine
Lustspiele, welche in zwei Bänden, der
eine noch bei seinen Lebzeiten, der andere
wenige Jahre nach seinem Tode, unter
dem einfachen Titel „DiZtsMr" erschienen
sind. Der erste Band enthält: „Das war
ich. Landliche Szene"; — „Der rechte Weg.
Ehest and sszene"' — „Hab'ich recht? Ori-
ginal'Lustspiel in 3Aufz."; dieser erschien
zuerst 1805 (Wien, bei Degen), in 2. Auf.
läge 1824. Der zweite Band enthält:
„Der Buchstabe. Eine poetische Kleinig-
kcit"; — „Die Probe. Lustspiel" — und
„Die Wendungen. Lustspiel"; dieser er.
schien zuerst im Jahre 1812, in 2. Auf.
läge 1823. Auch befindet sich ein Lustspiel
von Hutt (vielleicht eines der obigen) in
dem Werkchen: „Lustspiele von Castelli,
v. Holtei. Hutt, Kuffncr und Lembert"
(Wien 1830, Tendler, 8".). Vier unvoll-
endete Luftspiele und der Plan zu zweien
fanden sich in seinem Nachlasse vor.
Hutt 's Stücke, welche im kais. Burg-
theater zur Aufführung gelangten, hatten
großen Beifall gefunden und zeichneten
sich durch eine nicht gewöhnliche Anmuth
in der Mache aus. Sie behaupteten sich
lange auf dem Repertoire, bis sie endlich
auch dem wandelnden Geschmacke der
Zeit weichen mußten. Welche Achtung
man H.'s Talent zollte, dafür spricht
der zu jener Zeit nicht geringfügige
Umstand, daß Moriz Graf Dietrich,
stein >M. I I I , S. 303^. der seinen
Nekrolog schrieb, öffentlich erklärte, er
lege einen besonderen Werth darauf, daß
der Verblichene sein persönlicher ver«
trauter Freund gewesen sei.
Vaterländische Blät ter für den österrei«
chischen Kaiserstaat, hexausgegeben von Franz
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hibler-Hysel, Band 9
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Hibler-Hysel
- Band
- 9
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 518
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon