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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hibler-Hysel, Band 9
Seite - 458 -
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438 heit des Pfarrortes sehr geschwächte Ge» sundheit herzustellen; er starb aber daselbst im Alter von 70 Jahren. Erneuerte vaterländische Blätter für den österreichischen Kaiserstaat (Wien. 4".) Jahrg. 1815. S. 493. — O esterreich isch e National»Encyklopädie, herausgegeben von Graffer und Czikann (Wien 1833, 8".) Bd. II, S. 675. Hye Ritter von Glunek, Anton (Rechtsgelehrter und Sections« chef im k. k. Justizministerium, geb. zu Gleink (Glunek) in Oberösterreich 26. Mai 1807). Sohn eines k. k. Reli- gionsfondherrschaft-Pfiegers, aus dessen Ehe mit einem Fräulein Gal l , einer nahen Verwandten des berühmten Phre« nologen Franz Joseph G. I M . V, S. 63^, und Linzer Bischofs Joseph Anton G. >M. V, S. 63^. Anton beendete die Gymnasial» und philoso« phischen Studien zu Kremsmünster, bezog im Sommer 4829 die Wiener Hochschule, an der er anderthalb Jahre die juridisch« politischen Studien hörte, 1834 die juri< dische Doctorwürde erlangte und schon 4832 zum Supplenten des Natur, und Kriminalrechtes an derselben ernannt wurde. Im folgenden Jahre wurde er selbstständig supplirender Professor dieser Fächer und der diplomatischen Staaten» geschichte an der therefianischen Ritter« akademie zu Wien und am 5. März 4835 wirklicher Professor des Natur- und Crimi- nalrechteS daselbst. Zu gleicher Zeit versah er schon seit 1833 die Stelle eines Rechts- consulenten und Directionsconcipisten in allen Studien«, Erziehungs- und Ver» waltungsangelegenheiten der Akademie, war Archivar der juridischen Facultät, später Universitäts-Archivar und stand noch als Advocaturs.Concipient bei einem der ersten Advocaten Wiens in Verwendung. Zu allen diesen Functionen, deren mehrere unentgeltlich waren, gesellte sich 1838 die neue eines supplirenden Professors des Vernunft, und österreichischen Crimi' nalrechtes an der Wiener Universität, worauf er mit Allerhöchster Entschließung vom 24. December 4842 zum wirklichen k.k. Universitats'Professor ernannt wurde. Als solcher im Jahre 1843 von der Studien»Hoftommission in die zur Ausarbeitung eines neuen juridisch, politischen Studienplanes niedergesetzte Commission berufen, arbeitete er in diesem und dem folgenden Jahre als Referent das ganze Operat vollständig aus und verfaßte den darauf bezüglichen Gesetzentwurf. Mitten in der Bewegung des Jahres 4848 ^über H.'s Betheiligung an derselben Näheres weiter unters wurde H. am 1. Mai 1848 General» Secretär des Justizministeriums, mit wel> cher neu geschaffenen Stelle die Bezüge und der Rang eines wirklichen Hofrathes verbunden waren; als aber mit Aller» höchster Entschließung vom 24. August 1848 das General-Secretariat im Justiz» Ministerium aufgelassen ward, wurde H. Ministerialrath in außerordentlicher Ver- wendung im Justizministerium, bis er am 19. April 4849 eine systemisirte Ministerialrathsstelle erhielt und zugleich Vorstand des nach seinem Plane begrün« deten Institutes des Reichs-Gesetz.Blattes wurde. Auf diesem Posten entfaltete H. auch bei den legislativen Arbeiten des Justizministeriums eine umfassende Thätigkeit und zwar nahm er Theil an der Ausarbeitung des allgemeinen Strafgesetzes vom 27. Mai 4852 und der dazu gehörigen Ergänzungsverord- nungen, an jener des Preßgesetzes vom 43< März 1849; an den Berathungen zur Umarbeitung des neuen Militär' Strafgesetzbuches; nahm die seit 4833 in's Stocken gerathene Herausgabe der
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Hibler-Hysel, Band 9
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Hibler-Hysel
Band
9
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
518
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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