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das Ritterkreuz des Leopold'Ordens, wel«
chem im folgenden Jahre die Erhebung
in den'Ritterstand mit dem Pradicate
von Glunek folgte.
Oesterreichische I l lus t r i r te Ze i tung,
herausg. vonReyhongs (Wien. 4«.) Jahr»
gana 1852, Nr. 53: „Dr. Anton Hye" l^ mit
Porträt im Holzschnitt; nach diesem geb. zu
Garsten bei Steyer). — Grenzboten,
berausg. von Ignaz Kuranda (Leipzig,
bei Herbig) Jahrg. 1847. S. 44. — Wiener
Telegraph. Redigirt von Adalbert Pr ix .
Ernst Rose und I . P. Lyser (Wien. 4°.)
Jahrg. 1849. Nr. 6. S. 22: „Professor
Hye. Aus den Papieren eines bemoosten
Hauptes". — Porträte, 1. Facsimile der
Unterschrift: Professor Hye. Lith. von Eduard
Kaiser 1848, gedr. bei I . Nauh (Wien,
bei Ios. Bermann, Fol.); — 2. Facsimile
der Unterschrift.- Professor Hye. Lithogr. von
Kriehuber 1348. gedr. bei I . Höfelich (Wien.
Mechetti.Fol.).—Ritterstands-Diplom
vom 2. Juli 1854. — Wappen. Ein längs« und
halbquergetheilier Schild. Rechts im blauen
mit goldenen Sternen bestreuten Felde das
goldene Bild der Themis mit verbundenen
Augen, einem Schwerte in der rechten, einer
Wage in der linken Hand, auf einer schwe-
benden silbernen Erdkugel vorwärts gestellt.
Links im obern goldenen Felde ein natür«
licher dreiblättriger Klee am Stengel und im
untern silbernen "Felde ein ebenfalls natür>
licher einwärts schreitender Hahn. Auf dem
Schilde ruhen zwri gekrönte Turnierhelme;
auf der .^rune des rechten Helmes steht eine
halb nach einwärts gerichtete natürliche Eule;
aus jener des linken Helmes erschwingen sich
drei Straußfedern, davon die mittlere blau,
die einwärtige golden, die auswärtige silbern
ist. Die Helm decken sind blau, die rechten
mit Gold, die linken rechts mit Gold, links
mit Silber unterlegt. Devise. Auf unter
dem Schilde hinflatterndem blauen Bande
die Devise: „I^iüt Huätitia. us psi-sat in
äa.ü" in goldener Lavioarschrift. — Mit
obigem Anton Hye Ritter von Glunek
gar nicht verwandt ist der Rechtsgelehrte
Joseph Hye Edler von Hyeburg, der im
Jahre 1?9? bei der Landesoertheidigung als
Oberlieutenant und Adjutant des akademischen
Corps verdienstlich wirkte, dann seit 1804 als
Hof» und Gerichtsadvocat. seit 1821 als Hof«
triegsadvocat eine ersprießliche Thätigkeit
entfaltete, insbesondere aber dadurch ein großes Verdienst sich erwarb, daß er im
Jahre 1808 die Elisabeth Staoelmann'sche
Verlassenschaft im Betrage von 120.000 fl.,
welche durch ein auf nicht mehr zu enthüllende
Weise unterschobenes falsches Testament ihrer
Widmung für das Wiener allgemeine Inva.
lidenhaus entzogen worden war, dem letzteren
wieder zurückverschaffte und dadurch seit dem
Jahre 1815 für alle folgenden Zeiten die
Interessen eines so großen Capitals den
Invaliden zuwendete. H. wurde mit Diplom
vom 1t). Februar 1837 in den crbländischen
Adelstand mit dem Prädicatc Edler von Hye«
bürg erhoben. Sein Wappen ist ein von
Gold und blauer Farbe geuierteter Schild.
1: In Gold ein mit dem Beile empor und
schrägrechts gestellter, mit purpurfarbigen
Riemen Zusammengeschnürter Lictorenbündel
und ein über denselben in Form eines
Andreaskreuzes gelegtes Schwert mit schwär»
zem Gefäße in den natürlichen Farben.
2 und 3.- I n Blau fünf goldene in Form
eines Andreaskreuzes gestellte Sterne. 4: In
Gold ein in schwarzes Leder gebundenes, mit
rothem Schnitte versehenes Buch, welches mit
seinem goldverzierten Rücken schrägrechts und
vorwärts gekehrt ist. Auf dem Schilde ruht
ein gekrönter Helm, aus dessen Krone ein
Mann im braunen, vorne offenen kurzen
Rocke, in blauer Wsste mit silbernen Knöpfen
und schwarzem niederem Hute hervorwächst,
der einen Hammer in seiner natürlichen
Gestalt auf seiner rechten Schulter trägt, den
Stiel desselben in der rechten Hand hält, den
linken Arm aber in die Hüfte stemmt. Die
Helm decken sind zu beiden Seiten blau
mit Gold unterlegt. ^Adelstands - Dip lom
uom 10. Februar l837.)
HlMber, Werner (Ton setz er und
Violinvirtuos, geb. zuIöhnitzin
Böhmen 4. März 1734. gest. um das
Jahr 1800). Trat im Jahre 1753,
21 Jahre alt. in den Orden der barm«
herzigen Brüder, in welchem er als eines
der thätigsten und umsichtigsten Ordens»
Mitglieder bezeichnet wird. Er liebte sehr
die Musik und neben seinem geistlichen
Berufe bildete er sein musikalisches Ta>
lent, nahm Unterricht im Violinspiele bei
dem berühmten Lolly, bei Fismann,
Luoggi u. A. und als er nach Wien
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hibler-Hysel, Band 9
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Hibler-Hysel
- Band
- 9
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 518
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon