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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hibler-Hysel, Band 9
Seite - 462 -
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462 Hyrtl kam und ChorregenS der Kir^e seines Ordens wurde, bei Seuche in der Com. Position. Ueberdieß studirte er die Par- tituren der besten Meister seiner Zeit. Im Jahre 1770 wurde H. Prior im Kloster zu Proßnitz in Mähren. Im Jahre 4790 befand er sich aber als Regenschori an der Ordenskirche zu Kukus in Böhmen, wo er im Alter von 76 Jahren starb. H. war nicht nur Meister auf mehreren Instrumenten, als: auf der Violine, Man- dora und auf dem Piauoforte. sondern auch ein gediegener Tonsetzer und viele seiner Messen. Offertorien, Arien, Sym- phonien und Concerte werden noch im Musikarchive seines Ordens aufbewahrt. Dlabacz (Gottfr. Johann), Allgemeines histo« risches Künstler-Lexikon für Böhmen und zum Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag 1813, Gottlieb Haase. 4".) Bd. I. Sp. 683. — O e st e r r e i ch i s ch e N a t i o n a l - E n c y k l o p ä« die von Gräfferund Czikann (Wien i835, ««.) Bd. I I , S. 673. HlM, Jacob (Kupferstecher, geb. zu Wien23. November 1799). Bruder des berühmten Anatomen Joseph H. ^s. d. Folg.^. Sein Vater Jacob (geb. zu Krems 29. September 1768. gest. zu Wien 18. April 1832) war ein treff- licher Oboespieler, ein Schüler Trie- bensee's und Besozzi's und bei der berühmten Cavelle des Fürsten Nikolaus Eßterhäzy in Eisenstadt noch unter Joseph Haydn's Leitimg mehrere Jahre angestellt. Als die Capelle 1813 auf. gelöst wurde, siedelte der Vater nach Wien über. Jacob kam als Kind nach Eisenstadt. Dort blieb er mehrere Jahre, bis der Fürst das Talent des Knaben erkannte, worauf er in die Aka» demie der bildenden Künste nach Wien geschickt wurde und sich unter der 3ei> tung des Professors Joseph Fischer Md. IV, S. 240) für die Kupferstich- kunst ausbildete. Bald machte er solche Fortschritte, daß er eigene Arbeiten unter» nehmen konnte, woran es ihm bei seinem Streben, nur künstlerisch Vollendetes in die Oeffentlichkeit gelangen zu lassen, nie fehlte. Hyrt l 's Leben, ein schlichtes, ein» förmiges Künstlerleben, geht ganz in seinen Werken auf. deren vorzüglichste hier aufgezählt werden. Für das von Eduard Fürsten Lichnowsky heraus« gegebene Werk: „Denkmahle der Bau- kunst und Bildnerey des Mittelalters", wovon 1817—1822 vier Hefte erschienen sind und das leider nicht fortgesetzt wurde, mehrere Blatter, u. z.: „Nas Titelblatt zum .l. Hette: Ner «Vankstein in der Unpprechts- Kirche"; — das „Nedirutillnsblatt an den Fürsten Mettrrnich"; — „Netails aus der Kirche Maria Zticgcn" (zwei Blatter); — „NllS Titelblatt zum 3. Mte: Baumeister Pil- gram"; — „Nas Aiesenthur der «St. Stephans- Kirche"; — „Nie innere Ansicht der Kirche Maria stiegen"; außerdem mehrere Blätter, die nicht in's Publikum kamen: „Innere Ansicht der Zt. Ztephanskirche", nach der Zeichnung vou Seltzam und Joseph Fischer; — „Grabmal dc5 Kaisers Fried- rich III. bei Zt. Stephan", zwei Ansichten, eine von vorn und eine von oben. Zeich- nung der Architektur von B. Meckel. das llebrige vonHyr t l ; — „Grundrisse und Durchschnitte der Kanze! bei Zt. Stephan"; — „Abbildung der l^2 Ipastel", nach der halberhobenen Arbeit am rothen Thurm, Zeichnung von Ruß; — zu Perger's, bei Haas in Wien erschienenen „Belve» dere'Gallerie" die Blätter: „Matakamben", nach Platz er: — „Nas Innere eines Gesang- nisses", nach Steinwick; — „Ter Men «an Amsterdam", nach Bachuysen; — „Christus ullr Pilatus", nach Honthorst; — „NaMi Nialatesta", nach Parmeg» gianino; — „Nases", nach Valent in — und „Innrres der Mnnnskirche", nach
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Hibler-Hysel, Band 9
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Hibler-Hysel
Band
9
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
518
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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