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kam und ChorregenS der Kir^e seines
Ordens wurde, bei Seuche in der Com.
Position. UeberdieĂź studirte er die Par-
tituren der besten Meister seiner Zeit. Im
Jahre 1770 wurde H. Prior im Kloster
zu Proßnitz in Mähren. Im Jahre 4790
befand er sich aber als Regenschori an
der Ordenskirche zu Kukus in Böhmen,
wo er im Alter von 76 Jahren starb. H.
war nicht nur Meister auf mehreren
Instrumenten, als: auf der Violine, Man-
dora und auf dem Piauoforte. sondern
auch ein gediegener Tonsetzer und viele
seiner Messen. Offertorien, Arien, Sym-
phonien und Concerte werden noch im
Musikarchive seines Ordens aufbewahrt.
Dlabacz (Gottfr. Johann), Allgemeines histo«
risches Künstler-Lexikon für Böhmen und zum
Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag
1813, Gottlieb Haase. 4".) Bd. I. Sp. 683. —
O e st e r r e i
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die von Gräfferund Czikann (Wien i835,
««.) Bd. I I , S. 673.
HlM, Jacob (Kupferstecher, geb.
zu Wien23. November 1799). Bruder
des berĂĽhmten Anatomen Joseph H.
^s. d. Folg.^. Sein Vater Jacob (geb.
zu Krems 29. September 1768. gest. zu
Wien 18. April 1832) war ein treff-
licher Oboespieler, ein SchĂĽler Trie-
bensee's und Besozzi's und bei der
berĂĽhmten Cavelle des FĂĽrsten Nikolaus
Eßterhäzy in Eisenstadt noch unter
Joseph Haydn's Leitimg mehrere Jahre
angestellt. Als die Capelle 1813 auf.
gelöst wurde, siedelte der Vater nach
Wien ĂĽber. Jacob kam als Kind
nach Eisenstadt. Dort blieb er mehrere
Jahre, bis der FĂĽrst das Talent des
Knaben erkannte, worauf er in die Aka»
demie der bildenden KĂĽnste nach Wien
geschickt wurde und sich unter der 3ei>
tung des Professors Joseph Fischer
Md. IV, S. 240) fĂĽr die Kupferstich- kunst ausbildete. Bald machte er solche
Fortschritte, daß er eigene Arbeiten unter»
nehmen konnte, woran es ihm bei seinem
Streben, nur kĂĽnstlerisch Vollendetes in
die Oeffentlichkeit gelangen zu lassen, nie
fehlte. Hyrt l 's Leben, ein schlichtes, ein»
förmiges Künstlerleben, geht ganz in
seinen Werken auf. deren vorzĂĽglichste
hier aufgezählt werden. Für das von
Eduard Fürsten Lichnowsky heraus«
gegebene Werk: „Denkmahle der Bau-
kunst und Bildnerey des Mittelalters",
wovon 1817—1822 vier Hefte erschienen
sind und das leider nicht fortgesetzt wurde,
mehrere Blatter, u. z.: „Nas Titelblatt zum
.l. Hette: Ner «Vankstein in der Unpprechts-
Kirche"; — das „Nedirutillnsblatt an den
Fürsten Mettrrnich"; — „Netails aus der
Kirche Maria Zticgcn" (zwei Blatter); —
„NllS Titelblatt zum 3. Mte: Baumeister Pil-
gram"; — „Nas Aiesenthur der «St. Stephans-
Kirche"; — „Nie innere Ansicht der Kirche
Maria stiegen"; außerdem mehrere Blätter,
die nicht in's Publikum kamen: „Innere
Ansicht der Zt. Ztephanskirche", nach der
Zeichnung vou Seltzam und Joseph
Fischer; — „Grabmal dc5 Kaisers Fried-
rich III. bei Zt. Stephan", zwei Ansichten,
eine von vorn und eine von oben. Zeich-
nung der Architektur von B. Meckel.
das llebrige vonHyr t l ; — „Grundrisse
und Durchschnitte der Kanze! bei Zt. Stephan";
— „Abbildung der l^2 Ipastel", nach der
halberhobenen Arbeit am rothen Thurm,
Zeichnung von Ruß; — zu Perger's,
bei Haas in Wien erschienenen „Belve»
dere'Gallerie" die Blätter: „Matakamben",
nach Platz er: — „Nas Innere eines Gesang-
nisses", nach Steinwick; — „Ter Men
«an Amsterdam", nach Bachuysen; —
„Christus ullr Pilatus", nach Honthorst;
— „NaMi Nialatesta", nach Parmeg»
gianino; — „Nases", nach Valent in
— und „Innrres der Mnnnskirche", nach
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hibler-Hysel, Band 9
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Hibler-Hysel
- Band
- 9
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 518
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon