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Hysel
doner Ausstellung". — Porträte, t) Facsimile
der Unterschrift: Hyrtl. Dauthage, nach
der Natur gez. und lithogr. 1833. Gedr. bei
I. Höfelich (Wien. Bermann, Fol.); —
2) mit dem Facsimile der Devise und des
Namens: Saxsrs auäsl Professor Hyrtl.
Eduard Kaiser, t848 (lithogr.). Gedr. bei
I. Rauh (Wien. Ios. Bermann. Fol.); —
3) mit der Unterschrift: Joseph Hyrtl, o. 5.
Professor der Anatomie an der k. k. Hochschule
zu Wien. Daneben das Facsimile des Namens:
Prof. Hyrtl. K. Gl insk i (lith.). Gedr. bei
Ios. StoĂĽfs, Wien, Eigenthum des medic.
Unterstützungsvereins. Albumblatt (Fol.); —
4) mit dem Facsimile der Unterschrift: Hyrtl.
Lith. Gedr. bei Ios. Stoufs. Wien (12°.).
Hysel, Eduard (Musiker, geb. zu
Hengsberg in Steiermark 1766, gest.
zu Gratz 15. September 1841). Der
Sohn des Schulmeisters zu HengSberg,
dessen Talent fĂĽr die Musik schon in der
Jugend gebildet wurde. Nachdem er in
Gratz die philosophischen Studien been«
det, trat er bei der innerösterreichischen
BancogefälleN'Adminiftration in Gratz ein
und diente mehrere Jahre als Beamter.
Im Jahre 1800 heirathete er die Schau»
spielerin und Sängerin Kofka. Nach
einigen Jahren gab er daS Amt auf und
wurde 1813 Theaterdirector in Gratz.
Auf diesem Posten entwickelte er eine
energische Thätigkeit und mit ihm lebte
in Gratz der Geschmack fĂĽr classische
Musik auf. Beethoven's Symphonien
und melodramatische Dichtungen, H än-
del's und Haydn's Oratorien, solche lange nicht gehörte Meisterwerke der Ton«
kunft, kamen durch ihn zur AuffĂĽhrung.
Vom Jahre 1821 an war er Capell«
meister, Violin, und Gesanglehrer deS
steierischen MufikvereinS in Gratz und
auch auf diesem Posten bei Concerten
und Akademien ungemein thätig. Zuletzt
war er Director des Gratzer Theater«
Orchesters. H., der die Violine trefflich
spielte, hat mehrere tĂĽchtige SchĂĽler auf
diesem Instrumente gebildet. Von seinen
Kompositionen
sind bekannt: ein„ Requiem",
1791 bei der Todtenfeier des Kaisers
Leopold II . zu Gratz aufgeführt; —
„Sechs Nentsche mit Trill und Goim tür tmZ
Pillnukarte"; — „Ner Gmnm van Mltq, mit
Olllllierbegleitnlig"; — „NnnbgeZllng tür nur
SingZtimmen". Viele Compositionen besin»
den sich handschriftlich zerstreut im Besitze
von seinen Freunden. Die Stadt Grah
hat den um die Hebung der Musik in
ihrem Weichbilde viel verdienten Mann
mit dem Ehrenbürger »Diplom ausge»
zeichnet. Er starb, noch als Greis diesen
Feuereifer fĂĽr die Kunft bewahrend, im
Alter von 75 Jahren.
Schmidl (Adolph Dr.), Oesterreichische Blätter
für Literatur und Kunst (Wien, 4°.) Jahrg.
1848. S.904. im Aufsatze: „Berühmte Männer
von Gratz in Steiermark". — Winklern
(Ioh. Bapt. von), Biographische und litera»
rische Nachrichten von Schriftstellern und
Künstlern, welche in dem Herzogthume Steyer«
mark geboren sind u. s. w. (Grätz 1810, Franz
Ferstl, kl. 8°.) S. 90.
Ende des neunten Bandes.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hibler-Hysel, Band 9
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Hibler-Hysel
- Band
- 9
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 518
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon