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Jeltsch 162 Zcnamy
tage in Wien folgten, fanden sich auch
zahlreiche Sendlinge der polnischen Gmi-
grauon in Oesterreich, vornehmlich in
Wien, Krakan und Lemberg ein.
Eduard entfaltete seine unheilvolle
Thätigkeit in Wien und nahm persön-
lichen Antheil an dem October-Aufstande.
auch dann noch, nachdem FĂĽrst Win>
dischgratz die Proklamationen vom
20. und 23. October erlassen hatte. Ver-
hastet, wurde I . sofort vor ein Kriegs-
gericht gestellt und wegen thätiger Theil»
nähme am bewaffneten Aufruhre gegen
die kaiserlichen Truppen zum Tode ver»
urtheilt und am 10. November um 7'/Z
Uhr Morgens im Stadtgraben erschossen.
Straszewicz (Joseph), Die Polen und die
Polinnen der Revolution vom 29. November
1830. Hundert Porträts u. f. w. Deutsche
Originalausgabe (Ttuttgart t832—iFI7. E.
Lchweizerbart, gr. 8<>.) S. 641—632: „Die
Familie Ielowicki". — Wiener Zeitung
4848, Nr. 304.
Ieltsch, Ch. (Pianist und Compo-
nist, gebürtig aus Böhmen). Zeitge»
noĂź. Er ist ein SchĂĽler Drey schock's
und begab sich, ohne sich in der Heimath
hören zu lassen, nach beendeter musika»
lischer Ausbildung sofort nach Paris, wo
er öffentlich concertirte und die franzö»
fischen Blätter voll Lobes über seine Con-
certleistungen sind. Ieltsch lebt in Paris
als Virtuose und Lehrer, und ist auch als
Componist thätig, wie eine in letzter Zeit
von ihm herausgegebene Mazurka: „<3a-
(^ai-is 1861 I^ 6m.oin6)
6t OkÄtot) beweist.
Boheniia (Prager Blatt, 4".) i86l, Nr. 41.
S. 364.
Ienaillli, Wilhelm (gelehrter Jesuit,
geb. zu Wien 7. April 1726. gest. zu
Gratz 5. Jänner 1784). Trat. 16 Jahre
alt, in den Orden der Gesellschaft Jesu.
in welchem er seine Studien fortsetzte
und die philosophische und theologische DoctorwĂĽrde erwarb; dann widmete er
sich dem Lchramte und versah dasselbe
folgeweise zu Grcch und Leoben aus der
griechischen Sprache, zu Tyrnan aus der
Redekunst, wieder zu Grcch aus der Ethik,
zu Linz aus der Philosophie und seit
1766 abermals zu Gratz, wo er bis zu
seinem Tode blieb. Er hat viele, theils
liturgische, theils aszetische Werke sowohl
in lateinischer, als deutscher Sprache her«
ausgegeben, welche, wie sein Name, in
keinem deutschen BĂĽchercataloge verzeich-
net stehen. Stoeger in dem in den
Quellen benannten Werke zählt sie
sämmtlich, auch die deutschen — in gan;
unbibliographischer Weise — in latei«
nischer Uebersetzung auf; es sind darunter
folgende: „ <,
ii 1766) ^Viäman8t.) 80.) u. ebd.
1774) 16".); — ))I
(ebd. 1771, 8".) ; —
/" (ebd. 1774)
6<?^ )^ «" (ebd. 1777)
(ebd. 1778) 8".); —
« (ebd. 1780, 12".); —
» ^ / s « (ebd. 1781) 12"), u. s. w.
^Uätriaca.« soc.-i6ta.ti3 ^08U ^Vionu2.e et, I^a-
Gervasius Jena m y (geb zu Wien 1 l. Jan«
mr 1730. gest. zu Linz 3l. Juli 18««) war
gleick?falls Jesuit und versah das Lehramt Zu
Lt>oden, Gratz, Passau und war nach Auf-
hebung des Ordens N^'tor des Tennnars Zu
Linz und Beichtvater der Ursulinerinen da-
selbst. Er übersetzte aus dem Französischen
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Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Band 10
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Jablonowski-Karolina
- Band
- 10
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 524
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon