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Zirasek 179 Iirasek
und zog sich nach Turje zurück, übernahm
aber später wieder ein Lehramt und ist
noch zur Zeit als Professor am Obergym
nafium zu Szombathely thatig. Von ihm
sind folgende Schriften im Drucke erschie
, d.
Grundzüge der christlichen Bildung und
des christlichen Verhaltens
1837, 8".) und
s", d. i. Ungarische
Svrachlehre für die 1. und 2. Classe des
Untergymnasiums. Neue Auflage (Erlau
Erzbischösl. Druck., 8".).
Köt6t, d. i. Ungarische Schriftsteller. Sammlung
von Lebensbeschreibungen. Zweiter, den ersten
ergänzender Band (Pesth 1838, 8".) S. ^'^2.
Iirasek, Franz Anton (Bergmann,
Chartograph und Zeichner, geb.
zu Leitmeritz in Böhmen 26. März
17^1). Sein Vater Johann ssiehe den
Folgenden^ kam im I . 4789. als Franz
Anton 8 Jahre zählte, nach Salzburg
und dort beendete Franz Anton die phi,
losophischm und rechtswiffenschaftlichen
Studien und trat im I . 4800, zur Zeit
des Einfalls der Franzosen in's Salzburgi-
sche, als Praktikant bei dem eben errich-
teten Polizeiamte ein. Bald jedoch ging
Franz Anton zum Forstwesen über, wurde
1801 Forstpraktikant in Halleiu und kam
noch im nämlichen Jahre zurOberstwald»
meisteret in Salzburg. 4802 wurde er
Forstrath. Auscultant bei der dortigen
Hofkammer; 1803 schickte ihn der Chur-
fürst Ferdinand auf die Forstschule
nach Eichstädt, wo sich ihm neben seimm
amtlichen Berufe Gelegenheit bot, die
größeren Städte Bayerns, u.z. Augsburg.
Baireuth, München, Nürnberg. Regens»
bürg u. m. a. zu besuchen. Im I . 1806 wurde I . zumForstrefermten bei derHof.
kammer in Salzburg und zum Inspector
des Mappirungsbureaus befördert und
dem damals errichteten Oberforstamte
als Assessor zugetheilt. I.'s Leistungen im
Mappirungsbureau, aus welchem meh»
rere tüchtige von ihm gebildete Zöglinge
hervorgingen, wurden von der Wiener
Hofstelle, wie auch von Kennern des Aus»
landes gewürdigt und decbayerischeLega»
tionsrath von Koch-Sternfeld gedenkt
desselben in ehrenvoller Weise in seinen
„Notizen über Straßen« und Wasserbau
und Bodencultur" (Salzburg 181!. 8".).
I . hat sowohl als Fachmann in seinem
Amte, wie auf schriftstellerischem Gebiete
und als Künstler Verdienstliches geleistet.
Er hat die „Charte uan Fcchbnrg nnü Nerch-
teZgadcn" (Salzburg 18t2) gezeichnet,
welche ebenso schön als richtig und nur
im Steindrucke etwas zu dunkel ausge»
fallen ist. In der Folge wurde I . zum
Bergrathe ernannt, und als im I . 1823
eine Berg» und Salinendirection für den
Salzburger Kreis errichtet ward, wurde
ihm die unmittelbare Leitung des aus-
gedehnten (über 100^ j Meilen messenden)
Forstbezirkes zugewiesen. I.'s Thätigkeit
als Schriftsteller beschränkt sich auf fol-
gende Arbeiten, u. z. auf das selbststandig
erschienene Werk: „Beiträge mr lintllniZchrn
lliiinzilll-Nlluirnclntllr uun Salzburg, Nllieru
nnd Giral" (Salzburg 1806. Duyle). in
velchem Werke I . dem Namensvcr-
zeichnisse der Pflanzen schätzbare Anmer»
kungen über die Nahrungsmittel der
Alpenbcwohner und über dio von ihnen
'elbst bereiteten Medicamente aus dem
Pflanzenreiche beigefügt hat. Seine übn-
gen Schriften sind in periodischen Werken
erschienen, u. z. im Sylvan: „Ueber den
weißen Hasen" (18l4, S. 23u.f.); — in
Meyer's Zeitschrift für das Forst,
und Jagdwesen in Bayern: „Bei-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Band 10
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Jablonowski-Karolina
- Band
- 10
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 524
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon