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I lei, auch Illei, Johann (gelehrter
Jesuit, geb. zu Comorn 3. Jänner
472.", gest. ebenda 23. Jänner 1794).
Trat 1743. 19 Jahre alt, in den Orden
der Gesellschaft Jesu, legte 4761 die
Profeß ab und versah in verschiedenen
Collegien des Ordens das Lehramt; zu
Erlau aus den Gymnasialgegenständcn,
zu Raab aus der Philosophie; zu Stein»
amanger aus der geistlichen Polemik und
Homiletik. 1767 wurde er Director dos
Seminars zu Klausenburg. Nach Auf-
Hebung seines Ordens kam er als Lehrer
der Rhetorik nach Ofen, mußte aber
Kränklichkeit halber dem Lehramte entsa»
gen, worauf er sich nach Comom zurück»
zog und dort im Alter von 69 Jahren
starb. I . schrieb in lateinischer und unga»
rischer Sprache, in letztere übersetzte er
des Loet ins „As eottso/a?/o?z6 M?7o>
1766); des <?2.e.
1794), und drei Trauerspiele des
Metastasio: „Salomon" , „Ptolo«
mäus" und „Titus" (Kaschau 1767);
in lateinischer Sprache gab er heraus:
^ D. /Fnal'z'c," (ebd. 1736,
1767) — und „ (ebd.
179l, 8".). Auch setzte I. vom 7. Bande
an die von I . Molnar begonnene
„ Fiö^'oi'/is^ ^^?iF«?'ec.'H" bis zum 22.
Baude fort.
c>ao, 4".) p. 54 st 62. — 51 1837.,
ii'6I<.
^a/^aüü u^ />tt?iiü/i'^ /u,?ü-e/, d. i. Ilnga-
risck)e Schriftsteller. Sammlung von Lebens-
beschreibungen. Von Jacob Ferenrzy un5
Joseph Danie l ik (Pesth 1856, Gust. Emich.
80.) S. 2i?. — //<>?-««?,/ ^.4/^i«^, ^liiino- i-^ a lluQFa.lc>i-um et p:ovinc:iu,1wiu dei-i^tig
oäitiL uotoruin (ViLnuae 1776, ^ut. I^oo^'e,
8".) 1?om. I I , x. 213. — No^ü?- <./«Q?tN6s
^Ve^?.^ , 3oli^)tol68 proviuciao ^.ULtrjaoas
äocist^iä ^2LU (Visnnae 1856, I.sx. 8«.)
?. 13o.
I lg, I . Georg (Anatom und F a cb«
schriftsteller, geb. zu Hüt te ldor f
nächst Wien 1771, gest. zu Prag
22. Februar 1886). Trat. 17 Jahre alt,
1788 als Unterarzt in die kaiserliche
Armee, wurde Oberarzt und 1804 Pro»
sector und Lehrer der akademischen Zog«
linge an der f. k. Iosephsakademie in
Wien, als welcher er
sich bald ausge;eich«
nete Verdienste erwarb. Im Jahre 1807
erhielt er die medicinische Doctorwürde.
kam 1809 als öffentlich lehrender Pro»
sector an die Prager Hochschule und
wurde scbon im folgenden Jahre öffent-
licher Professor der Anatomie daselbst.
Auf diesem Posten entfaltete I . länger
als durch zwei Iahrzchende eine höchst
ersprießlicheThätigkeit, vornehmlich, indem
er aus eigenem Antriebe reicbe Samm»
lungen anatomischer Präparate anlegte,
womit er dann mehrere Instiwte des
Kaiserstaates betheilte. So erhielt durch
ihn die Prager Hochschule eine Samm«
lung von 1114 zoolomischen und anthro-
potomischen Präparaten, darunter 200
Skelete von kleineren und größeren Sau»
gethieren, welche eine Zierde des ano«
tomischen Saales in Prag bilden. Die
Iosephinische Akademie und die Universität
in Wien wurden, erstere mit vortrefflichen
Präparaten dcs menschlichen Gehöror»
qanes*), letztere mit 138 Skeleten von
Säugethieren, Vögeln und Reptilien, und
207 Präparaten verschiedener Körper-
theile von ihm beschenkt. Ferner vollen-
dete er 3 instructive Sammlungen von
*) Freilich jcht durch Hyrt l 's Leistungen
lBd. IX, S. 464) weit überboten.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Band 10
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Jablonowski-Karolina
- Band
- 10
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 524
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon