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von ihnen einige Leichenreden im Drucke erschie«
Die Familien Ungarns mit Wappen und
Stammtafeln (Pesth 1859, Moriz Räth, 8«.)
Bd. V, S. 233. — 0atk1oFU3 Viblio-
n?i (8oxrouii 1799, 8«.) I>ai3 I, x. 203
tungen
Joseph (Schriftsteller,
geb. zu Zebernyik in Siebenbürgen
1688, gest. 4730). Entstammt einer alten
Adelsfamilie Siebenbürgens, deren Ur-
sprung bis in's 13. Jahrhundert zurück-
geführt werden kann und welche noch
heute in zwei Linien, in männlichen und
weiblichen Nachkommen fortblüht. Io»
sep h erblickte in denkwürdiger Zeit, als
eben seine Eltern aus Furcht vor den
Türken, ihren Besitz verließen, daS Licht
der Welt. Nach einer sorgfältigen Erzie»
hung im Elternhause, und nachdem er die
Studien auf dem evangelischen Collegium
zu Enyed beendet hatte, versah er in der
Gemeinde verschiedene kirchliche und an>
dere Aemter und zuletzt jenes eines Proto»
notars (Landrichter), in welcher Stellung
er sich ebensowohl das Vertrauen der ihm
unterstehenden Gemeinde, wie jenes der
Regierung in solchem Grade zu erwerben
verstand, daß ihn die Kaiserin Maria
Theresia in den Freiherrnstand erhob,
welcher Standeserhebung unter Kaiser
Joseph II. die fernere Gnade folgte,
mit dem Familien-Namen Inczedi noch
jenen seiner Gemalin Iosika zu ver>
binden und auS deren Verschmelzung den
Namen Iosinczy deIo sin cz zu bilden.
Die Nachkommen Joseph Inczädi's
bilden auch eine von den Incz6di's
abgesonderte selbstständige Linie unter
dem Namen der Freiherren von Iosin-
czy. Joseph, der eine gediegene Bil»
düng erhalten hatte, übersetzte in's Un«
garische Gerhard's heilige Betrach« unter dem Titel: „
Vöhz/s" (Hermannstadt 1743) und des-
selben Gedanken über die Eitelkeit dieser
Welt unter dem Titel: „^. n7ckF 5en-
5äF<5?-^ va?e5 s?ms?5sH6Hse/« (ebd. 1748),
ferner erschien von ihm:
(1733); nach seinem Tode:
1736) und in Handschrift hatte er unter
dem Titel: „.TliT-lsta ?>KNsH^an«s6
eine Anleitung über das RechtSverfahren
für den Adel Siebenbürgens hinterlassen,
denn der Bauer und Bürger waren zu
jener Zeit noch rechtlos, daher
sie
in einer
solchen Darstellung des Landrechtes gar
nicht in Betracht kamen.
«t I>i-oviüciaUuin seriptig säitis uotoruin
(VieQuas 1776, Qoe^s, 80.) 1?0M. I I , P. 135
lnibt irrthümlich das Jahr 1788 statt 1683 als
I.'s Geburtsjahr an). —
<5ilc a.2 siLöt kisF^Lsito lcötsi, d. i. Ungarische
Schriftsteller. Sammlung von Lebensbeschrei«
bungen. Zweiter, den ersten ergänzender Theil
(Pesth 1858, 8<>.) S. 124. — Schuler von
Libloy (Friedrich), Kurzer Ueberblick der Lite-
raturgeschichte Siebenbürgens von der ältesten
Zeit bis zu Ende des vorigen Jahrhunderts
(Hermcinnstadt 1857, Closius. 8<>.) S. 79. —
^öv«?«! ^as-?o), HlÄsi^ Q,6vs26t65sdb e«a.»
laäai, d. i. Siebenbürgens berühmtere Fami«
lien (Klausenburg 1854, Barrän und Stein.
8l>.) S 126. — Samuel I . , der Familie des
Obigen angehörend, diente anfänglich in der
kaiserlichen Armee, verließ sie aber später und
lebte als Landedelmann auf seinen Gütern zu
Nagy.Enyed. Als 1848 der Feldzug gegen die
Raizen begann, trat er als Honvedofsicier in
die Reihen der Revolutionsarmee, machte die
Schlachten von Sz. Tämas und den ganzen
siebenbürgischen Fetdzug bis Ende October mit.
Später befehligte er die Enyeder National»
garde gegen die Wallachen. I . zählte zu den
Helden der Revolutionsarmee und bei Me-
diasch, bei Szasz Regen gab er seltene Beweise
des Muthes. Nach der Waffenstreckung Ka»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Band 10
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Jablonowski-Karolina
- Band
- 10
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 524
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon