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Fnkey 209 Znsom
Anerkennung seiner Verdienste mit Diplom
vom 10. August 1836 in den Freiherrn-
stand erhoben worden.
Militär-Zeitung, herausg. von Hirtew
feld (Wien. 4".) 1838. Nr. 47. —
Icsl ss 1s82lirlna2ä5i tädläk^a.!, d. i. Die
Familien Ungarns mit Wappen und Stamm»
tafeln (Pesth t839. Mori^ Räth. 8».) Bd. VI,
S. 245. — Gothaisch es genealogisches
Taschenbuch der freiherrlichen Häuser
(Gotha. Just. Perthes. 32".) Jahrgang VIII
(1838). S. 292; .Jahrg. X I I (l862). S. 400.
— Freiherrnstands-Diplom vom 10.
August 1839. — Wappen. Im blauen Schilde
ein doppelschwänziger roth bezungter, im
Schreiten über einem aus dem Fußrande her-
vorragenden grünen Dreiberge begriffener
rechtsgekehrter goldener Löwe, in der rechten
Vorderpranke einen Säbel am goldenen
Gefäße über sich schwingend und in der
Linken einen bluttriefenden Türkenkopf am
Haarbüschel, tragend. Auf dem Schilde ruht die
Freiherrnkrone mit drei darauf gestellten ge<
krönten Turnierhelmen. Auf der Krone des
mittleren Helmes lehnt ein übergebogener ge»
harnischter Arm mit einem über sich gehobenen
Streitkolben in der Oeffnung eines schwarzen
Adlerflügels. Aus der Krone des rechten Hel«
mes wächst ein silbernes Einhorn mit goldenem
Hörne hervor. Auf der Krone des linken Hel<
mes ist ein schwarzer Adler mit ausgespann«
ten Flügeln und rother Zunge aufgestellt. Die
Helmd ecken beider Seitenhelme rvie auch
des mittleren sind blau, mit Gold unterlegt.
Devise. Valorom in iläs gu^ere, auf blauem,
um eine goldene Arabeske geschlungenen Bande.
Schild Halter. Rechts ein silbernes Einhorn
mit goldenem Hörne, einwärts sehend; links
ein goldener Löwe mit rother Zunge, zurück«
blickend. — Zu dieser Familie, welche ihren
Ursprung in den Anfang des 13. Jahrhunderts,
1419, zurückführt, gehört auch Kar t Inkey
von Pal in (geb. 1733. gest. zu Iharos-B5
reny 7. October 1807). erster Vicegespan der
Schumeger Gespanschaft, der als Menschen«
freund, insbesondere aber als Verbreiter der
besseren Agrikultur, indem er die verschiedenen
landwirthschaftlichen Versuche mit reger Auf-
merksamkeit verfolgte und selbst in Anwendung
brachte, ein ehrenvolles Andenken hinterlassen
hat. lN eu e Ann al en derLiteratur und Kunst
im österr. Kaiserthume (Wien, Ant. Doll, 4<>.)
Jahrg. 1808. Intell. Bl. Nr. 238: „Nekrolog".) Insom, auch Infam. . . . . (Bild.
Hauer, geb. zu Ca se z, einem kleinen
Dorfe am Nonsberg in Tirol 1776,
Todesjahr unbekannt). Sein Vater schon
war Bildschnitzer, der mit besonderem
Geschick, ohne jedoch je einen Unterricht
erhalten zu haben, in Holz und Stein
arbeitete. Im Alter von 44 Jahren ver>
fertigte der Sohn Heiligenbilder und
Tabernakel. Ein Landsmann von ihm.
der berühmte Arzt und Anatom Felix
Fontana sBd. IV, S. 28i^, würdigte
das Talent des geschikten Holzschnitzers
und warb ihn für feine Dienste. Er sollte
nämlich seine anatomischen Wachspräpa»
rate in Holz schneiden. I . nahm den
Antrag an, folgte 1798 Fontana nach
Florenz, wo er an der Ausführung der
berühmten anatomischen und Präparaten-
Sammlung, welche unter Fontana zu
Stande kam, nicht geringen Antheil
hatte. In Florenz bildete sich I .
durch Besuch der dortigen Zeichnungs»
schule immer mehr in der Kunst aus.
Nachdem Fontana 1893 gestorben
war, eröffnete I . eine eigene Werksiätte
und verfertigte viele Arbeiten in Alabaster
ohne jedoch als Künstler viel gekannt und
gewürdigt worden zu sein. Da kaufte er
von der Eigenthümerin eines Hauses in
Florenz eine im Haushofe liegende, stark
beschädigte Marmorstatue, das Gegen»
stück zu der berühmten, von Johann
Bologna gearbeiteten Gruppe, der
„Raub der Sabinerinnen". I . ging nun
an die Restauration des Torso, vollen«
dete dieselbe in mehreren Monaten, und
erntete mit der in wahrer Meisterschaft
ausgeführten Arbeit allgemeine Bewun-
derung, und sein Kunsiberuf war begrün»
det. Nun häuften sich die Bestellungen
von allen Seiten, selbst aus der fernen
Fremde, aus England und Frankreich;
vornehmlich waren es Copien berühmter
o< Wurzbach, biogr. Lerikon. X. fGedr 3N. April
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Band 10
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Jablonowski-Karolina
- Band
- 10
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 524
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon