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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10
Seite - 218 -
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Joachim 2l8 Joachim und vor Mannern wie Well ington Russell u. A. Bis zum Jahre 183( wahrte I.'s Aufenthalt in Leipzig und vornehmlich diesem Umstände ist es zu danken, daß I . in der Musik jene gedie» gene ernste Richtung einschlug, die ihn so ganz von den Virtuosen der Gegenwar unterscheidet. In Leipzig, in dieser Cen trale deutscher Intelligenz, die ebenso schöpferisch wie genießend sich verhält, bewegte sich I . in einem gewählten Künstlerkreise, seinen Aufenthalt zeit. weilig durch Kunstausflüge nach Nord- deutschland, Paris und London unter- brechend. Um ihn an diese Stadt zu fesseln, wurde er 1830 als zweiter Con> certmeister in dem Gewandhaus« und Theaterorchester angestellt. Aber dieser Anstellung folgte über Liszt's Vermitt- lung Ioachi m's Berufung nach Weimar, wo er die Hof'Concertmeisterstelle der Weimarer Capelle antrat. Ende 1882 vertauschte er diese Stelle mit der gleichen in Hannover. Bei allen deutschen Musik- festen, welche in den letzteren Jahren oft stattfanden, als in Düsseldorf, Karlsruhe, Hannover u. a. O., wirkte I., überall Enthusiasmus erweckend, mit. Ein tiefes und anhaltendes Leid neben seinen Triumphen und glänzenden Erfolgen ver« ursachte ihm im Jahre 1847 Mendels« söhn's Hingang (4. November 1847), an dem der junge Künstler mit inniger Liebe und Dankbarkeit hing. Später trat Joachim zu Robert Schumann in innige Beziehung, und der Einfluß zweier Geister wie Mendelssohn und Schu» mann in den Jahren des Reifens hat- ten auf I.'S künstlerische Vollendung den segensvollsten und nachhaltigsten Einfluß. I . ist, wenn nicht ausschließlich, so doch vorherrschend Virtuos, obwohl er sich auch in der Komposition versuchte, jedoch in letzterer Eigenschaft bisher wenig be- kannt geworden ist. Von seinen Com- Positionen sind zu nennen: „Mr Violine nntl Pillnllforte", 3 Nummern; — „itonrert in einem Satze"; — „Undenraubchen", 3 Nrn. ; — „Nie Abendglllcke. Nallake"; — „(5<in;ert- llnuertnre"; — „Malinrnnftri"; — „Quartette und Nieder"; — „Hebräische Uirdrr", ange» regt durch Lord Byron's „Nedrsw 3onFä" — und „Ungarisches Concert". Schon im Jahre 1837 meldeten die Jour- nale, daß Joachim sich mit der Tochter der Frau Bett ina von Arnim ver- malm werde. Diese Nachricht erscheint durch die neueste (Presse 1863, Abend« blatt Nr. 39) widerlegt, nach welchen I . mit der Hof-Opernsängerin Fräulein Weiß sich verlobt haben soll. Im Mai 1862 berichteten ferner die Journale, daß Joachim m Hannover um einen zwei' jahrigen Urlaub gebeten und ihn erhalten habe, daß man aber bei Hofe darüber verstimmt und gewillt sei, ihm die ganz« liche Entlassung nach London, wohin sich der Künstler von Hannover aus begeben hatte, nachzusenden. Auch dieß scheint leeres Gerücht gewesen zu sein, da Ioa» chim zur Stunde (Februar 1863) noch Concertdirector in Hannover ist. Ueber I.'s künstlerische Eharakteristik und die erheblicheren Urtheile der Kunstkritik siehe weiter unten in den Quellen. „Gewiß aber, schreibt einer seiner Biographen, hat oit Ludwig Spohr's epochemachenden Erscheinung als Vertreter eines classischen Violinspieles und Schöpfer einer spe« isisch deutschen Geigenschule kein Vio- inist Deutschlands bis in unsere Gegen- wart hinein eine so hohe Bedeutung wie Joachim gewinnen können." Reich (Ignaz). Dstk-Al. Ehrentempel verdien« tcr ungarischer Isracliten (Pesth 1386. Alois Bucsimszky, 4".) Hrf t I , S. 61. — Männer der Zeit. Biographisches Lexikon der Gegen» wart (Leipzig 1861. Carl B. Lorct. 4«.) S. 418 sonach diesem geb. bei Preßburg^. —'
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Jablonowski-Karolina, Band 10
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Jablonowski-Karolina
Band
10
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
524
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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