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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10
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321 Zoannovics ;n der von Dr. und Hofrath Spengler in Ems herausgegebenen „Balneologischen Zei» tung" eine biographische Skizze nebst einem Verzeichnisse seiner Schriften und Angabe der in seinem Nachlasse befindlichen erschienen sein; wenigstens erbat sich dieselbe Dr. Spengler von seiner Witwe in einem an sie gerichteten (23. September 1858 datirten) Beileiosschrei- den. — Berühmt ist noch aus früherer Zeit der Vorarlberger Georg Joachim (geb. zu Feldkirchen 13. Februar 1314. gest. zu Kaschau 4. December 1376), ein ausgezeichneter Mathe« matiker und Astronom, 1337 Professor der Mathematik zu Wittenberg, einer der größten Schüler und wärmsten Anhänger des Köper» nikus. Später lehrte er Mathematik zu Leip« zig, von wo er sich nach Kaschau begab, wo» hin ihn ein ungarischer Magnat berufen hatte. Dort starb er an einem Schlaganfalle im Alter von 62 Jahren. Von seinen Schriften, denen Kepler, Kästner, Bernou l l i . Delam« bre ihre Aufmerksamkeit zugewendet, sind an« zuführen: „Oi-ationes äs ^Ztronoinin. st (3eo- Fi'axkin, st äs ?k)'2icg.^ (Xurenidei'';. 1342); — ^Lplismeris sx tllnäkinsntis <Üo^6riiiei" (I.sip2iF 1330), ein schon höchst seltenes Buch; — „<7an,on Oocti-5un,6 i'i-iHQsuIoi-^in" (Basel um 1380). später von Joachim's Schüler Valentin Otho unter dem Titel: ^O^us xa- latiunm äs iriauFuIiZ" (1396) herausgege« den; i> al at innm heißt es, weil der Pfalzgraf Otho die Herausgabe dieses Werkes unter« stützte — und „i'ksZkui-us matksiQütiLUL sivs 02.U0N Lwuuui" (I'lkukturt 1613), von Pitiscus nach Io achim's Tode aus dessen Handschrift herausgegeben. Allgemeines historisches Lexikon (Leipzig 1730,Thom. Ftitschen's Erben. Fol.) Bd. I I , S. 1038 (die. ses wie auch andere Werke geben den 16. Fe» bruar 1314 als Geburts«, den S. December 1376 als Todesdatum an). — I^oss^s, De sciSQtiiL !U2>tIi6iQl>.til:i2. — If'slH/s?-, NiLto- ril», ^.LtronomiHL. — ^.Fam, Vitas ?tlilo20- äs i'asti'oiiQiiiis moäsrus. — Kästner, Ge« schichte der Mathematik. — Staf f ier (Ioh. Iac.), Das deutsche Tirol und Vorarlberg, topographisch mit geschichtlichen Bemerkungen (Innsbruck 1847, Felician Rauch. s<>.) Bd. I, S. 87.) — Rastawiecki in seinem trefflichen Lexikon der polnischen Maler gedenkt eines Malers in Krakau. Joachim, der im 16. Jahr« Hunderte in der alten Königsstadt gearbeitet und in der Groozkergasse ein Haus besessen hat. polskick, d. i. Lexikon der polnischen Maler (Warschau 1850 u. f.. 3ex. 8°.) Bd. I, S. 2l0. und Bd. II I , S. 248.) Ioannovics, Peter (früher Erzbi- schof von Belgrad und Metropolit des Fürstenthums Serbien, jetzt Bischof von Karlstadt, geb. zu I l lok , einer kleinen, in österreichisch Serbien gelegenen Stadt, am 13. Februar 1800 a. St.). I n der Taufe erhielt er den Namen Paul. vertauschte aber denselben mit Peter beim Empfange der heiligen Weihe. Nachdem er die Volksschule seines Ge- burtsortes besucht, ging er nach Efsegg und Karlowicz, wo er die Gymnasial» studien, dann nach Szegedin, wo er die Philosophie und Theologie mit aus- gezeichnetem Erfolge beendete. Er erhielt nun eine Profefforstelle am Karlowiczer Gymnasium und wirkte an demselben zehn Jahre. Als die Wirren im Fürsten- thume Serbien ausbrachen, und nachdem das Fürstenthum seine Unabhängigkeit erlangt hatte, begaben sich im Jahre 1830 mehrere intelligente Kräfte und darunter auch I . nach Belgrad; letzterer suchte eine Professur an dem dort neu zu errichtenden Gymnasium. Indeß fügte es sich anders; I . wurde von dem Fürsten Mi losch zum Secretär bei der dama» ligen höchsten Stelle, dem National« gerichtshofe zu Kragujevacz, ernannt und kam zwei Jahre später in gleicher Eigen» schaft in die Privatkanzlei des Fürsten. Bald erwarb sich I . so sehr dessen Wohl- wollen, daß er ihn nach Ableben des Metropoliten Melentic für die höchste geistliche Würde des Fürstenthums be« stimmte. Nachdem auf des Fürsten An« frage der serbische Clerus, der Patriarch von Conftantinopel und der Erzbischof von Karlowicz diese Wahl gebilligt, erhielt I . in der kurzen Zeit von fünf« zehn Wochen nach der Reihe die Grade
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Jablonowski-Karolina, Band 10
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Jablonowski-Karolina
Band
10
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
524
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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