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Zordan 267 ZordanĂźky
scher Ueberfehung unter dem Titel:
u^od, usd teVlieecK ^lor»^v8^od,", d. i. Von
den Gesundbrunnen im Martgrafthume Mäh»
ren. 3 Theile (VrĂĽnn t38t. Fol.). heraus.
Einige Jahre später erschien erst die latrinische
Ausgabe: „I)s a^uis insälektis ^lo^vias
oommsQtHriolus" (k'i'Huoot. 1536, 80.), worin
auch interessante Notizen über in Mähren ge»
fundene Mumien und ein bei deren Einbal«
samiruna verwendetes Mineral, Retinasphalt,
daS in Mähren vorkommt, enthalten sind. Als
die Pest in BrĂĽnn wĂĽthete, beobachtete I .
aufmerksam dieselbe und gab darĂĽber heraus:
«'pOgtis Vtilleuollisnll ssu äs lis yuas oirca
lsdrsiu x«5ti1siitbin ap^Hront sxeroitatia"
(I'r^Qcokoi-ti l?56, 8".); eine lateinische Be»
schreibung des Bezoarsteines ist dieser Schrift
angehängt. Als später eine neue Seuche in
BrĂĽnn ausbrach, beschrieb er auch diese in der
Schrift: „I^uis uovae in Hlor^vi» sxortao
äesoriptio" (l'i-Huoolorti 1580, 8<>.), später
unter dem Titel: „Vruuiw FaNieuä «su !uis
nov»e iu Nloravia sxortas clesoriptio" (ebd.
1583. 80.). daselbst befindet sich auf der Rück«
seite Jordan'S Porträt in Holzschnitt. Aber
nicht nur als Arzt, auch als Geschichtsforscher ist
Jordan bemerkenswerth und ist von ihm die
verbesserte Ausgabe des Wertes von Du<
bravius, das unter dem Titel: „^o. Du-
bravii O1oin,U2HQ5i3 N^isoo^i Historik Nois»
mioa » O!(Hri82iuio) V(iro) Ikoma ^orä2no
inoäioo uovis <3snsa1oßiariim, Vxiseoxorum,
NsFum, Vucuiu OatllloĂźis Qses332rii8 a.uin>
otiam Huuot2tio2idu8 sio ornata st illu-
«trat», ut uuuo äsmum «äita äioi possit"
(LH2iIsH6 1575,1»et. ?si-nH, I'ol.), in welcher
der böhmische Chronist mit Zuhilfenahme böh»
Mischer, polnischer und schlesischer Geschichten
in der Chronologie und auch sonst nicht unwe»
sentlich verbessert ist. Jordan ist von den
mährischen Ständen in den Ritterstand mit
dem Prädicate von Klausenburg, nach sei»
nem Geburtsorte, aufgenommen und auf ihn eiue
Medaille geprägt worden, welche bei Berg»
mann (Tafel XVII5, Nr. 86) abgebildet und
von ihm beschrieben ist. ^In der Einleitung
zu seiner Schrift: „I^uis nova in Hloi-a.via"
gibt I . selbst Nachrichten von seinem Leben,
welchen später Czuit t inger. Kästner und
die Uebrigen gefolgt sind. ^Bergmann (Io>
seph), Medaillen auf berühmte und ausgezeich«
nete Männer des österreichischen Kaiserstaates
vom XVI. bis zum 3IX. Jahrhunderte
(Wien 18«—1837, Tendler u. Eomp., 4".) Nd. I I , S. 109. — Abbi ldungen böhmi-
scher uno mährischer Gelehrten und Künstler
nebst kurzen Nachrichten von ihrem Leben und
Wirken, von Franz Martin Pelzel (Prag
1777). Bd. I I I , S. 207. — l'e« ,^7-em/ 5He-
Läan>>, 8ucoiuta m«äiooi-um HuuFariHS et
^ransilvanias Vio^raplĂĽa (I^iMas 1774,
8oinmsi', 8".) OsQwri» I"^ «, p. 7^. — Ho^anz,/
i^l«?iu«), ^omorla llunßHi'oi-um st ?io-
vinoiaUuni sori^tis bäitis llotornm (Vien-
uas 1776, Los^s, 80.)^ om. I I , x. 242. —
Hirsche! (Bernhard Dr.), Compendium der
Geschichte der Medicin von den Urzeiten bis
auf die Gegenwart (Wien 1862, BraumĂĽller,
gr. 80.) S. 179. — Seivert (Johann). Nach.
richten von siebenbĂĽrgischen
Gelehrten und
ihren Schriften (PreĂźburg l?85, 8".) S. 2ll.
— Encyklopädie der praktischen Medicin.
Deutsch bearbeitet unter Mitwirkung eines
Vereins von Aerzten von Ludwig Fräntel
(Berlin 1839 u. f.. gr. 8°.), im Artikel „Unga.
risches Fieber", von Heckel. — H aeser (H.),
Historisch'pathologische Untersuchungen (Dres-
den 1839. 8«.) Bd. I. S. 209. und Bd. II . —
Porträt. I Balz er 20. (auch' in Pelz l's
Abbildungen böhm. und mähr, Gelehrten).)
IordanĂźky, Alexius von (Weihbl-
s ch 0 f von Tinninie, gelehrter Theolog,
geb. zu Ka schau 13. September 1763,
gest. zu Gran 17. Februar 1840). Sein
Vater war Beamter bei der königl. un«
garischen Hofkammer in PreĂźburg. Der
Knabe erlernte frĂĽh die drei Landes-
sprachen, die ungarische slavische und
deutsche; außerdem die französische und
italienische. Auf deS VaterS Wunsch, der
selbst schon Mitglied deS Jesuitenordens
und Novize gewesen, studirte der Sohn
Theologie und trat zu PreĂźburg in daS
General'Seminarium ein. Am 26. Sep.
tember 1789 erhielt I . die Priesterweihe
und kam als Actuar zu dem Erzbischofe
von Gran. und PrimaS von Ungarn
Joseph Grafen Bathyäny sBd. I,
S. 177^. Nun wurde er folgeweise Pfarrer
zu Szölgyän, Professor der Theologie am
erzbischöfiichen Lyceum zu Tyrnau, Dom»
Herr. deS PreĂźburger CollegiatcavitelS
und Prodirector der dortigen königl.
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Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Band 10
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Jablonowski-Karolina
- Band
- 10
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 524
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon