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Zäfika 272 Züsika
Volkes zu werden. Im Jahre l836
wurde er Mitglied und Directionsrath
der ungarischen Akademie. 1837 Mitglied,
1842 Präses der Kisfaludy-Gesellschaft;
1847 erschien er wieder als Regalist und
zweiter Deputirter des Szolnoker Comi
tates auf dem siebenbürgischen Landtage,
auf welchem er für die Vereinigung
Siebenbürgens mit Ungarn auf das
Eifrigste thätig war. ImIahre 184«, als
Mitglied der ungarischen Magnatentafel,
nahm er an der Bewegung des gleichen
Jahres lebhaften Antheil und wurde,
nachdem der LandeSvertheidigungs'Aus»
schuß sich gebildet, dessen Mitglied. Nach
der Unabhängigkeitserklärung Ungarns
vom 14. April 1849 wurde I . Mitglied
deS obersten Gerichtshofes, folgte Kos-
suthnachDebreczin.Szegedin.Arad, und,
als nach der Waffenstreckung von Vilä«
gos AlleS in der Flucht sein Heil suchte,
war auch I . auf Rettung bedacht. Jetzt
erst trennte er sich von seiner Frau, die bis
dahin ihm überall gefolgt war, und wah»
rend sie nach Pesth ging und von dort
nach Leipzig sich begab, gelangte er auf
Umwegen über Lugos, Lippa, Debreczin
über die Grenze nach Biela und erreichte
nach mannigfaltigen Kreuz» und Quer«
zügen mit dem Passe, der ihn als Mül«
lermeister bezeichnete, Leipzig, wo er
seine Frau fand und mit ihr von dort
nach dem Schlosse einer Verwandten
seiner Frau, der Baronin Bü low, nach
Thüringen, und von da nach Brüssel
sich begab. Dort begründeten sich Beide
nach mannigfachen Kämpfen und Ent-
behrungen eine neue Heimat ^vergleiche
die Lebensskizze seiner Frau Ju l ie ,
S. 270). Seit Iösika daS schriftstelle,
rische Gebiet betreten, entwickelte er eine
ungemein große Fruchtbarkeit. Zwei
Schriften, „Tendenz" und „Skizzen",
beide 4833 erschienen, wurden wenig beachtet; aber schon sein erster zwei Jahre
spater veröffentlichte Roman machte
großes Auffehen und seinen Namen, da
seine Romane bald in'S Deutsche übersetzt
wurden, in den weitesten Kreisen bekannt.
I 6 sika's Werke sind in chronologischer
Folge: »^5^«, d. i. Abasi. 2 Bde.
(Pesth 1836), bereits in 3 Auflagen
erschienen; deutsch von Hermann Kle in
(Pesth 1839) und von Gustav Treu-
mund; — „Z^i/omn«, d. i. Zolyomi
(Pesth 1836). bereits in 4 Auflagen;
deutsch von H. Klein (ebd. 1839); —
„^4 Könn^müsH", d. i. Die Leichtsin»
nigen. 2 Bde. (ebd. 1837). bereits in
3 Auflagen, deutsch von H. Klein (ebd.
1839); — „^2 u?o?s6 H^on'", d. i.
Der letzte Bathori. 3 Bde. (ebd. 1838).
bereits in 3 Auflagen; deutsch von V.
Schwarz (ebd. 1839); für diesen
Roman erhielt er von der ungarischen
Akademie einen Preis von 209 Ducaten
und einen silbernen Becher;— „^4 (^s/isk
M^aT-o^zsaFon", d. i. Die Böhmen
in Ungarn. 4 Bde. (Pesth 1840), bereits
m 3 Auflagen; deutsch von H. Klein
(ebd. 1840); — „Ae? es ?ünHe>/ion",
d. i. Leben und Traumwelt. 3 Bde.
(Pesth 1840), ist eine Sammlung seiner
in Zeitschriften zerstreut gedruckten Erzah«
lungen uud Novellen, als: Decebal;
Gott und Teufel, das Zauberkindlein;
Die Perle der Mohilen; Die Tochter der
Beduinen; Die treuen Ungetreuen; Die
Suttin, u. m. a.; — „6>in?/l' aköAo", d. i.
Zriny der Dichter. 4 Bde. (ebd. 1840).
bereits in 2 Auflagen; deutsch von G.
Treu mund (ebd. 1844); — „ N's-Mn-
", d. i. Echolaute. 2 Bde. (Pesth
1844)—und»Hnv T-sMmn", d. i. Ge-
Heimnisse deS Herzens. 2 Bde. (ebd.
1843), beides Sammlungen seiner Novel»
len, im ersten: Fantasie und Wirklichkeit;
Gefahr und Heil; Rosa Maria; Hercu»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Band 10
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Jablonowski-Karolina
- Band
- 10
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 524
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon