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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10
Seite - 276 -
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Seite - 276 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10

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Mk« 276 Mk« innerhalb der Arbeit auch dichterische Stim- mungen und glückliche Momente." ^Letzteres ist eine ebenso gewagte als ganzlich unbe» gründete Ansicht; ein Mensch, der auö solchen Lebenstampfen wie I . . Alles verlierend, sich selbst zu retten verstanden, auf den das Horazische „ ^ 5; lraotug iladatur orki5 impkviäuin, lsi-isut ruina^" anzuwenden, wie nur auf sehr wenige Zeitgenossen, ist, wenn man seine künstlerische Thätigkeit — die politische kann dabei in keine Betrachtung kommen — aufmerksam würdigt, wirklich au ch ein Dichter an sich.) IV. Zur Genealogie der Freiherren von Iüsika. DieIusika sind ein altes siebenbürgischeS Adelsgeschlecht, dessen ununterbrochene Folge sich bis in's 16. Jahrhundert, und zwar zum ersten berühmten Sproßen dieses Namens, zum Kanzler Stephan I os ika. zurückführen läßt. Dessen zwei Urenkel, die Söhne Gabriel 's (I.) s^iehe die nebenstehende genealogische Tafel), bildeten die noch heute blühenden zwei Haupt» linien, nach ihren Stiftern Gabriel (II.) und Stephan die I. Vabrielische und die I I . Stephanische genannt. Gabr ie l und dessen drei Neffen. Stephan's Söhne Gmerich, Daniel und Stephan, erhielten 1698 von Kaiser Leopold I. das Baronat. I. Die von Gabriel gegründete Linie spaltete sich mit seinen zwei Söhnen Gabriel (III.) und Samuel noch in zwei Zweige, aber schon mit der Enkelin Gabriel 's, mit Susanna, nachmals vermalten Czoöel, erlosch der eine; der zweite Zweig der Gabrielischen Haupt« linie blüht noch zur Stunde in den Nach» kommen Samuel's. Dessen Ururenkel sind der Baron Samuel h'. unten die bes Biogra» phie^l, Baron Ludwig, k. k. Kämmerer und Präsident des Urbarial'Obergerichts in Sieben« bürgen, und Baron Johann, t k General» Major und Brigadier beim 4. Armeecorps in Lemberg. Während Samuel und Johann unvermält sind. hat Baron Ludwig in einer zweimaligen Ehe: 1) mit Franziska Gräfin Hasser und 2) mit Adelheid Gräfin Bethlen, vier Söhne: Joseph, Samuel, Ludwig und Gabriel. — I I . Auch die Stephanische Linie bildete in Stephan's Söhnen Emerich (I.) und Stephan zwei Zweige; aber der Stephan's erlosch schon mit seiner Tochter Agnes, während die Nachkommen Eme« ri ch's (I.) fortblühen. Emerich's Enkel, Eme- rich (II.) und Daniel, bildeten neuerdings zwei Zweige; jener Daniel 's erlosch jedoch schon in seiner Enkelin Thecla, während der Enkel Emerich's (II.). Baron Nikolaus, der berühmte Romandichter s^iehe die Biogra» phie S. 2711. zur Zeit das Haupt der Ste, vhanischen Linie ist. Ein Bruder des Baron Nikolaus. Baron Emerich (III.), bildete eine neue Linie, die zur Stunde in Einem Sproßen. dem Baron Coloman, blüht. V. Denkwürdige Sproßen der Iüsika. 5. Baron Coloman I6sika. ein Neffe des Roman- dichterS Baron Ni to lauS; ist ein Sohn Emerich's aus dessen Ehe mit Anna Gin« gely. Baron Coloman ist selbst Poet und liebt die Musik. Im Jahre 1857 gab er heraus: „Novswk", d. i. Novellen. 2 Bde. (Pesth). und in R6zsuuölgyi 's Musikalien» und Kunstverlage erschien seine Compofition, die Romanze „^u uis ooiv.v?su68" (ts summst 6!-t652). Baron Coloman ist mit Minna Gräfin Vlttl vermalt. — 2. Jul ie, Gemalin des Baron Nikolaus ^s. 0. besondere Bio- graphie S. 270). — 3. Nikolaus ls- d. be. sondere Biographie S. 27l). — 4. Samuel l^s. unten d. bes. Biographie). — 5. Stephan I. lebte im i6. Jahrhunderte und war einer der einflußreichsten Magnaten seiner Zeit. Sigmund Bathory zählte ihn zu seinen vrr» trautesten Rathgebern, spielte aber mit ihm wie mit'Kaspar Kornis und Stephan Bocs» ta i , deren Jedem nach der Reihe er das Großfürstenthum antrug. aber Jeden einzeln ermähnte, vor den beiden anderen auf der Hut zu sein, ein falsches Spiel. Als endlich 1597 Erzherzog Maximi l ian die Regierung Sie. benbürgenS übernehmen sollte, schickte Kais« Rud 0 lph eine zweite Gesandtschaft, bestehend auö Stephan Sz« hay. Bischof von Waitzen. Nikolaus Istvanfy unoBartholomäus Pek. in's Land. um die Verhandlungen zu Ende zu bringen. Nach mancherlei Hin» und Herreden gaben die überraschten Stände ihre Einwilli» gung und Kanzler I6s i ta wurde gefangen, worauf Bathory das Land den Commis- sären des Kaisers übergab. Iosikll, Samuel Freiherr (Staats, mann, geb. zu Klausen bürg 7. Juli 1803, gest. zu Pesth 28. März 1860). Der Sohn des Freiherrn Johann aus dessen Ehe mit Rosa Grafin Csäky. Trat nach beendeten Studien 1826 als Honorar«Hofconcipist bei der siebenbürgischen Hofkanzlei ein. 1828 wurde er Honorar «Hofsecretar und im
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Jablonowski-Karolina, Band 10
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Jablonowski-Karolina
Band
10
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
524
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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