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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10
Seite - 279 -
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Seite - 279 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10

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279 Gust. Heckenast. Ler. 8°) Bd. IV, S. 36l. — Der Fortschritt (Wiener polit. Blatt) 1860. Nr. 90: „Baron I6sika". — Pester Lloyd (Pesther polit. Blatt) 1860, Nr. 75 und 79 Gunter den Tages»Neuigkeiten .^ — Presse (Wiener polit. Blatt) 1860, Nr. 90 Abendblatt ^in der „kleinen Chronik"^. Iüsiuczy, siehe: Inczödy l^S. 203 im Textes. Iosisiüviö (auch Iozipovich), Anton, (Parteigänger, geb. zu Nagy.Go» ricza in Croatien am 21. Juli 1306). Entstammt einer croatischen Adelsfamilie, beendete die vierte Grammatikalclafse und trat dann in die kaiserliche Armee, in der er eS bis zum Unterofficier brachte. Nach- dem er einige Zeit gedient, trat er aus und lebte auf seinen Gütern, die er selbst bewirthschaftete. Im Turopoler Bezirke, in welchem der niedere Adel — etwa wie in Galizim die sogenannte Zslaolit» Koä2.o2k0^va — haufenweise ansäßig ist, spielte I . alsbald eine einflußreiche Rolle, insbesondere dann, nachdem er zum Turo« poler Landesgrafen (Oomes toilbstrig) ernannt und 1839 in den Preßburger Landtag berufen und 1843 zum Oberge» span des Agramer Comitates ernannt worden war. Der bekannte Zeichner der „Neuen Croquis aus Ungarn" schildert schon im Jahre 1844 Iosipoviö „als energischen Charakter und thätigen Feind deS Illyrismus. Obwohl Croate, ist er doch genug der ungarischen Sprache mächtig, um die Personen und Dinge mit dem wahren Namen zu bezeichnen und manchmal Unsinn zu sprechen". In diesen wenigen Worten ist Alles folgende erklart. Gegen seine eigenen Landslente im blinden Fanatismus auftretend, griff er, wenn es ihm nöthig erschien, zur Gewalt, um entweder seinen Anhang zu vergrößern, oder aber seine Gegner ein- zuschüchtern und wohl gar zu vernichten. Die Bestrebungen der südslavischen Volks- stämme, welche der magyarischen Bedrü« ckungen müde sich zu fühlen begannen, der sich ermannende I l lyr ismus, mit welchem Worte damals die Reformbe- strebungen der Südslaven kurzweg be- zeichnet wurden, reizte auch Iosipovio und seinen Anhang, zu energischerem Widerstände. Das Wort Illyrismus diente ihm trefflich zu Verdächtigungen der Slaven, indem er dem Landvolke die Zeit zurückrief, da Napoleon daS Königreich Illyrien geschaffen, welche Periode der großen Steuern wegen bei den Landleuten in üblem Andenken stand. Und so bot das in ganz anderem Sinne zu deutende Wort Illyrismus dem magyarischen Parteigänger Iosipovio eine vortreffliche Handhabe zur Förde» rung seiner Absichten. Der Illyrismus, declamirte Iosipovio, habe nichts geringeres vor, als das Landvolk mit unbilligen Steuern zu belasten und Alles zu germanisiren. Solche staatsmännische Weisheit bei einem Volke, das auf einer tiefen Stuft der Bildung steht, angebracht, konnte ihre Wirkung nicht verfehlen. Als Ende Mai 1842 die Neuwahl der Stuhlämrer in Agram stattfand, erschien auch Iosipovio mit seinen Turopolern in der Stadt, und als er bei den Wahlen gewaltthätig vorgehen wollte, wurden er und die Seinen von der illyrischen Partei, welche dießmal den Sieg behielt, auS der Stadt gejagt. Für drei Jahre, so lange blieben die Gewählten in Wirksamkeit, war die Ruhe hergestellt; aber als die Zeit zu neuen Wahlen heranrückte, begab sich Iosipovio, der bis dähin in Zurückge« zogenheit gelebt hatte, wieder nach Agram, wo er für magyarische Zwecke offen und heimlich warb, große Summen ver« schwendete und Gewaltthätigkeiten aller Art verübte. Im Jahre 1844 wurde Franz Graf Haller von Hallerkeö
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Jablonowski-Karolina, Band 10
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Jablonowski-Karolina
Band
10
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
524
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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