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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10
Seite - 283 -
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Seite - 283 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10

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Jovanovic 283 der Abzug aus Venedig gestattet wurde. I n die Heimat zurückgekehrt, übernahm Iovanov io das Commando über das 4. Peterwardeiner Grenz-Bataillon, an deffen Spitze er sich im Banate ehrenhaft schlug. Zum Major der serbischen Natio» nalmiliz ernannt, führte er das 4. und 3. Bataillon an. I n der dritten großen Schlacht bei Szent.TämaS am 59. (nach Anderen am 21.) September siel er der ungarischen Heeresmacht unter Meszä.» ros und Blagojev io in den Rücken und trug so wesentlich zum Siege der Serben bei. Noch schlug er sich bei vielen Gelegenheiten heldenmüthig im Banate. Im November und December 1848 war er Anführer des serbischen Lagers in Alibunar. Am 30. November eroberte er Karlsdorf und jagte den Feind bis Nikolinec. Dreimal schlug er den Angriff auf Alibunar zurück, konnte aber seine Stellung gegenüber der feindlichen Ueber« macht nicht behaupten; seiner Rasch« heit und Bravour endlich gelang es, sich durchzuschlagen. Noch einmal kämpfte Michael bei Arad. Mit zwei Bataillonen nahm er den Ungarn 24 Geschütze und warf sich in die Stadt. Hier aber wurde er überfallen und fand seinen Tod im Barrikadenkampfe. Einige Zeit hindurch konnten die Serben gar nicht erfahren. ob Iovanov iä todt oder gefangen sei, und nachdem sie seinen Tod erfahren, ver» suchten sie Alles, seinen Leichnam von den Ungarn zurück zu erhalten — aber der» gebens. g. kouvsi'äaein, d. i. Kleines Taschcn«Con« oersations-Lerikon (Prag 1330. 12« ) Theil I, S. 889. — Obiger Michael Iovan oui6 ist nicht zu verwechseln mit einem zweiten Michael desselben Geschlechtsnamens, im Volke gewöhnlich Mio genannt; er war Bul- jukbascha der Serben hinter der Donau, welche im Jahre 1848 der Woiwodschaft gegen die Ungarn zu Hilfe kamen. Mio spielte eine große Rolle in den Kämpfen an der unteren Donau und befehligte in der Schlacht bei Elemir am 12. September 1848 jene aus Czaj. listen, Sensenmännern und jenseits der Donau wohnenden Serben (sogenannten Serbjancen) zusammengesetzten Schaaren, welche aus Bos« nien heranzogen. Auch leitete erden bald darauf erfolgten Angriff von Groß'Becskerek. Außer diesen beiden Michael Iovanov iu sind noch mehrere dieses Namens, von denen der größere Theil sich insbesonders in den Kämpfen des Jahres 1818 und 1849 gegen die Ungarn hervorgethan, erwähnenswerth: I.Anastastus I . (Malerund Lithograph, geb. zu Vratza im Jahre 1817). Ueber diesen bringt Kukuljevi<5 in dem weiter unten bezeich« neten „Lerikon der südslavischen Künstler" aus« führliche Nachrichten. Sie werden hier in kur< zem Auszuge und mit der Bemerkung mitge» theilt, daß dahier mindestens eine Namens« Verwechselung stattfinden müsse, da den Ser» ben selbst ein Künstler dieses Namens und dieser Bedeutung nicht bekannt ist. Obiger Anastasius I . begab sich «tlso, wie Ku» ku l jev iä berichtet, nachdem er einige Jahre zu Hause unterrichtet worden, 1826 nach Belgrad, wo er die Studien fortsetzte. Der Tod seines Vaters, 183l. beraubte ihn der Mittel, sich weiter auszubilden. Der Um< stand, daß der Fürst M i losch in Serbien ordentliche Druckereien und Schriftgießereien einzuführen bedacht war und befahl, geschickte Leute aus der Fremde anzuwerben, war für Anastasius förderlich; es gelang ihm, die Aufmerksamkeit deö Fürsten Milosch auf sich zu ziehen. Der Fürst schickte ihn nach Wien, wo er zu dem Kupferstecher Rahl in die Lehre kam. Auch bildete sich I . in Sprachen und mit solchem Erfolge, daß er. als im Jahre 1839 zehn Serben nach Wien gesendet wurden, um dort erzogen zu werden, zu ihrem Sprach» lehrer bestellt wurde. Iovanooiä hatte in< dessen drei Jahre die Akademie der bildenden Künste in Wien besucht, eine besondere Fer» tigkeit im Porträtmalen sich angeeignet und angefangen zu lithographiren. Es erschien nun cine Folge von Porträten südslavischer Nota« bilitäten, als Musicki, Vuk'Karadzi«. Fürst Michael, Patriarch Rajaöi6, Peter Petroviä Njegosch von Montenegro, Ban Ie l laö iä , St ra t imi rov io , Kni» öanin, Fürst Dani lo u. A., welche ein Pantheon der Südslavcn bildeten. Als Zeich» ner und Lithograph derselben wirdIouano« o ic genannt. Besserunterrichtete melden ab^r,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Jablonowski-Karolina, Band 10
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Jablonowski-Karolina
Band
10
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
524
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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