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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10
Seite - 286 -
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<3o)ipovich 286 Zpolyi-Stunnner und übergaben das Festungscommando in Es' segg einem Andern. Bald nachdem Windisch» grätz seine Operationen in Ungarn begonnen hatte. wurde I . gefangen, vor ein Kriegs» gericht gestellt, von diesem im Juli 1850 des geheimen Einverständnisses mit der revolutio« nsren Regierung in Ungarn und der Uebergabe der Festung Ofen an dieselben schuldig befun» den und zum Verluste aller Würden und zum Tode durch den Strang verurtheilt, welches Urtheil jedoch Se. Majestät der Kaiser auf zwanzigjährige Festungshaft milderte j^ ' t - a konveT-Laöni, d. i. Kleines Taschen'Conver» sations'Lmkon (Prag 185t). l2<>.) Theil I, S. 894.) Iozipüvich, siehe: Iosipoviö, Anton ^S. 279^. Ipolyi-Stuunner, Arnold (Alter- thumsforscher, geb. zu Ipo ly- Keszi im Honter Comitate 20. October 1823). Sohn adeliger Eltern. Sein Vater Iranz, ein eifriger Patriot und Redner der Comitatsvcrsammlung, war mehrere Jahre hindurch Oberstuhlrichter des Honter Comitates und stand als solcher in hoher Achtung; seine Mutter Arsenia war eine geborne Sem- recsänyi. Der Sohn erhielt im Eltern« hause eine religiöse, Geist und Herz bil« dende Erziehung, lernte frühzeitig die bestrn Werke des In- und Auslandes kennen; besuchte dann die PiaristeN' gymnasien zu Korpona und Schemnitz, auf welch' letzterem vornehmlich Georg Lörincz großen Einfluß auf den be« gabten und lernbegierigen Zögling aus' übte. Der Unschlüssigkeit des Vaters über die Standcswahl deö Lohnes, nachdem die Vorbereitungsstudien beendet waren, machte dieser durch seine Neigung für den geistlichen Stand ein Ende, da ihm der> selbe zunächst geeignet schien, seinem wissenschaftlichen Hange zu leben. So trat denn Arnold nach beendetem Gymnasium, erst 13 Jahre alt, in das erzbischöfliche Seminar zu Gran, kam aber seiner Jugend wegen in das St. Emerichs»Seminar zu Preßburg, wo er zwei Jahre zubrachte; denn nach Tyrnau, wo er die philosophi- schen Studien beendete, und wo stch schon damals seine Vorliebe für Geschichte kund gab. I n der ungarischen Literatur war Emerich Meszaros sein Lehrer. In diese Zeit bereits fallen Ipo ly i 's erste literarische Versuche. Von Tyrnau, wo I . die Philosophie beendet hatte, kam er nun nach Wien in das Pazmaneum. Neben seinen theologischen Berufsstudien betrieb I . das der fremden Sprachen und der schönen Literatur der verschiedenen Völker, zu welchem sich später jenes der mittelalterlichen Paläographie. Diplomu« tik und Kunstgeschichte, namentlich jener des Mittelalters gesellte. Schon im Jahre 1843 begann er seine Forschungen über die Religion der alten Ungarn und hielt darüber Vorträge im Pazmaneum; es sind dieß so zu sagen die Anfange zu jenen Arbeiten, welche seinen Namen später in der gelehrten Welt zu solcher Geltung gebracht. Nachdem er im Jahre 1844 die theologischen Studien beendet, kam er nack Gran in das Presbyterium, und da er das zur Erlangung der heiligen Weihen erforderliche Alter noch nicht besaß, sehte er mit allem Eifer seine archäologischen und anderen Studien fort. Ein Antrag, als Erzieher in das Haus des Baron Alois Medny. ansky. könig. lichen Schatzmeisters, zu treten, war ihm auch sehr willkommen. Er nahm ihn an und die Catalogisirung der reichen Bibliothek des Barons, mit welcher I . betraut worden, machte ihn mit literari- schen Schätzen bekannt, die ihm bei seinen Forschungen große Dienste leisteten. Im Jahre 1847 erhielt er die heil. Weihen. Die Ferienmonate hatte I . bereits seit mehreren Jahren zu Reisen im Vaterlande
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Jablonowski-Karolina, Band 10
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Jablonowski-Karolina
Band
10
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
524
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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