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Fr, 29l) Zrica
träftet voui Pferde sank und seine Ge«
schütze noch zum Rückzüge beordernd, vom
Schlachtfelde getragen werden mußte,
tzür diese schöne That wurde I . im
Capitel vom 12. August 1815 mit dem
Ritterkreuze deS Maria Theresien.Or-
dens ausgezeichnet. Seinen Ruhestand
genoß I . nur ein Jahr; in Brunn, wohin
er überfiedelt, starb er im Alter von
70 Jahren. Im Jahre 1831 wurde I .
den Statuten deS Maria Therefien-
OrdenS gemäß in den Freiherrnstand
erhoben.
Hirtenfeld (I.). Der MilitäoMaria There.
sien.Orden und seine Mitglieder (Wien 1837.
Hof. und Staatsdruckerei. 4".) S. 1289 u. 1?50.
— Oesterreichischetz Militär<Konvei<
sations«Lerilon. herauSg. vonI. Hirten»
feld (Wien 1850. gr. 8«.) Bd. I I I , S. 372. —
Verdienstbeschreibung vom4. December
1830. — Freiherrnstands'Diplom vom
21. Mai 183l. — Wappen. Quergetheilter
Schild. Der obere Theil ist schrägerechts in
Blau und Gold getheilt. Inder oberen Schildes«
Hälfte ift im blauen Felde ein aus dem
äußeren SchUdesrande htroorwachjender ge.
harnischter, ein entblößtes Schwert in der
Hand haltender Arm; im goldenen Felde liegt
schrägrechts ein Sarazenentopf, mit dem
schwarzen Haarbüschel in der Mitte des kahlen
Schädels. I n der unteren Schildeshälfte
steht in freier Luft auf grünem Boden eine
achtzinnige Festungömauer mit fünfzinnigem
Festungsthurme in der Mitte, der ein geschlos«
senes Thor zeigt. Den Schild deckt die Freiherrn»
kröne, auf welcher sich drei Turnierhelme, die
äußeren nach innen, der mittlere in's Visir
gestellt, erheben. Auf der Krone des rechten
HelmS ruht der geharnischte Arm, dessen Hand
ein Schwert hält, an welchem in der Mitte
ein Sarazenentopf steckt; auf der Krone des
linken Helms schwebt zwischen zwei blauen
Büffelhörnern eine brennende Granate; die
mittlere Helmkrone trägt einen doppelten
schwarzen Adler mit offenem Schnabel, roth«
ausgeschlagener Zunge und von sich gestreckten
Fängen. Die Helmdecken sind durchgehende
blau mit Gold unterlegt. Die Schildhalter
sind zwei aufrecht stehende goldene Löwen
mit offenem Rachen, rothausgeschlagenen Zun»
gen und rückwärts aufgeschlagenen Schwänzen, Irico, Johann Andreas (Ge.
schichtsforscher, geb. zu Trino
6. Juni 1704, gest. ebenda im Jahre
1782). Studnte auf den Wunsch der
Eltern die Theologie und die Rechte und
erwarb auS beiden auf der Universität in
Turin die Doctorwürde. Nun erhielt er
eine Canonicusstelle und lebte einige
Jahre zurückgezogen. beschäftigt mit
antiquarischen Studien, vornehmlich über
sein Vaterland. Dann begab er
sich
nach
Mailand, wo zu jener Zeit der auSge«
zeichnete Staatsmann Ferdinand Bona«
Ventura Graf von Harr ach sBd. VII,
S. 377^ als Gouverneur von Mailand
eine so segenSvolle Thätigkeit entfaltete,
daß sein, wie auch spater des Karl
Joseph Grafen von Firmian Name
Md. IV, S. 232^ in ganz Italien mit
großer Achtung genannt wurde. I . wurde
vorerst Bibliothekar der Archinti und
1748 als Doctor in die Ambrosiana
aufgenommen. An derselben blieb er bis
1764 wissenschaftlich thatig, bis er im
letztgenannten Jahre nach einem Auf»
enthalte von fast zwei Decennien, war eS
auS Sehnsucht nach seiner Heimat oder
auS anderen Ursachen, ist unbekannt, Mai»
land verließ und nach Trino zurückkehrte,
wo er bald darauf zum Propst der dor»
tigen Collegiatkirche ernannt wurde.
Groß ist die Menge seiner Schriften und
Vallauri zählt in Tibaldo'S »Vio>
Araüg." sowohl die gedruckten wie auch
viele der in Handschrift gebliebenen auf.
Sein Hauptwerk ist:
(klsäiowin 1748, t^p.
Von seinen übrigen Schriften find
anzufahren.: ,FH^aFÜ«' t?-e
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Band 10
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Jablonowski-Karolina
- Band
- 10
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 524
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon