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Isfordink 297 Isselbecher
lße3nntlheit5plllizri mit bezondeler Vesikhung unk
dik k. k. österreichische Armee". 2Bde. (Wien
1823, Heubner). Von Baden und^icilien
mit Orden ausgezeichnet, wurde er im
Jahre, 1833 in den erbländischen Adel«
stand mit dem Prädicate Edler von
Kostnih erhoben. Der k. k. Legationsrath
GeorgIsfordink Edler vonKostnitz,
ein Zögling der orientalischen Akademie
und zur Zeit am königlichen Hofe von
Madrid, ift ein Sohn deS Obigen.
Bergmann (Joseph), Medaillen auf berühmte
und ausgezeichnete Männer des österreichischen
Kaiserstaateö vom XVI. bis zum XIX. Icihr<
Hunderte (Wien 1844, Tendler u. Schäfer, 4<>)
Bd. I I , S. 5t2. 3t3 u. 579. — Oesterrei<
chisch es Mi l i tär-Kon versa tions<Leri<
ton, herausg. von I . Hirtenfeld (Wien
4830 u. f., gr. s°.) Bd. I I I , S. 379. —
Adelstands.Diplom vom 19. September
1833.— Wappen. Gevierteter Schild, tu.4:
in Roth ein aus dem linken Seitenrande her»
vorgestreckter, von einem goldenen Sterne über»
stiegener, geharnischter, mit goldenen Spangen
geschmückter Arm, in der bloßen Hand eine
mit der Spalte abwärts gekehrte silberne
Schreibfeder haltend; 2: in Silber ein rother
Querbalken; 3: in Gold ein rother länglicher
Schild. Auf dem Schilde ruht rechtsgestellt
ein gekrönter Turnierhelln, über dessen Krone
zwischen zwei schwarzen, mit den Sachsen nach
innen gekehrten Aolerflügen der goldene Stern
von t und 4 emporschwebt. Die Helmdecken
sind zu beiden Seiten roth, rechts mit Gold.
links mit Silber unterlegt. — Ein Johann
Isfording (geb. zu Attendorn im Jahre 1366,
gest. zu Passau 24. April t639) war Priester
der Gesellschaft Jesu und kam später in das
Hochstift nach Passau, wo er sich der besonde«
ren Huld des Erzherzogs Leopold f^iehe d.
Bo. VI , S. 4l6. Nr. l69) erfreute. Dieser
verschaffte ihm auch die Mittel, die Jesuiten»
tlöster zu Malsheim und Passau zu stiften,
über welche er als Rector gesetzt wurde. '
Ohne Angabe seines NamenS erschien von ihm:
„Lleuisutk okristiaQas perlectiouis 5 I'koma
äs Teiuxis yUHtnoi' Iidris äs iinitatious
(3iiri5ti olim ooiuVlekbiiL»., imno . . . uovo
oräins . . . äiFSLta« (D1IW32S 1626). sEr sch
und Grub er, Allgemeine Encyklopädie der
Wissenschaften und Künste, I I . Sect. 24. Thl. ,
S. 405. ' - Isselbecher, Seraphin (Dominika«
nermönch und theologischer Schrift»
steller, geb. zu Augsburg 20. Juli
4692, gest. 26. März 4756). Trat zu
Augsburg in den Dominikanerorden,
worauf er (1740) nach Mödling inOester«
reich unter der EnnS in daS Kloster feines
Ordens geschickt wurde, um die theolo«
gischen Studien daselbst zu beenden.
Dann kam er als Lector der Philosophie
nach Constanz und Bamberg. 4723
wurde er NaFistsr proviuoiaüg zu
Waihen in Ungarn, wo er zugleich als
geistlicher Rath, Beisitzer deS Consisto-
riumS und Professor des canonischen
Rechtes am dortigen Seminar thätig war.
Daselbst blieb er bis 4730, in welchem
Jahre er Subprior deS Klosters zu Möd-
ling wurde. I n der Folge kam er als
Prior nach Rothweil, von dort als Pre>
diger nach Augsburg und war zugleich
Bibliothekar des dortigen Klosters. Noch
bekleidete er in seinem Orden mehrere
Aemter, zuletzt jenes deSProvinzials, als
welcher er im Alter von 64 Jahren starb.
Im Drucke gab er mehrere Lebensbe-
schreibungen von Heiligen, und zwar der
heiligen Katharina von Ricci, deS seligen
Nikolaus Boccasini, diese nach dem ita«
lienischen Werke deS Peter Thomas Cam-
pana; deS seligen Alvari, Peter Gonzalez
genannt San Telmo, Stephan vonQuin«
zana, und der sel. Mutter Johanna Fran»
zisca Fremiot de Schantal, Stifterin des
Ordens äs Visitations Ua.ria6, diese
nach dem italienischen Werke des Anton
Saccarel l i heraus. Veith führt die
Titel der genannten Werke, die in keinem
Bücherverzeichnisse sonst aufzufinden sind,
so unbibliographisch an, daß sie hier nur
angedeutet werden können. In Hand«
schrift hinterließ er 4 Bande Lebens«
beschreibungen von Heiligen aus dem
Dominikanerorden und 23 Lebensbe«
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Band 10
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Jablonowski-Karolina
- Band
- 10
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 524
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon