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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10
Seite - 299 -
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299 tisch u.A. unter Bopp, Petermann, Schott, Schwartze und Stuhr aus« bildete. Seine Studien brachten ihn auch mitAlexander von Humboldt, mit dem Geheimrath von der Gabelentz in Altenburg, mit den russischen Akade« mikern Staatsrath I . I . Schmidt und Fraehn in nähere Verbindung. Durch von der Gabelenh und I . I . Schmidt wurde Iü lg auf einen bis dahin nock nicht grammatisch bearbeiteten Dialect des Mongolischen, auf das Kalmückische hingelenkt, und auf eine kalmückische Ueber» schung des Matthüug.EvangeliumS basi. rend, entwarf er 1847 der Erste die Grundzüge der kalmückischen Sprache: „^nl'ie'a ö«'»ze?«HS Oa^mneol'eas". Die Arbeit fand ihre gerechte Würdigung und eS war damals im Werke, den jungen Gelehrten als Adjuncten für ostasiatische Sprachen in die Akademie von St. Peters» bürg zu berufen, aber Schmidt'S Tod, im September 4847, vereitelte diesen Plan. Ende 1847 nach Heidelberg zurückgekehrt, wirkte er bereits seit Anfang 1843 als Lehrer am Lyceum daselbst. Nachdem er im September 1848 das philologische Staatseramen zu Karlsruhe abgelegt, kam er sofort als Lehrer an das Lyceum zuFreiburg im Breisgau; er hatte daselbst an den mittleren und oberen Classen zu- gleich vorzutragen. Im März 1830 kam er nach Heidelberg, um die Leitung der obersten Classe zu übernehmen und noch im Herbste d. I . in gleicher Eigenschaft an daS Lyceum in Rastatt. Da erging zu Ostern 185 l von Seite des österreichischen Unterrichtsministeriums an ihn der Ruf die Professur der classischen Philologie und Literatur an der Universität in Lem- berg zu übernehmen, welchem I . auch folgte. Bis Ende 1832 in Lemberg. wo er zugleich Mitdirector deS philologischen Seminars war, thätig, kam er Anfang 1833 als Professor der classischen Philo- logie und Literatur und als Director deS philologischen Seminars an die Iagel- tonische Universität in Krakau. an welcher er noch zur Zeit Hälsg ist^und unter Einem auch die Leitung der mit der Uni« versitat verbundenen sogenannten aka« demischen Bursa (eines Convictes armer Studirender aller Kategorien, durchschnitt» lich 80) seit l836 über sich hat. Neben den Vorträgen der classischen Alterthums. Wissenschaft hält er Vorlesungen über Sanskrit, Vergleichung des Slavischen mit den classischen und übrigen indo« europäischen Sprachen, über allgemeine Sprachwissenschaft u. dgl. m. Auf dem Gebiete der Wissenschaft, welche I . zu feinem Berufe gewählt, ist I . auch schrift. stellerisch thatig. Außer der schon er« wähnten Preisschrift und kalmückischen Sprachlehre gab er heraus: „Litteratur der Grammatiken, Aeiira und Wärterzlltllmlungen nller Sprachen der Orde. Nach der Anlage nun I . S. Vater nrn bearbeitet und herausgegeben" (Berlin 1847. Nicolai. 8".); — ,H« Märchen des «sidahi-Knr. Ralmukisch. X. Gr- zählnng (als Probe einer Oezammtanzgane), Fest- gruzg ans Oesterreich an die I I . Versamllllnllg deutscher Philulagen, Schulmänner und Grien- talisteii zn Frankfurt a. M. uam 2-l.—27. Sep- teml,er586i" (Wien 1861. StaatSdruckerei. Fol.); hier muß bemerkt werden, daß zur weiteren Ausführung der kalmückischen Studien unserem Gelehrten erst dieIaz^.- Staatsdruckerei Gelegenheit bot. da die- selbe den Guß kalmückischer Lettern über« liahm, die in Deutschland nirgend exi> stirtm. I ü l g , der fast den größten Theil der kalmückischen Litteratur theils in Ori» ginal-Handschriften, theils in Copien besitzt, die er auS der Sammlung der königl. Bibliothek in Dresden selbst ge- macht, kann erst jetzt an eine Herausgabe derselben denken. In gelehrten Zeitschrif.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Jablonowski-Karolina, Band 10
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Jablonowski-Karolina
Band
10
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
524
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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