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ten zerstreut finden sich folgende größere
und kleinere Abhandlungen; in den
Oefterreichischen Blättern für
Literatur und Kunst (Beilage der amb
lichen Wiener Zeitung) 4833: „Sprach,
kenntniß, Sprachwissenschaft, Philologie.
Resultate der Sprachvergleichung" (1833,
Nr. 29. 34, 33, 33); — „Ueber Jan
Kollar's 8t2.roitkk28i2.^2.Q8k2" (Wien
1833. Nr. 46. 48. 30, 32, und 1834.
Nr. 4 und 3); leider wurde der weitere
Abdruck dieser eingehenden Kritik unter«
brochen; — in der Zeischrift für ver>
gleichende Sprachforschung von
Aufrecht und Kühn (Berlin): »1
danäuL« (Jahrg. 1833, Bd. IV, S. 207);
— in den neuen Jahrbüchern für
Philologie und Pädagogik von Dietsch
und Fleckeisen: „Zu Thukydides. I,
39" (1861, Bd. 83, S. 168); — in der
Krakauer Zeitung: „Die polnische
Wappenlegende kkxi^oa und die ähn-
lichen germanischen Sagen" (1837,
Nr. 126). Außerdem mehrere Anzeigen
slavischer Schriften. Zur Zeit ist I . be-
schäftigt mit den Vorbereitungen zur
Herausgabe der berühmtesten Märchen«
sammlung der Mongolen, nämlich der
sogenannten Erzählungen des Siddhi«
kür, welche mit dem Originaltexte, der
Uebersehung und dem Wörterbuche er.
scheinen sollen. Diese Arbeit hat ihre nicht
geringe culturhistorische Wichtigkeit, seit
Benfey's ?2nt8ok8.t2.ntrH (Leipzig
1339) gerade den Mongolen eine bedeu«
tende Rolle zuweist in der Verbreitung
unserer fast ganz aus Indien stammenden
Märchen und Sagen. Iü lg, welcher
bereits, nachdem er die Inätia lin^nas
Oaimueoicao veröffentlicht hatte, von
der Universität zu Kiel das Doctor»
diplom der Philosophie erhielt, ist über«
dieß Mitglied der deutschen morgen»
landischen Gesellschaft zu Halle«3eipzig und auch mehrerer anderen gelehrten
Vereine.
Literarische Zeitung (Berlin) 1847, Nr. 21
u. 23. — Hallische allgemeine Litera»
tur<Zeitung 1848. Nr. 132—13? (von
Pott). — Heidelberger Jahrbücher
der Literatur 1847. Nr. 10. S. 149. — Neue
Ienaische allgemeine Literatur-Zei«
tung 1847. Nr. 288. — Wiener Zeitung
186l. Nr. 191. S. 2969.— Zeitschrift für
die österreichischen Gymnasien 1861, Bd. XII,
S. 809. — Süddeutsche Zeitung 1861,
Nr. 437.
Jünger, Johann Friedrich (Roman,
und dramatischer Dichter, geb. zu
Leipzig 13. Februar 1739, gest. zu
Wien 23. Februar 1797). Sohn eines
Kaufmanns, der eine sorgfältige Erzie«
hung erhielt, sich aber, dem Wunsche
des Vaters folgend, für den Handels«
stand ausbilden sollte. In der That kam
er auch als Lehrling in ein Handelshaus
nach Chemnih, welches er aber bald
wieder verließ, um nach Leipzig zu den
Studien zurückzukehren. Daselbst beendete
er die Rechte und gab, seine akademische
Laufbahn beschließend, die Dissertation:
1780, 8".) heraus.
Aber auch die Laufbahn deS RechtSge»
lehrten sagte I . wenig zu, und da er
in den schönen Wissenschaften ein glück«
liches Talent beurkundete, und seine. Ar«
beiten in einem Freundeskreise, welchem
Gallisch, Rhabek, Stieglitz u.A.
angehörten, Beifall fanden, warf er sich
auf die Literatur. Einige kleinere Ge«
dichte, unter anderen das vielgesungene
Lied: „Genießt den Reiz des LebenS", ge.
druckt in den Leipziger Almanachen, die
Anfange eines komisch-satyrischen Ro-
mans und einige Lustspiele fallen in jene
Periode. Eine Hofmeisterstelle bei zwei
Prinzen, welche I . angenommen, legte
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Band 10
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Jablonowski-Karolina
- Band
- 10
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 524
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon