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Mel 309 ZĂĽttner
tig, an diesem Tage wurde er begraben). —
Bohemia (Prager Blatt, 4<>.) 1838, Nr. 100.
S. 73s; Nr. 103, S. 760. — I/umir (Pra-
ger Blatt in öechischer Sprache), herausgege«
ben von Mikoveä. 1858, Nr. 13. — Pra»
ger Zeitung 1858, Nr. 87 und 88 ^nach
dieser gest. 8. April 1858, 94 Jahre alt). —
rraö Lks Noviu? 1858, Nr. 88. —Salz«
burger Kirchenzeitung 1858, Nr. 13. —
Wiener Feiertagsblätter 1838, Nr. 3.
— Wiener Kirchenzeitung, herausgege.
ben von Dr. Sebastian Brunn er, 1853,
Nr. 19. — WienerZeitung 18S8, Nr. 82.
— Ein Ignaz Iüstel von Brenzhein
(geb. zu NewLublitz in Oesterreichisch-Schlesien
1774, Todesjahr unbekannt) trat am 27. Juni
1793 im Infanterie-Regimente Graf Kaunitz
Nr. 20 als Gemeiner ein, wurde am 1. Sep»
tember 1803 Fähnrich, am 16. Februar 1809
Unterlieutenant, am 3. August 1813 Oberlieu»
tenant und am 16. März 1823 Capitänlieute«
nant. Nicht nur hat er sich in verschiedenen
Zweigen der Militär'Administration hervorge.
than, sondern auch in den FeldzĂĽgen der Jahre
1796. 1797. 1800, 1805. 1813 und 1814 mehr.
fach durch militärische Energie, Klugheit, kalte
Ausdauer und unerschrosene Tapferkeit aus.
gezeichnet; so hat er noch als Corporal im
Feldzuge des Jahres 1799 am 9. Mai am
Flusse Murg bei Frauenfeld in der Schweiz
durch längere Zeit einen sehr ungleichen Kampf
gegen die überlegene feindliche Cavallerie aus»
gehalten und mehrere vom Feinde bereits ge»
machte Gefangene der Unseren befreit. Noch
tapferer bewies er sich am 15. October 1805
im Gefechte bei Langenau, wo der FĂĽhrer
Anton Christmann mit der Bataillonsfahne
von der feindlichen Cavallerie hart bedrängt
wurde. Iüstel. damals Fähnrich, sprengte
dem FĂĽhrer zu Hilfe, ergriff die Fahne, sam<
melte die umstehende Mannschaft in einem
Klumpen um sich, sehte durch den angeschwol«
lenen FluĂź Brenz und erreichte mit der ge>
retteten Trophäe sein Bataillon. Mit Diplom
vom 11. September 1825 wurde I . in den
erbländischen Adelstand mit dem Prädicate
von Brenzhein (auch Brenzhain) erhoben.
^Tapferkeits'ZeugniĂź, ausgestellt von
dem Felomarschall'Lieutenant Grafen Mur<
ray ääo. Wien 24. October 1824; ein zwei<
tes, ausgestellt von dem Obersten Demuth
ääo. Olmütz 8. April 1825. — Adelstands
Diplom vom 11. September 1823. —
Wappen. Ein aufrecht länglicher silberner
Schild mit eingebogenem gesenkten blauen Spikel, worin drei goldene Sterne zwei ĂĽber
einen gestellt sind. Rechts reitet auf grĂĽnem
Boden ein geharnischter Mann mit einer roth
und blau geblĂĽmten Pikelhaube, einer rothen
Reitdecke und mit einer gelben Fahne in der
rechten Hand. Auf der Fahne ist der taiserl.
goldgekrönte schwarze Adler mit dem erzherzog»
lich österreichischen Wappen auf seiner Brust
zu sehen (Erinnerung an die von I . gerettete
Bataillonsfahne), links am Schildesrande ist
ein hoher grĂĽner Berg, mit mehreren Tannen-
bäumen besetzt, an welchem schrägrechts ein
wellender Fluß, alles natürlicher Farbe, herab«
lauft (Erinnerung an die Brenz. die er mit
der Fahne durchschwamm). Den Schild bedeckt
ein rechtsgekehrter gologekrönter Turnierhelm,
aus dessen Krone drei wallende StrauĂźenfedern,
eine blaue zwischen einer rechten goldenen und
linken silbernen emporwachsen.) — Ein Si-
gismund Iüstel (geb. zu Tetschen in Böh.
men 15. Februar 1736 und gest. um 1800).
aus dem Predigerorden, war ein geschickter
Chorregens und Organist im Convente seines
Ordens zu Znaim in Mähren, in welchem er
noch 1797 lebte. Er hat mehrere Messen, Arien,
Oratorien, welche Dlabacz als gut bezeich«
net, geschrieben. ^Dlabacz (Gottfr. Ioh.),
Allgemeines historisches KĂĽnstler-Lerikon fĂĽr
Böhmen u. s. w. (Prag 1815,Haase, ll.4°.)
Bd. I I , Sp. 32.)
Illttner, Joseph (k. k. General-
Major und Chartograph, geb. zu
Barzdorf in Oesterreichisch.Schlesien
12. September 1775, gest. zu Prag
27. April 1848). Trat nach beendeten
Gymnafialftudien, 8. April 1792, als
Gemeiner in das O'Donnel'sche Freicorps,
kämpfte in demselben in Flandern gegen
di? Franzosen und wurde bei DĂĽnkirchen
gefährlich verwundet. In Gent geheilt,
befand er sich mit demselben CorpS in
den FeldzĂĽgen von 1794 und 1793. Im
Jahre 1796 kam er zum 2. Feldartillerie.
Regimente und kämpfte in demselben in
Tirol und am Rhein. Als er mit einer
Abtheilung des Regiments nach Ingol«
stadt kam, benutzte er die Gelegenheit, in
den Jahren 1799 und 1800 die mathe«
malischen und naturwissenschaftlichen Vor»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Band 10
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Jablonowski-Karolina
- Band
- 10
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 524
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon