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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10
Seite - 312 -
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Zugeniy 312 Juin gaßen, einer dem andern half, einer deS andern Wunde verband und jene Hilfe leistete, wie sie der ernste Augenblick er« heischte. Außer diesem moralischen Siege war auch sonst der Erfolg für die Unseren lohnend, 8 Officiere und über t00 Mann waren zu Gefangenen gemacht, beide bereits von den Franzosen genommenen Batterien zurückerobert worden und der Verlust, den die Franzosen erlitten hatten, betrug nach ihren eigenen Angaben an 1800 Mann. Iugenicz rückte für seine Waffenthat zuvörderst zum Oberlieuw nant vor, außerdem erhielt er aber in der 66. Promotion (vom 48. August 4801) das Ritterkreuz deS Maria There- siewOrdenS. Noch focht er in den Schlach« ten bei Aspern und Wagram, dann 1844 am Mincio und im Treffen bei Parma. Bereits der nächste zum Stabsofficier, stand er als Commandant einer Grena« dier.Division in Wien in Garnison, als er, erst 43 Jahre alt, von denen er 30 Jahre in der Armee gedient, zu Wien starb. Im Jahre 4843 wurde er den Sta- tuten des Maria Therefien-Ordens gemäß in den Freiherrnstand erhoben. Iugenicz erscheint irrthümlich hie und da als Iugenicz von Spl6ny; das ist entstan« den, weil sich Iugenicz gewöhnlich in fol« gender Weise unterschrieb: Anton von Zuge» nicz, Hauptmann von Splony, was so viel als von Splsny-Infanterie bedeutet. Nach seiner Erhebung in den Freiherrnstand erhielt er das Prädicat Boldoghegy. Auch erscheint er bald alsIugeniz und Iugenih, die richtige Schreibart ist Iugenicz, denn so schrieb er sich selbst.— Hormayr'S Archiv für Geschichte, Statistik, Literatur und Kunst (Wien. 4".) Jahrg. i8l i , S. 459 ^hier bei- spielsweise heißt er Iugenicz von Splsny). — Oesterreichisches Militär<Konver- sations-Lexiton (Wien1850 u.f., gr.8".) Bd. I I I , S. 408. — Hirtenfeld (I.), Der Mjlitär'Maria TheresiewOroen und seine Mit» glieder(Wienisä7, Staatsdruckerei, 40.) S.67« und 1744 — Freiherrnstands'Diplom vom 27. April 1813. — Wappen. Länglicher Schild, durch einen Mantelschnitt blau^und roth getheilt. Im rechten rothen Felde ein geharnischter Mann mit rother Feder auf der Sturmhaube, in der rechten Hand ein blankes Schwert mit einem Lorberkranze haltend; im linken blauen Felde ein zum Streite sich an< schickender goldener Löwe. Im Mantelschnitte sieht man einen Fluß, hinter dessen Ufern sich ein grüner Berg erhebt, aus dessen Spitze eine goldene Sonne emporsteigt, alles in na» türlichen Farben. Den Schild deckt die Frei« Herrnkrone, auf welcher ein in's Visir gestell» ter Helm ruht. Aus der Krone wächst der gol» den< Löwe des link?n Feldes. Die Helmdecken sind rechts blau mit Silber, links roth mit Gold unterlegt. I M , Karl (dramatischer Volks- dichter, geb. zuWien 2. März48l8). Sein eigentlicher Name ist Giugno, alS Poffendichter ist er aber nur unter dem Pseudonym Ju in aufgetreten. Sein Vater war Rauchfangkehrermeister. Der Sohn besuchte das Wiener akade« mische Gymnasium, lernte nebstbei mo« derne Sprachen und nahm, da er Talent für Musik zeigte, Unterricht im Clavier. spielen und in der CompositionSlehre. Nun erlernte er auch die Profession seines Vaters, und wurde 4839 Bürger und Meister in Wien. Da I . ein ganz gefäl. liges Compositionstalent besaß, schrieb er mehr als 100 Tanzpiecen für das Schröder'sche Orchester in Wien, wo« von die meisten beifällig aufgenommen aber nie als seine Kompositionen gegeben wurden. Durch seinen Meister in der (5om> Positionslehre, den Komiker deS alten Leo» poldstädter Theaters, Andreas Scutta, wurde I . angeregt, sich im Dramatischen zu versuchen. Sein Erstlingswerk wurde unbedingt angenommen und zu S c u tt a's Benefice, welcher die Musik dazu schrieb, am 48. Jänner 4842 unter Director Carl im alten Leopoldstädter Theater ohne Nennung deS Autors aufgeführt. Die Posse hieß: „DaS Glück verläßt die Seinen nie" und fand eine so beifällige
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Jablonowski-Karolina, Band 10
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Jablonowski-Karolina
Band
10
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
524
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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