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ZvllttovU' 332 Zvanooich
nerS zu erkennen, der wie alle Ungarn
vergessen hat, daß ja auch die Kronländer
ilire Haut zu Markte getragen und ihr
Blut in Strömen haben stießen lassen,
als fie Ungarn aus der fast 200jahrigm
Knechtung der Türken befreien halfen.
Ueber die Gesetzlichkeit, die Logik und die
Wirksamkeit einer solchen Sprache hier
weiters sich auszulasten, ist nicht am
Platze.
(5zeh (Ioh.). Bem's Feldzug in Siebenbürgen
in den Jahren 1848 und !849 (Hamburg
1848. Hoffmann und Campe, 8«.) S. 188. —
/l/iiei-sisi-L, XuZosns slovni'üsk novinilislc^'
i Kouvoi-Lküni, d. i. Kleines TaschewConuer«
sations-Lexikon (Prag 1830.12«.) Thl. 1, S. ?8 l.
— Der ungarische Reichstag 1i>61
(Pesth 186l. Osterlam. 8".) Vd. I, S. 20U. —
i-eklcol eL lo^^ili-mii^iläi täd^älial, d. i. Die
Familien Ungarns mit Wappen und Stamm«
tafeln (Pesth 1837 u. f.. Moriz Rn'th. 8<>.)
Bd. V, S. 263.
viö, Katharina (Ma le r in ,
geb. zu Stuhlweißenburg in Ungarn
im Jahre 48l7). Zeigte in früher Jugend
Anlagen für die Malerkunst, und wurde
zu ihrer künstlerischen Ausbildung nacd
Pesll) lind Wien geschickt. Die Grasin
Csäkn, welche der jlingen Künstlerin
in Wien ihren Schutz angcdeihcn ließ,
verschaffte ihr den Zutritt in die k. k.
Akademie der bildenden Künste, an
welcher sie durch 6 Jahre fleißig studirte
und sich bildete. Aber auch später noch
nahm sich die edle Gräsin der Künstlerin
in hochherziger Weise an, und setzte sie
in den Stand, München zu besuchen, wo
sie an der dortigen Akademie durch
drci Jahre ihre künstlerischen Studien
mit dem besten Erfolge fortsetzte. Sonder-
barer Weise wurde ihr, wie
berg in seinem „Iva^oLi
meldet, der Besuch der Prager Akademie
nicht gestattet. Auf der Münchener Aus»
stellung erwarb sie mit dem Bilde „<br< siiirnmng Belgrads durch die Serben unter
Gearg örrnF" den Preis; auch erhielt die«
fes Bild auf der Pesther Ausstellung 4 846
ehrenvolle Anerkennung. Später begab
sie sich. um Studien über diesen Gegen-
stand zu einer ausführlicheren künstleri«
schen Behandlung desselben zu machen,
nach Belgrad, wo sie mehrere der dort
noch lebenden Mitkämpfer portratirte.
Ueberdieß hat die Künstlerin, die ganz
ihrer Kunst lebt, mehrere historische
Cartons, welche der Geschichte Ungarns
entnommen sind, vollendet. Im Pesther
Nationaltnuseum befindet sich von ihrer
Hand das lebensgroße, in Oel ausge»
fährte Bildniß Sr. Majestät deS Kaisers
Ferdinand I. Viele ihrer Arbeiten
fmden sich
im südlichen Ungarn, im Banat
und in der Woiwodschaft, wie überhaupt
die Serben die Werke dieser Künstlerin,
und nicht mit Unrecht, hochstellen.
nikall ^'U3<)5laven5kili, d. i. Lexikon der süd»
slavischen Künstler (Agram 1858. Ler. 8°.)
S. 1U> n^ach diesem geb. 1819). — Fi'iie/'s-
VL7-LKÜM, d.i. Kleines Taschen«Conversations'
Leiten (Prag 183(1, Pospiäil, 12".) Theil I,
S. ?8i. — Unqarns Männer der Zeit.
Bioarafien und Karakrenstiken hervorragend»
ster Persönlichkeiten sPraa 1862, Steinhäuser,
8".) S. 127.
Ivlwovich, die Grafen. Ein altes,
Dalmatien angehöriges Adelsgeschlecht,
aus welchem mehrere Sproßen sich als
theologischeSchriftsteller.Poeten, oder aber
durch ihren Heldenmut!) ein bleibendes
Andenken gegründet haben. I n Dobrota
und an den Bocche di Cattaro ansäßig,
erscheinen schon Einzelne im 47. und
48. Jahrhunderte. Vier Brüder Ivano-
, Giuseppe, Marco, Mattes und
Raphacl, haben sich durch einen merkwür-
digen Kampf mit einem Seeräuber, der
seiner Zeit ein Schrecken des adriatischen
Meeres war, unvergeßlich gemacht. G i u»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Band 10
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Jablonowski-Karolina
- Band
- 10
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 524
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon