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wünschung desselben durch den Kaiser nich,
leicht zu umgehen war. Auf des Hofkriegs»
raths von Qucstenberg Rath entweder
einen Deutschen oder einen Ungar als Inter>
nuntius abzusenden, siel die Wahl auf An>
dreas Izdenczy. Als bei dieser Gelegen-
heit Izdenczy im Namen seines Herrn auck
die Beschwerden wegen der ewigen Einfälle
in's österreichische Gebiet und wegen der gräß<
lichen Plünderungen und Räubereien vor«
brachte, fertigte der Großvezier die Angelegen»
heit mit dem einfachen Bescheide ab: Was
geschehen, ist geschehen. Von Izdenczy ist
noch ein von E. Widemann gezeichnetes und
gestochenes Porträt vorhanden. ^Hammer
(Joseph von), Geschichte des osmanischen
Reiches, großentdeils aus bisher unbenutzten
Handschriften und Archiven. Zweite verbesserte
Ausgabe (Pesth 1833. Hartleben, 8".) Bd. I I I ,
S. 218 ^ — Ein Mar t in Izdenczy, welcher
1683 lebte, war ein Vertrauter Emerich Tö»
köly's und später Commandant der Festung
Total. 1709 stand er als Rathgeber dem
Franz Rakoczy I I . zur Seite.
Izicki, siehe: Izyk, Johann ften
zweitfolgenden Namen auf dieser Spaltes.
Izlfeldner, siehe: Itzlfeldner, Franz
Kaspar ^S. 298).
I M , Iobann (Maler, geb. in
Oesterreichi sch-Schlesien 1788, gest.
zu Kalwarya 184ö). Er wurde auch
Iäycki genannt. Trat sehr jung in das
Bernhardinerkloster Kalwarya Zebrzy.
dowska im Wadowicer Kreise Galiziens
und zeigte in früher Jugend große Vor-
liebe für die Malerei, welche sich endlich
dadurch kundgab, daß er den Mönchen
im Kloster die Thüren, Fenster und
anderen Gegenstande bemalte. Ohne
Meister, selbst sich bildend und beharr«
lich auf das angestrebte Ziel lossteuernd,
lebte er ununterbrochen in diesem be»
rühmten — jährlich von 300.000 Pil-
gern besuchten — Wallfahrtskloster und
malte für dasselbe und für viele Kir»
chen der Umgegend Altar., Pasfions-
und historische Bilder mit einer nicht gewöhnlichen Fertigkeit, ja mit- künst«
lerischem Geschicke. So enthält die ge<
nannte Wallfahrtskirche zu beiden Seiten
des Hochaltars zwei großartige Gemälde
auf Leinwand. Das auf der rechten Seite
stellt 3 Scenen dar: 1) „MMslnul IV.,
umgeben mn einem zahlreichen Gefolge, verrichtet
sein Nlinkapfer kür den bei Ohoczqm erfochtenen
Sieg"; 2) „Nie Schlacht bei GtMjizm";
3) „Nie Veriniilung Wllltlislall'Z IV. mit
Oärilia Nenata". Das Gemälde auf der
linken Seite stellt dar den „Besuch lies
Kaisers Frans I. und seiner Geiülllin mit zahl-
reichem Grillige in der Nirche zn Nalumria". I n
den Stationscapellen auf Kalwaria sind
die Passionsbilder sämmlich von ihm;
zu Neumarkt (Nowytarg) im Sandecer
Kreise, am Zusammenflüsse des weißen und
schwarzen Dunajec, die Bilder der Seiten,
altare: „Nie Verklärung Christi" und „Ner
H. Valentin", beide um 4830 gemalt; zu
Tarnow in der bischöflichen Residenz eine
„Kreuzigung Ohristi" im großen Maßstabe;
auch hat er die Passionsbilder zu Batrow
nach den Originalen des Bernhardiner«
mönches und berühmten Malers Franz
Zerycki geschickt copirt. Seine Bilder
verrathen ein ungewöhnliches Talent und
lassen eS wirklich bedauern, daß Izyk
keinen geregelten Unterricht in der Kunst
erhalten hat; weil er, wenn dieß der Fall
gewesen wäre, ungleich Bedeutenderes
als Künstler geleistet haben würde. Die
ersten Nachrichten über diesen Autooi»
dacten der Malerkunst, der im Alter von
37 Jahren starb, verdankt man dem um
die polnische Kunstgeschichte, besonders
jene Galiziens verdienten Forscher Io«
seph I^epkowski.
ät^ok, d. i. Lexikon der polnischen wie auch der
fremden, in Polen thätig gewesenen Maler
(Warschau 1560 u. f., Orgelbrand, 3ex. 8".)
Bd. I, S. 2t3.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Band 10
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Jablonowski-Karolina
- Band
- 10
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 524
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon