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Kaboga 343 Kachler
nannte PftlNl^en. t) I^ol^trietirlni ic^l ikia-
nam ü»1ann, uon ihr im Jahre 1824 an den
Ufern der Elbe bei Fuchöberg gesammelt; —
2) Klarcdkntia Kkdlikikna (Ü oräk, von ihr
von Steinen des Stadtgrabens in Hohenelbe
im Jahre !830 gesammelt; — .°i) l5adlikia
minün.^ O) ir x (in Berä)t old und Opitz'
Oekc»nomisch « technischer Flora Böhmens,
Vo. I I , Al)th'.g. 2. S. 213—218). von ihr im I .
1826 im NiestNgebirge gefunden; — 4) ^osr
KabUIcianum Oi>it2, von ihr 1841 am Fuße
des Milschauer Verges aufgefunden; — 5) 1.7-
^opoliimn Xal)I'^i^nuin ?2U«cti — und
l») I^'Limaelnu Kudliklan», 0 p i t 2 , erstere im
Niesengebirge. letztere dci Marienbad von ihr
im Jahre 1844 grfunoen; — 7) endlich ?6tH-
5ito3 l^a.dlil<l!lna i'Huson , von ihr 184"» an
den C'lbeufern dei St. Peters im Riesenge-
birge gesammelt.
Moga, siehe: l^ttbügn M . I I ,
S. 223).
Kachler, Johann (Botaniker, geb.
zu Wien 7. Februar 1782). I n früher
Jugend schon beurkundete er ein unge-
wöhnliches Talent für die Mathematik,
später aber für die Botanik. Er besuchte
die Normalschule und Nealakademie ;u
St. Anna in Wien. und bereits als
Schüler war er Mitarbeiter des zu jener
Zeit inNeuwied ersckienenen und beliebten
Journals „Das Reich der Todten".
1? Jahre alt, trat er in ein Handels'
geschäft und wurde Buchhalter und Cor»
respondent in einer Großhandlung. I n
früherer Zeit widmete er neben seinen
mathematischen Untersuchungen die Muße
seines Berufes schöngeistigen Arbeiten
uud er schrieb die Stücke: „Drahomira",
„Frostige Liebschaften" , „Zwei Manner
auf einmal", „Das Mädchen von Or-
leans", „Nedewuth" und die Parodie
„Die Braute von Messina", von denen
mehrere aufgeführt wurden. I n rei«
feren Jahren aber verlegte er sich
ausschließlich auf die Botanik und ge»
langte darin bald zu solcher Bedeu»
tung, daß ihn Pflanzeukundige des In« und Auslandes zu Rathe zogen. auf
ihrer Durchreise besuchten und mit ihm
in Correspondenz traten. Als Lord
Stanhope im Jahre 1827 auf seiner
Reise Wien berührte, besuchte er auch
Kachler, dem wenige Tage später von
London das Diplom eines correspon»
direnden Mitgliedes der Gartenculturs»
gesellschaft in England übersendet wurde.
K. hat über dieses von ihm mit solcher
Liebe gepflegte Fach folgende Werke
veröffentlicht: Grunüriss der PNanzenknnde in
Gestalt eines Wörterbuches der butamschen
Zprachr" (Wien 5830, Sollinger. 8«.) ;
diesem Werke sind beigefügt eine tabel.
lausche Uebersicht de.s Linnö'schen Systems
nach Thunberg's Abänderungen; ein
deutsches Wörterbuch für botanische Aus«
drücke; eine Uebersicht des Gewachsreiches
und in seinen natürlichen Entwickelungs»
stufen eine gedrängte Darstellung dieses
Systems in Tabellenform', Kachle r's
zweites Werk aber ist das „GnrMllp'ätlischr
Mlliljrn - Würtcrbnch aller einheimischen und
fremden Vcgetllbilieii, welche sich tmrch Nutzen,
Schaichrit, Seltenheit atm sonstige Oigrnthnm-
lichkeiten beällndrrz auszeichnen". 2 Bde.
(Wien 1829. Sollinger, gr. 8".); die
botanischen Benennungen der Pflanzen
sind in deutscher, französischer und eng»
lischer Sprache, ferner ihre Dauer, Hei»
mat, Formen. Eigenschaften, Verwendung,
Cultur. Vermehrung, Synonymen u. dgl.
m. angegeben. An einem dritten Werke
einem „Tilwersnllexiklln der Nlltcmik", arbei-
tete er viele Jahre, doch ist es nicht zum
Drucke gelangt, auch nicht bekannt, ob er
es vollendet habe. Kachler, nachdem er
das Handlungögejchä'ft aufgegeben, eröff»
nete eine Samenhandlung in Wien, welche,
berühmt durch ihre Ordnung und Reich«
haltigkeit — sie zählte mehr als 40.000
Samensorten aus allen Zonen der Erde —
in London und Paris damals nickt ihres
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Band 10
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Jablonowski-Karolina
- Band
- 10
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 524
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon