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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10
Seite - 354 -
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384 Aaim Schullehrer zu GotteSgab und unterrich. tete seinen Sohn. der Talent für die Musik zeigte, in derselben. Im Jahre 1841 wurde er in das Prager Conscr. vatorium aufgenommen und bildete sich im Spiele des Waldhorns aus. Als er im Jahre 1319 aus der Anstalt trat, kam er als erster Hornist zum Theater in Pcsth, und,von dort 1822 in gleicher Eigenschaft zum Hof»Operntheater nach Wien. Von da wurde er 1826 als erster Hornist bei dem königl. ständischen Theater in Prag und als Lehrer für daS Flügelhorn, die Trompete und Posaune am Conservatormm angestellt, welche Stelle er noch zur Stunde beklei- det. K. hat sich durcb manche Verbesse, rungen an den genannten Instrumenten, die er mit Meisterschaft spieli, verdient gemackt. An der chromatischen Trompete beseitigte er die Klappen und ersetzte sie durch eine Hebelvorricktung, durck welche die Stimmung des Instrumentes reiner und seine Behandlung leichter geworden ist; auch die sogenannte Zugposaune hat er beseitigt und für dieselbe eine andere Vorrichtung erfunden. welche die Erler» nung ihres Spiels erleichtert und ver« kürzt. Ambros (August Wilhelm Di'.). Das Conser» vatorium in Prag. Eine Denkschrift (Prag i858. G. Haase Söhne. 3°.) S. 77 und l45 ^nennt ihn auf erstgenannter Seite Johann K. und gibt Graslitz als seinen Geburtsort an; auf letzterer Seite aber Josephs. — Schil l ing (G. Oi-.), Das musikalische Eu» ropa (Speyer 1842. F. C. Neidhard. gr. 8°) S. ls0. — Gaßner (F. S. Dr.). Uni. versal'Lerikon der Tonkunst. Neue Handaus- gabe in einem Bande (Stuttgart 1349, Franz Köhler. Zer. s°.) S. 47<. — Universal« Lerikon der Tonkunst. Angefangen von Dr. Julius Schladebach, fortgesetzt von Ed. Bern 6dorf (Dresden l356.R. Schäfer, gr. so.) Yd. I I , S. 535. — Dlabacz in seinem „Künstler-Lexikon für Boomen" gedenkt eines Phil ipp Kai l (geb. zu Chisch in Böh' men, gest. zu Prag 23. Mai l?4?), der auch ein tresslicher Musikus und Choralsänger in der Metropolitankirche in Prag war. Kaillt, Conrad Valentin Ritter von (Feldmarschall» Lieutenant und Ritter des Maria Theresien>Ordens. geb. zu Offenburg im Breisgau 173t, gest. in I ta l ien 16. Februar 1801). Der Sohn eines Bäckers, der anfänglich in französische Kriegsdienste trat, in densel« ben den 7jährigen Krieg mitmachte, darauf aber in österreichische Dienste übertrat. Zuerst Major im Infanterie« Regimente Plunkett Nr. 41. wurde er im November 1783 Oberst. Zur Zeit des Aufruhrs in den Niederlanden deckte er mit seinem Regimente die Festung Lurem» bürg und vereitelte 1789 die Anschläge der Malcontenten auf diesen Platz. Auch im folgenden Jahre focht er mit Bravour gegen die Rebellen. Im ersten Feldzuge gegen die Franzosen 1792 nahm er am 13. Mai die mit Wall und doppelten Graben geschützte und von 70Q Mann vertheidigte Stadt Orchies mit nur 4 Compagnien im Sturme. Als am 7. September d. I . der Feind das ver» schanzte Lager bei Maulde verließ, ver» folgte ihn K., holte ihn bei Montagne ein, stellte ihn bei Chateau d'Abaye und brackte ihm eine starke Niederlage bei; auch hatte er den Feind in seiner Gegenwehr so gelahmt, daß K. Tags darauf sich der Stadt St. Amand sammt allen dort befindlichen großen Vorräthen bemächtigte. Für diese Waffenthat wurde K. außer Capitel in der 24. Promotion (vom 19. November 1792) mit dem Ritterkreuze des Maria Theresien-Ordens ausgezeichnet. Im Jahre 1793 ward K. mit einem Theile seines Regiments bei der Belagerungstruppe vor Mainz eingetheilt und that sich bei der Erstürmung der Weißenburger Linien, 27. auf den
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Jablonowski-Karolina, Band 10
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Jablonowski-Karolina
Band
10
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
524
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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