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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10
Seite - 364 -
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Kaiser 364 burtstag (am 13. Jänner 4844). Schil. ler's Geburtstag alljährlich in der Concordia festlich begangen; der dänische Dichter Oehlenschläger, als er Wien besuchte, von dieser Gesellschaft begrüßt; Meyerbeer nach Aufführung seiner Oper „Vielka", die er selbst dirigirte, und die erste Aufführung von Bauernfeld's „Deutscher Krieger" als eine zeitgemäße Demonstration des Deutschthums in Oesterreich, von diesen Rittern des Geistes gefeiert. Es war keine kleine Mühe, diesen Verein, den Graf S ed ln itz k y immer mit scheelen Blicken ansah und nur duldete, zusammenzuhalten, und dieß um so mehr, als die Leiter zweier Journale, welche da« mals in Wien maß« ja tonangebend waren, Bäuer le. Redacteur der „Theater« Zeitung", und Saphi r , Redacteur des „Humoristen", als Nichtnütglieder dessel» ben, sich ihm feindlich gegenüber gestellt hatten. Mittlerweilegingenmehrere Stücke Kaiser's in beiden damals von Carl geleiteten Theatern, in jenem der Leopold» stadt, wie in jenem an der Wien über die Bretter; jedoch einen nachhaltigen Erfolg hatten nur erzielt: „Ein Abend, eine Nacht und ein Morgen in Paris" (4843), aber mehr durch die glänzende Ausstattung, als durch den dem Stücke innewohnenden Werth, „Stadt und Land", unstreitig eine der besten Arbeiten Kaiser's, und „Der Krämer und sein Commis", in dessen Titelrolle ein Wiener Kaufmann sein Porträt erkennen wollte, gegen Kaiser klaghaft auftrat und so dem Stücke in Wien und auswärts mehr nützte, als dasselbe im Grunde verdiente. Schon in der letzteren Zeit hatten zwischen Kaiser und Director Carl Mißver- ständnifse stattgehabt, indem der Letztere sich in Kaiser's Arbeiten Eingriffe erlaubte, die über die Rechte des Direc« tors gehen mochten. Willkürliche und dem Stücke nachtheilige Aenderungen, welche Car l an der Poffe: „Tänzerin und Enthusiast" ganz eigenmächtig vornahm, erbitterten aber den Verfasser so sehr. daß dieser dem Director Car l gerichtlich kündigte und einen sehr vortheilhasten Vertrag mit Director Pokorny ab- schloß, welcher damals das Iosephstadter Theater dirigirte, bald darauf aber jenes an der Wien käuflich an sich brachte. Director Car l leitete nun gegen Kaiser auf Grund des mit ihm abgeschlossenen Vertrages den Proceß ein. Während sich aber dieser, wenn auch mit der geringen Aussicht für K. ihn zu gewinnen, durck mehrere Jahre hinzog, schrieb K. für Po- ko rny mehrere Stücke, welche aber, aus- genommen „Sie ist verheirathet" (1843) und die „Schule des Armen" (1847), keinen Erfolg erzielten, woran wohl zunächst eine schwere Krankheit Kaiser's Schuld tragen mochte, die er sich durch Ueberbürdung mit Arbeit und durch seinen Versuch, mit dem Genusse von schwarzem Kaffeh es zu forciren, zugezogen und von der er nur sehr langsam genas. I n die Zwischenzeit (1846) fällt auch daS Er- scheinen des von Kaiser begründeten atyrischen Blattes: „Der Kobold", welches aber bereits nach einem halben Jahre zu erscheinen aufhörte. I n dem Stücke „Die Schule des Armen" trat abcr, da für die Rolle des ernsten Haupt- charakters kein geeigneter Schauspieler sich vorfand, Kaiser als Schauspieler auf und spielte diese Rolle wie die des Malers Otto Frei in seinem zunäckst gegebenen Charaktergemalde.- „Männer« schönheit". Mit diesen zwei Rollen schließt die Laufbahn Ka i se r's des Schauspielers ab. der bis dahin als Beamter, Maler und Theaterdichter mit mehr oder weniger günstigem Erfolge debutirt hatte. Mit den eben hereinbrechenden Märztagen
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Jablonowski-Karolina, Band 10
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Jablonowski-Karolina
Band
10
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
524
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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