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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10
Seite - 374 -
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Seite - 374 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10

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Aüisei- 374 Kaiser vereins zu sebrn waren, wie z. B. das Mi> niaturporträt eines Kindes in der Februaraus- stellung 1«5<5, und jenes der Frau Erzherzogin Margaret ha in der Decemberausstellung d. I . Die Zahl seiner Porträt-Lithographien ist sehr groß und können bier nur einige seiner durch die gezeichnete Persönlichkeit oder aber die Schönheit der Arbeit drmerkenswerthesten ge- nannt werden, als mehrere Porträte Sr. Ma jestät des Kaisers Franz Joseph. Feldmar, schall Fürst Winoischgrätz (Brustbild und zu PsVrde), Ie l la^ iü nach Mirovich. Hay« nau nach der Natur, Welden, Gyulay, Älukawina, Böhm. alle nach der Natur, Kopal (zu Pferde); dann die Künstler Alois Ander als Edgar in der „3ucia", G. Ferri aliü Herzog in „Hernani", Iosephine Me< dori als Norma, Friedrich Beckmann alü Onkel Bau mann im Lustspiele „Er ist nicht eifersüchtig" . Karl Treumann als Schlemmer in „Ein armer Millionär", Nestroy als Sansquart ier in „Zwölf Mädchen in Uniform". Scholz in der Posse „Kampl"; dann mehrere wissenschaftliche No- tabilitäten, als Ios. Hyr t l , Dr. Hye u. A.; dann mehrere bereits sehr seltene Blätter aus dem Jahre 1848. wie Dr. Ant. Füster, Ad. Fisch ho f. 1>r. Giskra, Siegfried Kapper, mehrere Ttudirende der Wiener Hochschule und in neuerer Zeit (186U) Feld. zeugmeister Benedek, Feldmcn-schall'Lieutr' nant Karl Graf Bigot de St. Quent in. Heinrich Graf Clam»Martinitz, General der Cauallerie Graf Hal l er. auß. Reichsrath Karl Maagcr. Reichsrath Georg Graf M a i> ll i ih, die ungarischen Hofkanzler Ladisüius Szögyeny und Nikolaus Freiherr von V a y (1861); eine Folge der hervorragenderen Mit» glieder des Abgeordnetenhauses, wie I)i-. Brau- ner, Prof. Leopold Hasner. Präsident Hein, Ios. Freiherr von Kalchberg, Dr. Klaudi, I)r. Kuranda Minister P r a» tobeoera, Or. 3adislaus Rieger, l)r. Jul. Alex. Schindler. Minister Graf Wicken' bürg und viele Andere. Kaiser's Bildnisse, obgleich sehr realistisch gehcüim, sind glücklich aufgefaßt, sehr ähnlich und fleißig gearbeitet. ^Kataloge der Monats'Ausstellungen des österreichischen Kunstven'ins, 1855, December Nr. 87; l85li. Februar 107, December iio. 185K. December W. <00; l859. Februar 79—81; 18«l> . April 44. Ikl»? . Jänner 32, 33. — Porträt. Lithogrcipdirt ii>4« von Pettenkofer (Nien, Fol.).) — 4. Franz Xaver Kaiser (geb. 1806, gest. zu Wil-n 1ö3i). Bruder des Theaterdichters Friedrich Kaiser ss. d. 3. 36N). hörte im Iosephinum die medicinistt» chirurgischen Studien, erwarb die Doctor^ würde und wurde als Dberschiffsarzt der kai- serlichen Macine zugetheilt. Ein frühzeitiger Tod — K. zählte erst 2« Jahre — raffte ihn dahin. Von ihni erschien im Drucke das astro- nomisch'philosophische Werk: „Der WelbOr- ganismus" (Wien, Tendier. 8"), und die ^^aduIllS N6nioria,!68 ^^otico rueclicas cum appsnäich ^ras^aratorum eonipo^itoium^ (^Visn 1832, I'snäler, 16".). — 5. Johann Kaiser lebte in der zweiten Hälfte des 18. Jahr» Hunderts zu Neuschloß, einer gräflich Kaunih'« schen Herrschaft im LeitlneriherKreise Böhmens. Er war Schlosser und besaß ein Geheimniß, ge- sprungene Glocken, die in der Negel umgegossen werden müssen, ohne diese kostspielige und schwere Procedur völlig brauchbar wieder her-- zustellen. Er hat dieß an vielen Glocken be- werkstelligt, namentlich aber an 'einer großen Thurmglocke im Städtchen Niemes im Bunz- lauer Kreise, die durch einen Sprung unbrauch» bar geworden, durch das von Kaiser ange» wendete Verfahren aber im Jahre 179U ihren uollen leinen Klang wiedererhalten hat. Kai» ser bediente sich dazu einer nur ihm bekann» ten Metallzusammensetzung, die aber leider sein Geheimniß geblieben und mit ihm verloren gegangen zu sein scheint. Man wollte diest interessante Erfindung: gesprungenen Glocken, ohne sie umzugießen, ihren vorigen Klang wieder zu verschaffen für den Italiener B a» rigozzi in Anspruch nehmen. Nach der unten bezeichneten Quelle aber wird sie unserem böh» mischen Schlosser Johann Kaiser, der sie 30 Jahre vor Äarigozzi gemacht, vindicirt. Spätere Berichte jedoch stellen die Probehäl' tigkeit des Kaiser'schen Verfahrens in Frage. ^Erneuerte vaterländische Blätter für den österreichischen Kaiserstaat (Wien. 4".) Jahrgang 1820. S. !>2, im Artikel: Eine als neu gerühmte Erfindung in Böhmen, längst bekannt und benützt von M. A. Eißl. — Con versa tions blatt (Wien, Gräffer, gr. 80.) I I . Jahrg. (182U). Bd. 3. Nr. 80. S. 740 (unter der „allgemeinen Novellistik"); Bd. 4. Nr. 92. S. l«9? und l0!)8 (unter den „Ontologischen Neuigkeiten").^ — 6. Joseph Iranz Kaiser (geboren zu Gratz 11. März 4786). gelernter Buchbinder, war li>09 Offi' cier bei dcr Gratzer Landwehr und zeichnete sich am 14. Juni li>09 in der Schlacht bei Raab bei der Vertheidigung des Schütt» kastens ^vergleiche die Biographie des Maria
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Jablonowski-Karolina, Band 10
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Jablonowski-Karolina
Band
10
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
524
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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