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Kalaus 378
seiner ersten Reise nach Rußland, die er
am 26. April 178l> antrat und von der
er im August d. I . zurückkehrte. mit<je.
nommen hat. In Handschrift besitzt sein
Orden noch eine ausführliche Beschreibung
dieser Reife, einen Allszug daraus brachte
dasHormay r'sche Archiv für Geschickte,
Erdbeschreibung u. s. w. 1831, Nr. 73
u. f. Kalatai starb im Alter von
73 Jahren.
ilädonas 1833, I^sx. 8".) sp. ic,3 snach die«
srm geb. 1772. was ein offenbarer Irrthum
ist, da es gleich darauf heißt, er sei N44 in
oen Orden der Gesellschaft Jesu getreten). —
insrekksl s» Ie52ärnill2li2i tndUlklcu,!, d. i.
Die ungarischen Familien mit Wappen und
Stammtafeln (Pesth 183>>. Moriz Ruth. gr ^" )
Bd. VI, S. 21.
Kalaus a Lancto Vartholomaeo,
Simon (Piarist und Tondichter,
geb. zu Solmicz in Böhmen 17i3,
gest. zu Reichen au ebenda 22. Juli
1786). Trat 4736. 21 Jahre alt, in den
Orden der frommen Scbulen. in welchem
er mehrere Jahre das Lehramt in den
Gymnasial- und Hlliuanitätsclasscn ver»
sah und die Novizm seines Ordens in
der hebräischen Sprache unterrichtete.
Spater kam er in die mährischen Klöster
nach Nikolsburg und Aremsier als Re>
gens der dortigen Seminarien. K. war
gründlich musikalisch gebildet und schrieb
Vieles für die Kirche; mehrere seiner
Compositionen, die vornehmlich bei fest«
lichen Gelegenheiten ausgeführt wurden,
sind von den Verehrern seines Talentes
zum Drucke befördert worden.
Schall er (Iaroölau5). Kurze Lebenübeschrei«
düngen jener verstorbrnen gelehrten Männer
aus dem Orden der frommen Schulen, die
fich durch ihr Talent und besondere Verdienste
um die Literatur u. s. w. ausgezeichnet
haben. — Außer obigem Plansten sind noch
mehrere desselben Namens, bald mit einem ein« fachen, bald mit einem doppelten l. Kalaus
und Kal l aus. erwähnenswert!). Dlabacz.
der auffallender Weise obigen Plansten über--
geht, führt einen uirtuosen Sänger Kallauö
(ohne einen Taufnamen anzugeben) an, der in
Prag eine treffliche musikalische Bildung
erhalten, später aber sein Vaterland verlassen
und in Bayern mehrere Jahre gesungen hat; es
ist vermuthlich der 1763 geborne und am 8. Mai
1821 zu Passau verstorbene Ferdinand K al-
laus, kön. bayer. Professorder Gesangükunst,
DomMusikdirector. Tondichter und Tenor»
sanger; — dann einen 5ftaut Kalaus (gest.
18. Mai 1601). der gleichfalls ein trefflicher
Sänger und Vorsteher des musikalischen Chors
an der St. Hemrichökirche in der Neustadt
Prag war. ^Dlabacz (Gottfried Johann),
Allgemeines historisches Künstler<Lerikon für
Böhmen und zum Theile auch für Mähren und
Schlesien (Prag 1813 .4".) Bd. I I , Sp. 34
und 33.) — Ein Maximil ian Kal laus.
der in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts
lebte, war Maler und scheint zu Pilsen gear-
beitet zu haben. denn auf dem nach seinem
Bildnisse oon I . Balz er für Pelz el's „Ab»
bildungen böhmischer und mährischer Gelehrten
und Künstler" (Bd. I, S. 1) gestochenen Por-
träte des Ioannes Dudravius steht unterhalb
wörtlich: HlaxinnUHii Xkiiäus ösi. Vläuas.
Noch ist von ihm ein Prospect der Stadt
Pilsen bl'l^nnt, den Johann Berka 1770 für
Schaller's Topographie des Pilsner Kreises
grstochrn hat. Magier (G. K. Vr.). Neues
allgemeines Mnstler-Lerikon (München 1833,
E. A. Fleischmann. 8".) Bd. VI, S. 524. —
3?ie Künstler aller Zeiten und Völker. Bc«
aonnon von Prof. Fr. Mül ler , fortgesetzt von
I>i-. Karl Klunzinger (Stuttgart, Ebner
und Teubcrt, Ler. 8".) Bd. l l , S. 4<>3 )
Hermann (Botaniker,
geb. zn I^ngenlois in Niederosterreich
7. April 4803). Widmete sich dem
Studium der Pharmacie, aas welcher er
das Magistenum erwarb und ist als
Apotheker zu Zangenlois ansaßig. Neil»
reich in der in den Quellen bezeichneten
Geschichte der Botanik in Niederöster«
reich" schreibt: „Kalbrunner ist als
der Repräsentant der Flora des Kreises
Ober dem Manhattoberge zu betrachten,
in welchem vor ihm nur (zu Anfang des
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Jablonowski-Karolina, Band 10
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Jablonowski-Karolina
- Band
- 10
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1863
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 524
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon