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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10
Seite - 381 -
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Kalchberg 38l Kalchberg gelegene und einträgliche Gut Wildbach gekauft. Dort lebte er in seiner häusli» chen Wirthschaft — denn er war bereits seit 1787 und seit 1790 zum zweiten Male verheirathet — und den Musen. Die nächsten Arbeiten, welche sofort er> schienen, waren die in der Folge vielbe» sprochene „Mterempörnng, eine wahre Alge- benheit der VarM" (Grah 1792. Alois Tusch, 8o., mit 1 K.). welcher als Gegen- stück „Maria «Theresia, ein dramatisches Gedicht" (Gratz 1793, Franz Ferstl. 8".) folgte; — dann „Nie deutschen Aitter in Nkkun, ein dramatisches Gedicht" (Wien 1796, 8"., mit 1 K.), welch' letzteres in der ober« deutschen Literaturzeitung 1796, S. 1»2. zu den besten Arbeiten seiner Zeit gezahlt wird- I m nämlichen Jahre wurde K. zum widerholten Male zum ständischen Ausschußrathe gewählt, dießmal aber, gereifter in Jahren, mit dem prüfenden Blicke des Mannes die Angelegenheiten des Gemeinwohls dem selbstsüchtigen Be. Hagen der tändelnden Fantasie überord» nend, widmete er sich mit ganzer Seele dem Geschäfte, ohne jedoch ganz der Muse zu entsagen, die er übrigens nur bei besonderen Anlässen ertönen ließX wie z. B.: , Kantate aut dir Schlacht bei Mainz" (Wien 1793, 4".); 1798 „Nn Joseph Adam (Gral Arca), FlirstuiZchllk ulln Seckan" und „Än Frau? II." Seine Stellung als ständischer Ausschußrath gab ihm Gele« genheit zu historischen Forschungen und als nächste Frucht derselben sind seine /Historischen Zkizzen". 2 Bde. (Wien 1800, mit 2 K. K.) zu betrachten, in welchem namentlich seine Abhandlung „Ursprung nnb Verfassung der Stände Ztriermarks", als eine fleißige Studie über ihren An- und Umfang, ihren Fort» und Uebergang und ihre damalige Gestaltung bezeichnet wer- den muß. Nach längerer Pause erschien wieder einmal eine Dichtung: „Zttila, Nämg der Hunnen, ein dramatisches Gedicht" (Wien und Gratz 1806. Ferstl, 8".), mit welcher die Reihe seiner einzeln er« schienenen Werke abschließt. Die Arbeiten in seiner Stellung als ständischer AuS« schußrath nahmen immer mehr zu, er wurde Mitglied mehrerer ständischen De« putationrn und Commissionen, man über« trug ihm die Direction der standischen Kanzlei, gesellte ihn der ständischen Thea» ter«Oberdirection bei und ernannte ihn auch noch zum Theatercensor. Alle diese unentgeltlichen Aemter versah er durch 14 Jahre und er bewahrte sich dabei so durch Umsicht. Tüchtigkeit und Genauig« keil, daß ihn die Stände im Jahre 1810 zum zweiten Verordneten des Ritterstan» deS wählten. Als Erzherzog Johann das steierische, nach ihm Ioanneum be« nannte National-Museum stiftete, wurde. K. zu einem der Curatoren dieser Anstalt ernannt. Zur Hebung deS historischen Studiums im Lande vereinigte er sich mit dem Archivar Wa rtinger zur Nie- derlegung eines Capitals von 1000 fl., damit von dessen Interessen jährlich eine Medaille angeschafft und dem in der steie- rischen Geschichte am meisten, unterrichte« ten Jünglinge feierlichst übergeben werde' auch bereicherte er in nicht unansehnlicher Weise mit werthvollen Spenden das Münzcabinet, Archiv und die Bibliothek des Ioanneums. Im I . 18l6 wurde K. neuerdings zum zweiten Verordneten deS Ritterstandes erwählt, aber schon im fol< genden Jahre erster Verordneter und als solcher im Jahre 1823 wieder bestätigt. Noch wurde er im Jahre 1820. bei dem im genannten Jahre eingetretenen Grund« steuer«Provlsorium zum Referenten der darüber aufgestellten Comission ernannt. I n den letzten Jahren seines Lebens wurde er von mannigfachen Leiden heimgesucht, versah aber ununterbrochen sein Amt.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Jablonowski-Karolina, Band 10
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Jablonowski-Karolina
Band
10
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
524
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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